Category Archives: Dez. 1978 Nr.18

Alte Gebäude auf Pellworm

Alte Gebäude auf Pellworm

Das Jugendseeheim „Alte Kirche“

Sicher hat jeder schon einmal das Haus an der Alten Kirche gesehen und weiß auch, daß dort während der Sommermonate Kinder und Jugendliche aus dem früheren Landkreis Witzen-hausen wohnen. Doch wie kam es eigentlich dazu? Das Haus gehört Johannes Heinrich Petersen und Frau Mimi, die dort ihre Landwirtschaft betrieben. Eher durch Zufall und über Bekannte kam es dazu, daß sie gelegentlich Gruppen, v.a. Jugendlicher, beherbergten. Übrigens unentgeltlich. U.a. durch Anregung von Herrmann Neuton Paulsen (Begründer der „Hallig der Jungs“ – Süderoog), mit dem das Ehepaar befreundet war, kamen sie auf die Idee, ein richtiges Jugend-lager aufzubauen. 1954 wurde dann umgebaut. Ein Schlaf-raum mit 40 Betten in den Maßen 10 x 10 m mit Waschraum, sowie ein Tagesraum entstanden. Das um gebaute Haus erhielt auch einen Namen: Wikingerlager. Obwohl viele lieber wie bisher im Heu geschlafen hätten, fühlten sich alle bei Familie Petersen wohl und das Haus war im Sommer immer besetzt. Das Jugendlager bildete bald eine Haupterwerbsquelle, die Landwirtschaft trat mehr und mehr in, den Hintergrund. 1960 und 1961 kamen die ersten Gruppen aus Witzenhausen. Vom 1. Juni 1962 pachtete der Landkreis Witzenhausen das Bauernhaus für 25 Jahre. Es wurde erneut modernisiert und umgebaut und erhielt ihr heutiges Aussehen. Jetzt gibt es 9 Schlafräume mit maximal 10 Betten, so daß heute ca. 60 Plätze vorhanden sind. Das Hausistvon Mai bis September mit Schul-klassen ausgebucht. Nur während der großen Ferien kommt der Kreislugendring mit Jugendlichen von meist 10-14Jahren zu einer Freizeit nach Pellworm. Zweimal im Jahr reist gewöhnlich auch eine Berliner Gruppe an. Wie sieht nun der Tagesablauf in so einem Landschulheim aus? Geweckt werden die Schüler um 7 Uhr, Frühstück gibt es um 8 Uhr. Da es sich um ein Landschulheim handelt, sieht ein Erlaß des Landes Hessen Unterricht vor. Dieser Unterricht ist hauptsächlich landschafts bezogen, Fachunterricht ist nur begrenzt möglich. Von 13-15 Uhr ist Mittagspause. Im Anschluß daran gibt es einen Stehkaffee; d.h. Essen und Trinken werden aufgebaut und wer möchte, holt sich etwas. Danach werden Wanderungen gemacht, oder auch gespielt, getanzt usw. Nach dem Abendbrot werden beispielsweise Tanzkurse, Bunte Abende, Discotheken, Grillabende, aber auch einmal ein Pharisäerabend angeboten. So etwas hängt jeweils vom Ideenreichtum der Gruppe und Lehrer ab. Im Hause stehen auch Tischtennisplatten, ein Cricketspiel, Film-gerät, Tonband und Plattenspieler zur Verfügung. Um 22 Uhr ist dann Heimruhe. Anders sieht so ein Tagesablauf natürlich aus, wenn Fahrten gemacht werden, meist zu den Seehunds-bänken und nach Hooge oder Amrum. 2 Fahrten sind nämlich in dem Preis von 180 DM pro Schüler enthalten. Dieser für den 14tägigen Aufenthalt, der vom Kreis bezuschußt wird, schließt die Fahrtkosten und 4 Mahlzeiten mit ein. Alle 14 Tage wird gewechselt, und der Bus fährt in einer Art Pendelverkehr zwischen Nordstrand und Witzenhausen.

Die wirtschaftliche Leitung für das Heim hat Frau Lux. Zusam-men mit ihrer einzigen Hilfe, Frau Helga Mextorf, sorgt sie unermüdlich den ganzen Sommer über, von morgens bis abends, v.a. für das leibliche Wohl ihrer Gäste. Seit kurzem versorgen die beiden auch noch den Anbau. Dort schuf der jetzige Werra-Meißner Kreis – der Landkreis Witzen-hausen wurde im Zuge der Kreisreform mit dem Kreis Eschwege zum Werra-Meißner Kreis zusammengelegt – zwei Ferienwohnungen für Kreisbedienstete. In letzter Zeit werden immer mehr Mängel an Gebäuden sichtbar. Vor allem die sanitären Anlagen entsprechen nicht mehr den heuti-gen Ansprüchen. Es muß also etwas getan werden. Da dies aber mit großen Kosten verbunden ist und der Kreis nur Pächter und nicht Eigentümer ist, werden sich größere Investitionen kaum lohnen, zumal der Pachtvertrag in absehbarer Zeit abläuft. Am günstigsten wäre wohl ein Neubau. Doch ob dieser dann auf Pellworm stehen wird, ist noch fraglich.

A.P.

Jugendliche in der PIZ

Geplant wird … … eine Seite für Jugendliche in der PIZ (wahrscheinlich unter dem Titel „Von uns für euch“. Oder habt Ihr bessere Vorschlä-ge?) Die Redaktion, bestehend aus Ju-gendlichen, will unter anderem Probleme und Interessen der Jugendlichen unter die Lupe nehmen. Wenn einige von euch viel-leicht Lust haben, bei uns dabei zu sein, können Sie am 27.12. um 19.00 Uhr bei unserer Sitzung im Studio mitmachen. Jugendliche Gäste dürfen auch kommen. Wir warten auf Themen- und Artikelvor-schläge von euch! „Wir“ – Die Gründungsredaktion


Weihnachten 2000 oder heute

Die Glöckner ballern unverfroren
Weihnachtslärm an meine Ohren
Der Kirchturm schwankt, der Tempel bebt,
Hör’n Sie mal der Heiland lebt

Jedes Jahr die gleichen Sprüche
Ich kann das einfach nicht mehr hören
Freunde, Frieden, Nächstenliebe
doch das ist das, was sie zerstören

Sie rumpelt los, die Geschenkmaschine
Die goldene Lamett lawine
Still betend versink ich in kiloweisen
Knechtruprechtschokonikoläusen

Und abends dann unter Glitzerspitzen
die scheinheiligen Christen sitzen
Sie mampfen Truthahn in der Heiligen Nacht
und der Dreiweisenschnaps wird aufgemacht
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Anmerkung zum Gedicht: Wir hoffen, daß Weihnachten bei Euch zu Haus nicht so abläuft, wie es in dein Gedicht geschil-dert wird. Denn Weihnachten läuft in einigen Familien wirklich so ab wie im Gedicht. (Vielleicht nicht ganz so drastisch) Einiges was Udo Lindenberg schrieb, ist vielleicht auch Euch bekannt. Denn wer kennt es nicht, wenn man in der Kirche sitzt, und man ist so schrecklich nervös, denn es geht ja bald nach Haus und die Bescherung naht. Die letzte halbe Stunde des Gottesdienstes kann man gar nicht mehr richtig auf dem Platz sitzenbleiben. Weihnachten das Fest der Liebe! Man kann doch wohl mit gutem Gewissen sagen, daß die Weihnachtszeit die hektisch-ste Zeit im ganzen Jahri st. Wenn man einmal in die Kaufhäuser guckt, da wird man zu keiner anderen Jahreszeit mehr Leute , einkaufen sehen, als zur Weihnachtszeit. Weihnachten das Fest des Essens! Zu Weihnachten gehört auch ein richtiges Festessen. An Weihnachten dem Fest der Liebe werden mehr Kleintiere getötet als zu jeder anderen :ahreszeit. Weihnachten das Fest der Disziplin. Denn auch die Schule hat das Weihnachtsfieber erfaßt. Und wenn es um die Schule geht, dann weiß man ja schon, es muß sich um Lernen handeln. Und so ist es dann auch, es werden Weihnachtsgedichte gelernt. (Aber so ein Gedicht wie von Udo Lindenberg wird nur selten gelernt). Dann werden Lieder gesungen wie: „Oh du fröhliche“ USW. Mit Weihnachten darf nicht gescherzt werden! Oma und Opa gucken ganz komisch wenn man ihnen die zweite und dritte Zelle des Weihnachtsgedichts der abgeänderten Form von „denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen“ aufsagt. Für alle die das Gedicht nicht kennen: Abgeänderte Form: Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehn es kam aus der Kneipe und konnte kaum noch stehn Original: Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehn es kam aus dem Walde das Mützchen voll Schnee Weihnachten das Fest der Wettläufe. Denn im Wettlauf um den Tannenbaum darf man nicht langsam sein. Wie vielen Familien ist es schon passiert, daß man ihnen den Tannenbaum vor der Nase weggeschnappt hat? Und was ist denn Weihnachten ohne Tannenbaum. Sei aller Mühe, bei all dem vielen Gedichtund Liederlernen, bei all der Hektik auf Weihnachten möchte doch keiner verzichten. Für alle, die mehr von Udo Lindenbergs Dicht-Kunst hören wollen, ist die Platte: „Panische Nächte“, Lindenbergs Rock Revue zu empfehlen. Denn dies ist die einzigste Platte, auf der Udo Lindenbergs Gedichte sind.

Ut oole Tieden

Ut oole Tieden

Na de twee Weltkriege, geef dat hier allerlei Ziegen op Pellworm. „Kuh des kleinen Mannes“ säh man ock dorto. Een Ziegenbock weer hier leider nich. De bar de Kreis in Mildstedt statschonert. So trock den eenes Dages een Mann mit sien Zieglomit deDamper, dedomals noch na Husum fohrt. Inne Haben ankamen gehnt los. Enn lütje Stück von de Haben wer aber een lesenbahnschrank, de immersjüss dich wer wenn de Damper anleggt. Unse gude Mall fallt denn jüs in, dat he noch watt vergeeten hett op de Damper. He bint gau deZiegan de Schrank und rennt los. Es he denn weller kümmt süht he de Bescherung.DeSchrankensindhochunwenndeZiegsicknichdörch Meckern bemarkbor mokt haar, de hung nämlich hoben un Schranknwärder haar dat gornich markt. Dat stellwerk weer nich wied af un so güng dat noch mol werrer klor. Dat weer ock schade ween um dat gude Tier.

F.P.

Pellworm in der zeitgenössischen Literatur

Pellworm in der zeitgenössischen Literatur

In seinem Roman BRANDSTELLEN, herausgegeben im Rohwolt-Taschenbuchverlag, 1977, läßt Franz Josef Degenhardt seinen Helden Kappel auf Seite 16 so agieren: „Kappel sah in azurblaue Augen, ärgerliche, und fragte, ob er ein Zimmer haben könne für die Nacht. 25 Mark, sagte sie (die Wirtin) und Kappel nickte. Sie klatschte den Anmeldeblock auf die Mamorplatte, schritt zurück zum Zapfkreuz und Kappel schrieb. Sibo Jenssen, Pellworm, Strandhaferkuhie 3, Reisender; ging raus, holte Tasche und den gallischen Kapuzenmantel aus dem Wagen, wartete wieder, Kinn auf der Marmorplatte neben den Soleier-gläsern. Die Wirtin kam schließlich noch einmal, las, blickte hoch, Kinn auf der Marmorplatte, fragte: Wo liegt das denn, Pellworm? Und Kappel sprach in friesischem Tonfall: Ganz oben und in der Nordsee, da kreischen die Möwen und Wellen schlagen an den Stra … nd. Die Wirtin sah ihn fast freundlich an. Zimmer 10, sagte sie, pflückte den Schlüssel vom Hakenbrett.“ Eswird deutlich, daß allein die Erwähnung Pellworms, verbun-den mit ein wenig friesisch, herbem Gehabe, ausreichen, selbst eine hirnrissige Kneipenwirtin kirre zu machen. Da sieht man’s mal wieder. Aber Strandhaferkuhle 3? Vielleicht bemüht sich Herr Degenhardt mal als Feriengast hierher, damit er merkt, daß in Pellworm keine Dünen sind, daß aus diesem Grund auch kein Strandhafer wächst und darum die Strandhaferkuhle als Wohnadresse nicht inf rage kommt. Auf Seite 18 seines flotten Romans übt sich Degenhardts schnelldenkender Held Kappel in gekonntem Imponierge-habe, das dazu dienen soll, sich bei den Hahnenkämpfen, die vor Kneipentheken oft ausgetragen werden, in der Hackreihe nach oben zu boxen. Er bedient sich dazu einer Lügenge-schichte aus dem Pellwormer Milieu: „Jetzt muß ich euch mal was erzählen, begann er, als wohlige Rudelwärme bei einer Trinkpause im allgemeinen Geplauder über Unfälle aufkam. Das passierte bei uns in Pellworm und ist noch keine acht Tage her. Und Bruno Kappel, ausgehend von der Ballade“Nies Randers“ erzählte die Geschichte von einer vor Pellworm gestrandeten Yacht: Er, Kappel“ wird von seiner Mutter nachts geweckt. Krachen und Heulen und berstende Nacht, ein Schrei durch die Brandung, einWrackauf derSand-bank, noch wiegt es die Flut, also kurz und gut, er Kappel, lugt und spricht ohne Hast: da hängt noch ein Mann im Mast, wir müssen ihn holen. Kappel und noch ein paar harte Jungs von der Insel pullen rüber zum Bleker Sand durch den Orkan, Stück harte Arbeit, und nehmen den Typen vom Mast. Was finden sie in der Kajüte? Fünf Mädchen, nackt und zitternd und betend. Un wer, stellt sich nach dreimal fast Kentern im Boot bei Windstärke 10, später, als alles vorbei ist, im „Lüütjen Krug“ und bei heißem Grog raus, ist der Mann? Namen täten hier nichtszurSache. Er, Kappel, will nursoviel verraten,derChef von einer der größten Illustrierten der Weit sei das gewesen, diesen Mann habe er sich ins Gebet genommen, im „Lüütjen Krug“, habe ihm mal die Meinung gesagt von wegen herum-uckeln auf See bei Windstärke 10, sich, seine Mannschaft und andere noch gefährden. Überhaupt seine Crew! Verlegen hätte der große Boß da herumgedruckst. Und Kappel schilderte noch einmal den Zustand der nackten Mädchen draußen auf Blecker Sand in Gischt und brüllender See!“ Tja, so sind die Peilwormer. Oder?

Weihnachten auf Süderoog

Weihnachten auf Süderoog

Weihnachten ’77 verbrachte ich bei meinen Eltern auf der Hallig Süderoog. Am Freitag, dem 23. Dezember fuhren meine Schwester und ich mit dem Postboten Heini Liermann von Tammwarft aus mit dem Boot zur Hallig. Es war ziemlich windig, aber wir kamen gut – wenn auch etwas naß – bei den Eltern an. Als ich Sonnabendmorgen aufwachte, da stürmte es schon ordentlich. Mein Vater meinte: »Heute läuft die Hallig bestimmt voll!« Wir holten die Schafe auf die. Warft und banden die Tiere fest. Jetzt konnte man nur noch abwarten und Punsch trinken. Gegen Nachmittag hatte das Wasser einen Stand von ca. 2,50 in über dem normalen Hoch-wasserstand erreicht. Zum Glück stieg es jedoch nicht mehr höher. Da Süderoog keinen Stromanschluß besitzt, machte mein Vater, als es dunkel wurde, das Stromaggregat an. Meine Mutter machte den Weihnachtsbaum fertig, und mein Vater versorgte das Vieh. Nach dem Essen begann dann die Bescherung, und auch auf Süderoog hat uns der Weihnachtsmann nicht vergessen. Nach der Bescherung saßen wir bei Kerzenlicht noch gemütlich beisammen, man redete, spielte Karten und freute sich, daß alles gutgegangen war.
R.B.

Karl-August Geertz und Bernhard Volquardsen

Wir stellen vor

Karl-August Geertz und Bernhard Volquardsen, beide junge Unternehmer auf Pellworm

Die beiden jungen Unternehmer haben einmal den entgegen-gesetzten Weg genommen wie die meisten Pellwormer Jugendlichen, sie sind wieder zurück nach Pellworm gekom-men. Man sieht – trotz aller Klagen über die „sterbende Insel“ – es gibt hier noch Jungunternehmer! Und bis jetzt können sie nicht über mangelnden Arbeitsanfall klagen. Im Gegenteil! Nur Mut! Macht’s ihnen nach!

Karl-August wurde am 25.3.1953 auf Pellworm geboren. Er besuchte die Hermann-Neuton Paulsen Schule auf Pellworm Seine Lehre als Elektriker begann er 1969,bei der Firma Petersen auf Nordstrand und beendete sie Januar 1973. Im Februar 1973 ging er nach Hamburg. Hier arbeitete er bei der eine Firma Hübbner-Lorenzen. Vom August 1976 bis zum Mai 1977 besuchte er die Meisterschule für das Elektrohandwerk. Nach abgeschlossener Meisterprüfung arbeitete er wieder bei der Firma Hübbner-Lorenzen. Am 1. 12.1977 kam er zurück nach Pellworm und arbeitete bis zum 1.5.1978 bei der Firma Hiller. Am 1.6.1978 machte er sich dann selbständig und gründete auf Pellworm. Heute beschäftigt er einen Gesellen und einen Lehrling. Anfang Novemberdieses Jahres wurde mit Nach dem Bau seines Hauses in der neuen Siedlung begonnen.

Bernhard Volquardsen Bernhard wurde am 20.7.1952 auf Pellworm geboren. Er besuchte dann von 1958-1967 die Hauptschule der Hermann-Neuton Paulsen Schule auf Pellworm. Im August 1967 begann er dann seine Lehre als Schlosser bei dem Schlossermeister Erwin Mikule in Husum. Nach Abschluß seiner Lehre 1970 nahm er eine Arbeit als Heizungsbauer bei der Firma Michael-sen an. Hier machte er sich vertraut mit diesem Berufszweig. 1972 wurde er dann zum Wehrdienst eingezogen, den er in Holland und in Husum abdiente. Nach dem Wehrdienst 1973 fing er bei der Firma Paeslackals Heizungsbauer an. Von dieser Firma aus baute er dann viele Heizungsanlagen auf Pellworm und nahm so wieder den Kontakt zu den Pellwormern auf. Von 1974-76 baute er sich nebenberuflich ein Kleingewerbe auf. Ölfeuerungswartungsdienst und Kesselreinigung. Von Ende 1975 bis zum Mai 1976 besuchte er dann einen Vorbereitungs-lehrgang auf die Meisterprüfung im Heizungsbau. Im Mai 1967 bestand er diese Prüfung und ließ sich dann in die Handwerks-rolle als selbständiger Betrieb eintragen. Ab November 1977 bis zum Juni 1978 besuchte er noch einen an Wochenenden stattfindenden Vorbereitungslehrgang fürdie Meisterprüfung als Gas- und Wasserinstallateur. Die Meisterprüfung bestand er dann im Juni 1978. Er führt zur Zeit einen Betrieb mit 5 Mitar-beitern. Ende Oktober konnte er dann auch in sein Haus in der neuen Siedlung am Hafen einziehen.

Aus Pellwormer Familienchroniken und Stamm- und Ahnentafeln

Aus Pellwormer Familienchroniken und Stamm- und Ahnentafeln

Bis 1700 kann der Gemeindevorsteher Hans Petersen seiner in Heftform gefaßten Stammtafel der Familie Boy Petersen zurück-gehen. – Auf der,ersten Seite findet sich die interessante und seltene Karte von Pellworm, die H. v. Linstow gezeichnet hat. Ich bin froh darüber, eine Ausführung mit den hübschen Bildmotiven zu besitzen: der Bauer mit dem Viergespann vor dem Pflug, die Ernte, der Fischer und die alte Salvator- Kirche. (Vgl. Abb.) Auf der Karte werden wir daran erinnert, daß am Oster-Tilli auf der jetzt unbewohnten „Landschreiberwarf“ die Land-schreiberei – von 1867-1896 das Amtsgericht – und daß auf Lewe Mar-tensens Wohnsitz die Landvogtei, später die Wohnung des Amtsrichters, zu finden waren. Von 1815-64 gehörte zum Dinggericht der sieben Ratmän-ner ein Landvogt, ein vom dänischen König bestellter Beamter, der in be-stimmten Fällen, wenn das Nordstrander Landrecht keine Auskunft gab, das Jütische Recht (Jydske Lov) heranzuziehen hatte und der in Prozeß-sachen alleine entschied.

Blättern wir weiter im Buch über die Petersens, sehen wir noch einmal den seit Generationen im Besitz der Familie befindlichen Hof Hans Peter-sens am Ostersiel, der heute nach der Flurbereinigung inmitten seiner Ländereien liegt und modern eingerichtet ist. „Rüm Hart, klar Kimming!“ setzt Hans Petersen auf den Umschlag und kann, wie so viele andere Pell-wormer, für seine Familie mit Genugtuung feststellen, daß „die Abstam-mung aus einem alten Friesengeschlecht erwiesen isV. Viele von den Petersens blieben auf Pellworm, andere verzogen nach dem Festland bis „über den großen Teich“ nach den Vereinigten Staaten. „Es handelt sich hier nicht um einen Stamm, der von jeher mit großen Glücksgütern geseg-net gewesen ist. Viele Zweige haben sich im vergangenen Jahrhundert aus kleinen Anfängen heraus zu einem gewissen Wohlstande emporgearbeitet.“ (Hans Petersen) Bemerkenswert ist der Anhang mit den Ahnen der Großeltern Hans Petersens mütterlicherseits und der seiner Großmutter väter-licherseits. Ziehen wir die anderen Stammtafeln hinzu, so finden wir im 18. Jahrhundert manche noch heute vorkommenden Stammnamen: Andre-sen, Cornilsen, Fedders’en, Hansen, Jacobsen, Jensen, Levsen, Lorenzen, Nicolaysen, Niemann, Nommensen. Daß die Levsens damals schon Insula-ner waren, entnehmen wir ihrer eigenen Stammtafel, einer Arbeit von Dr. rer. pol. Peter-Harro Levsen in Rottweil a. Neckar.

Sehen wir uns auch einmal die Vornamen aus dem 18. Jahrhundert nach unseren Unterlagen an; z. T. kennen wir sie heute kaum noch: Anthony, Arwest, Backe, Boy, Broder, Cort, Edlef, Hieronimus, Iven, Jens, Knudt, Lewe, Momme, Mumeke, Nis, Ocke, Thay, Thede – Abel, Eicke, Engel, Gotje, Ingeburg, Metta, Nomke, Söster, Stiemke, Trinke, Vollig.

Über Paul Lohmann Clausen (1752-95) auf Pellworm und seine Nach-kommen hat der Sohn Hans Petersens, Ltd. Regierungsbaudirektor Dr.-Ing. Marcus Petersen, Kiel, geschrieben (mütterlicher- und väterlicherseits mit den Meesenburgs verwandt). Es ist eine umfassende Familienchronik, für die der Verfasser die Form der Nachfahrentafel gewählt hat. Viel Lesens-wertes bringt schon der erste Teil. Paul Lohmann Clausen war wie sein Vater Pellwormer Bauer. Die Sturmfluten und Deichbrüche des 18. Jahr-hunderts erlebte er mit seinen Söhnen, und auch sie haben die Katastro-phen schwer getroffen; allerdings hat sich danach z. B. sein Sohn Hans Friedrich Clausen vom Vorarbeiter am Außendeich zum Hofbesitzer von 46 ha (1831) und Landesgevollmächtigten emporgearbeitet. Dessen Sohn Friedrich Anton (1827-93) war Ratmann und Deichgraf, besaß drei Höfe und viel Bargeld. 1873 übernahm Nicolai Clausen, der letzte „Erste Rat-mann“ Pellworms, als erster das Amt des preußischen Gemeindevorstehers.

begann und noch nicht völlig abgeschlossen ist. Die zweiten und dritten Söhne suchten jenseits des Atlantiks eine neue Existenz, es folgten weitere Geschwister. Der Verfasser nennt als ersten Jacob J. Peterssen, der seinen Hof am Waldhusentief (heute Fritz Lucht) aufgab und sich in Helmville, Montana, eine Farm erwarb. Die meisten Pellwormer mögen um die Jahrhundertwende nach Übersee gefahren sein. Viele bewährten sich als tüchtige Farmer und auf und Kaufleute. Es ging allerdings nicht immer so, wie ein kleines Mädchen sagte: „Mein Bruder geht nach drüben, um Groschen zu fegen.“ Ja, der tüchtige Bauer hat auch schwere Enttäuschungen hinnehmen müssen: In der Wildnnis baute er seine erste Farm in der Hoffnung auf, daß sie in Kürze in der Nähe des Bahnstrangs läge – sein Plan schlug fehlt, und er mußte von neuem beginnen; persönliches Leid folgte. Wir reden gern nur von denen, die in der neuen Welt Erfolg gehabt haben, und vergessen die, die in den Tafeln als „verschollen“, »verschwunden“ gelten, oder die, die nicht im ersten Anlauf wohlhabend geworden sind. Daß die letztgenannten „Amerikaner“ nicht weniger tüchtige Leute waren als die, Zurückgebliebenen, beweisen oft die Nachkommen der zweiten und dritten Generation, die sich neben dem Farmer und Kaufmann als Elektrotechniker, Schiffbauer, Zeichner, Maschinist, Ingenieur, Bankbeamter, Dekorateur, Lehrerin, Tierarzt, Wissenschaftler und Abgeordneter im Bundesstaat behaupten. Betrüblich ist die Mitteilung, daß viele Familienangehörige im Zweiten Weltkrieg als junge amerikanische Staatsbürger gegen Deutschland eingesetzt waren und dabei den Tod fanden. Am Rande sei noch der erfreuliche Zusammenhalt der Familie Clausen in den USA erwähnt; am dritten Sonntag im August jeden Jahres trifft sie sich in Carroll, lowa, zum Clausen-Tag; 1961 nahmen etwa 80 Personen daran teil. Ein anderes Beispiel mag uns zeigen, wie stark noch nach Generationen die Verbundenheit mit. der Heimat bestehen bleibt. Matthias Albrecht, geb. 1859, Kaufmannssohn am Siel, wuchs nach dem Tode des Vaters und nach der Wiederverheiratung seiner Mutter Caroline, geb. Meesenburg (1832-1933), mit Matthias Jensen auf dessen Hof im Süderkoog auf. Er begab sich 1883 mit 24 Jahren als Kaufmann nach New York. Seine Tochter Bertha Bernd wurde dort Lektorin für Spanisch, und sein Enkel Clifford Albrecht Bernd (geb. 1929) ist heute als Professor für Germanistik und Direktor der Deutschen Abteilung an der Universität Sacramento in Kalifornien tätig. Wenn wir uns mit Clifford bei seinen Besuchen in der Heimat seines Großvaters unterhalten, wundern wir uns, daß er unser Pellwormer Platt ganz und gar beherrscht, und darüber, wie gut er in der Familiengeschichte Bescheid weiß. Er hat acht Jahre in Heidelberg stu-diert, hat sich eingehend mit Theodor Storm befaßt und hat auch mehr-fach vor der Theodor-Storm-Gesellschaft gesprochen. Vor kurzem be-schrieb er mir folgende Begebenheit: „Als mein Großvater Matthias Albrecht 1913 zum letztenmal von Amerika aus nach Pellworm fuhr und dort ankam, hatte der Pellwormer Dampfer geflaggt. Sämtliche Mitglieder der Familie Jensen standen am Hafen; sämtliche Mitglieder der Familie Albrecht waren auf dem Dampfer. So gab es, als der Dampfer landete, eine große Begrüßung. Damals wohnten meine Großel tern und Mutter den ganzen Sommer am Siel.“ Und nun zuletzt zur Peterssen-Familienchronik, die ich darum beson-ders schätze, weil mein Onkel Julius Peterssen nicht nur eine Stammtafel bringt, sondern gleichzeitig über Land und Leute in den vergangenen Jahrhunderten erzählt. Er schloß sie 1902 ab, und ich habe sie bis 1970 fortgeführt. Sie geht zurück bis 1559, als die ältesten bekannten Vor-fahren noch in Linnowhuus bei Norderhackstedt, Amt Flensburg, lebten. Von hier erwarb Peter Peterssen, genannt „Koopmann“, Sohn des Kgl. Ge-vollmächtigten der Wiesharde, Besitzungen in Fahretoft und um 1750 auf Pellworm, zunächst im Süderkoog (Friedrich Knut Jensens Besitz). Er wollte mit dem Land spekulieren, docli wurden beide Söhne, denen die Höfe vorläufig übergeben worden waren, der eine in Fahretoft, der andere auf Pellworm, seßhaft. Auf der Insel stellte die Familie in drei nach-einander folgenden Generationen einen Ratmann, in der ersten dazu den Deichgrafen. Die Familie zog bald nach der Neuen Kirche, zunächst auf die heutige Bauernstelle Anton Tedsens, dann auf die Fritz-Thomas Peterssens. Alle drei Höfe der Vorfahren waren einst größer als 50 ha, Die Bauern betrieben wesentlich mehr Ackerbau als heute; die Stroh- lieferung war zur Bestickung der Deiche notwendig. Knechte, vorne an der „Bauknecht“, Mädchen, die meistens nur Hausarbeit verrichteten, Dienstjungen und zeitweilig mehrere Arbeiter fanden ihre Beschäftigung auf den Höfen. Die Anzahl der Dienstboten und Arbeiter schwankte, w ‚ eil die erwachsenen Söhne und Töchter diese zeitweise voll ersetzten. Am‘ 22. Februar, dem Petritag, wechselten häufig die Knechte und Mädchen ihre Stellung, meistens blieben sie allerdings jahrelang auf dem gleichen Hof, und die Arbeiter, die durchweg ein kleines Eigentum mit Vieh und Fenne besaßen, hielten oft ihr ganzes Leben zum gleichen Betrieb. Es war schon vor 1914 selbstverständlich, daß die ganze Hausgemeinschaft an einem Tisch die Mahlzeiten einnahm. Es ist auffällig, daß es die Peterssens immer wieder nach dem Festland zog und sehr viele nach den USA, und überblicken wir die Ahnentafel von 1559 an, stellen wir auch fest, daß immer wieder junge Menschen sich der Theologie zuwandten. Das Familienwappen besteht wie die von Lucht und Meesenburg aus drei Teilen und zeigt wie diese den geschlossenen Helm als Zeichen des bürgerlichen Wappens. In dem genealogischen Hand-buch heißt es noch darüber: „Auf dem blauen Schild befindet sich ein von zwei goldenen Sternen begleiteter, mit einem grünen Eschenzweig be-legter goldener Schrägrechtsbalken; darüber auf dem blau-gqlden bewul-steten, geschlossenen Helm mit gleichen Decken zwischen zwei von Gold über Blau geteilten Büffelhörnern ein grüner dreiteiliger Eschenzweig.“ Darunter lesen wir den Spruch: „Rürny hart, klaar kimming, lewer dod as Slaw.“ Wird fortgesetzt

Hier haben Sie das Wort

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Besinnlich heitere Abende zwischen Weihnachten und Neujahr – veranstaltet vom Studio Wer nach Weihnachtsglanz und Weihnachtsgans etwas kulturelle Abwechslung wünscht, wird auch in diesem Jahr wieder auf seine Kosten kommen. Einige »alte Bekannte« ha-ben ihr Kommen angekündigt. Am. 2. Weihnachtstag werden Norbert Dams und Tillmann Purrucker (»Die zwei Gitarren«) wieder auf Pellworm gastieren. Norbert und Tillmann, beide Dozenten für Konzert-gitarre und seit einiger Zeit oft zusammen auf Tournee, sind damit in dieser Besetzung das 2. Mal auf Pellworm (Norbert übrigens schon das4. Mal). Die bei den spielen diesmal nicht im Studio, sondern in der Alten Kirche. Wir glauben, daß dies für ein Weihnachtskonzert ein besonderer festlicher Rahmen ist. Einen Dank an Pastor Hölzner, der diese Studio-Veranstaltung in der Alten Kirche ermöglicht hat. Eintritt wir dieses Konzert nicht kosten, die Unkosten sollen wie bei kirchlichen Konzerten aus Spenden bestritten werden. Am 28. Dezember gibt es dann ein Gitarren-Work-Shop-Abend im Studio. Beginn 20 Uhr. Mit von der Partie sind wieder Norbert und Tillmann, zusammen mit einem »Pellworm-Neu-ling«, dem klassischen Gitarristen Bernard Hebb. Bernard, ge-bürtiger Amerikaner, Dozent am Konservatorium Bremen, macht bereits seit 1969 Konzerttourneen, die ihn durch Österreich, Frankreich, USA und Deutschland führten. Rund-funkaufnahmen für den Süddeutschen Rundfunk und eine eigene Fernsehshow 1976 in den Staaten machten ihn bereits einem großen Publikum bekannt. Die drei Gitarristen werden an diesem Work-Shop-Abend eine breite Palette ihres Könnens einzeln, im Duo oder Trio unter Beweis stellen. Wir dürfen mit Recht gespannt darauf sein. Einen Tag später, am 29. Dezember gibt es einen Chanson -Abend. Ana Fonell und Johannes Conen gastieren mit einem neuen Villon/Prövert-Programm. Ana (Schauspielerin) und Johannes (Regisseur) waren bereits im Juli bei uns und be-geisterten mit ihren Liedern drei Abende lang ihr Publikum. (Siehe PIZ Nr. 9) Wirfreuen uns, daß die Künstler, dieeinmal hiergastierten,so-viel Gefallenan Pellworm unaStudio-Atmosphärefanden,daß sie die Weihnachtszeit in ihren Terminkalender frei hielten. An den konzertfreien Tagen, also am 25., 27. und 30. Dezem-ber, jeweils um 20 Uhr, kann man sich im Studio die neue Ton-bildschau »Pellworrn – die Insel, die Insel blieb« ansehen. Es ist eine umfassende Dokumentation unserer Insel, unterlegt mit Musik und Sprache. Und wer nachmittags seinen Spaziergang zum Studio lenkt, kann die neue Ausstellung »Pellworrn früher« begutachten -erstes Ergebnis einer Auswertung vieler alter Fotos und Post-karten, die im Studio inzwischen gesammelt werden konnten. Die Karten für Konzerte und Tonbildschauen werden an der Abendkasse ausgegeben (Konzertkarten 5,-/3,50 DM, Ton-bildschau-3,-/2,- DM).


Leserbrief von Heinz Busche, 3000 Hannover 91
Ich kam mit Gedanken in Berührung, etwas‘ vorzuschlagen, anzu-regen. In den Inselzeitungen ist zu lesen, wie schön es gewesen‘ (warum auch nicht) andere wieder: daß man wiederkommen wird‘ (sendungsbewußt?), eine andere Variante erfährt unsereins, zu wievieltem Male die Erkenntnis half, was da so schön die schrunde Seele aufwärmt, ein Rührstück! Aber warum behilft man sich hierbei leerer Worthülsen, was kann damit der Leser schon anfangen, der wirklich echtes Interesse hat, das Kleid nicht als herausgeschnittene Stücke plastisch sich vorzustellen. Läßt sich nicht mit Hilfe ermunternder Werbung eine,Talent-Suche‘ machen, sind nicht auch begabte Besucher unter Ihren Freunden, die jenes, daß der Hobbymaler in unwirtlicher Frühstunde mit Farben ablauscht, gekonnt zu kleinen Beiträgen in der PIZ den Lesern hierzulande erfreuen können? Auf Peltworm sind doch nicht nur Vorträge mit culturellen‘ Schwerpunkten, man kann doch nicht immer Bäden gehen… Oder dortens sich aufhalten, wo man den Wunsch äußert: aber bitte, mit Sahne… Ich wünsche mir für die Zukunft, daß unsere schrumpfenden Reste in der Natur nicht unter-gepflügt werden mit der makabren Erkenntnis, daß die Natur‘ als Spaßmacher der Freizeitgesellschaft zu dienen hat. (So Wilmar Sturm in der FAZ.)

Erstmals: Ehepaar gekrönt

Erstmals: Ehepaar gekrönt

Der erste Pellwormer Schützenverein feierte sein traditionelles Stifungsfest in der Gastwirtschaft von Johannes Jensen. Ein spannendes Schießen war vorausgegangen. Zum ersten Male seit der Gründung des Vereins im Jahre 1959 wurde ein Ehe-paar gekrönt: Erika und Anton M. Lucht. Den Majestäten des Jahres 177,.Marlies Boysen und Manfred Mextorf, war es eine „besondere Freude“, den neuen Majestäten die Königskrone und -kette zu überreichen. Beim Preisschießen der Damen holte Else Pauly den ersten Preis, gefolgt von Angelika David (2. Preis) und Karin Lützen (3. Preis). Else Pauly sicherte sich auch die Jensen- und Fedder-sen- Pokale. Sie wurde auch Vereinsmeisterin in der alten Damenklasse. Karin Lützen wurde Vereinsmeister der Damen-klasse. Bei den Schützen holte Hans Ehlers den ersten Preis, Anton M. Lucht den zweiten und Helmut Jessen den dritten Preis. Karl Friedrich Brauer holte sich den Volquardsen-Pokal, Martin Bruhn den Jungpokal. Vereinsmeister der Herrenklasse wurde Kurt Kossatz, Vereinsmeister der alten Herren Karl Heinz Brauer. Im Laufe des Abends wurde noch eine Tombola sowie eine amerikanische Versteigerung durchgeführt: Es gab eine Menge Preise zu gewinnen. Das Tanzbein wurde zu den Klän-gen der „Schröter-Combo“ bis in die frühen Morgenstunden geschwungen. 

Die Senioren-Nachmittage gehören nun zum festen Programm.

Die Senioren-Nachmittage gehören nun zum festen Programm.

Seit dem Frühsommer dieses Jahres kommt die „ältere Jugend“ regelmäßig einmal in der Mitte des Monats im Heim-reich Haus zusammen. Jedesmal wird ein buntes Programm geboten. Dabei sehen sich die einstigen Schulkameraden und Freunde einmal wieder. – Bei Kaffee und Kuchen der immer wieder von den Damen der evangelischen Frauenhilfe geboten Wird, gibts viel „Schnack“. Lichtbilder und Filme der Heimat werden gezeigt, so auch die beiden Pellworm Filme. Lichtbil-dervortrag über Naturschutz oder alte Ansichten von Bewohnern der Insel bilden immer genügend Unterhaltung, wobei es dann häufig zu „Ah“ und „Oh“ kommt. Ansichten, die vor 50 Jahren und früher gemacht wurden, haben es in sich. Unser Pastor Hölzner läßt sich mit seinem Stab schon etwas einfallen, damit die Zeit nicht lang wird. Es gibt noch vieles aufzuarbeiten aus alter Zeit. „Un denn givt dat ock immer wat Nies to weten!“ Wer glaubt, alt genug zu sein, um zwischen den „Jungen“ sein zu können, sollte ruhig mal kommen. Vielleicht ist auch so mancher noch nie im Heimreich Haus gewesen. Im Dezember wird dann die Adventsfeier steigen, wo und wie, darüber bekommen wir noch Nachricht.
J.W.