Category Archives: Jul. 1977 Nr.1

Pellwormer Handwerker Verein

Pellwormer Handwerker Verein

Handwerkerverein Pellworm von 1913
Am 5.1.1913 hatten sich einige Pellwormer Handwerker zusammengesetzt, um die Gründung eines Handwerkervereins zu beraten. Am 18.1. 1913 wurde eine Versammlung für alle Handwerker der Insel einberufen. Da sich im allgemeinen bei den Handwerkern großes Interesse zeigte, wurde an diesem Tage der Verein ins Leben gerufen. Man wählte den Vorstand- und arbeitete Satzungen aus. Erster Vorsitzender wurde Der damalige Bauunternehmer Georg Kröger der diesen Posten 40 Jahre betreute. Weitere Vorstandsmitglieder waren: Dethlef Assumussen, Henrich Bandixen, Friedrich Petersen, Hermennus Clausen, Carl Der Handwerkerverein betrachtete sich als einen Geselligkeitsverein und hat auch kulturelle Veranstaltungen durchgeführt, sowie grolle Preismaskeraden, Preisschießen und grolle Tombolahälle. Diese Veranstaltungen wurden von der Pellwormer Bevölkerung sehr begrüßt und gut besucht, weil zu der Zeit noch nicht viel Vereinsleben vorhanden war. Der Handwerkerverein hat sich sogar über die Inflationszeit hinweggesetzt; die Jahreseinnahme betrug damals 122000180021RM 1951 legte der erste Vorsitzende Georg Kröger aus Altersgründen sein Amt nieder Der Nachfolger wurde Friedrich Petersen jun. Der bis zum heutigen Tage den Posten noch Inne hat. Durch Abwanderung der jungen Leute von der Insel hat der Verein heute große Nachwuchssorgen. Darum wurde auf der Jahresversammlung am 15.1.1977 beschlossen, diesen Verein auf sämtliche Gewerhetreibende auszuweiten * Dieser Aufruf fand, großen Beifall, so daß fast alte Gewerbetreibende Pellworms unserem Verein beigetreten sind. Am 18.1.1978 kann der Pellwormer Handwerkerverein auf ein 65 – Jähriges Bestehen Z urückblicken und sieh als einen der ältesten Vereine unserer Insel betrachten. Pellworm, den 1.7.1977

Friedrich Petersen jun. 1. Vorsitzender

Wildwachsende Heilkräuter auf Pellworm

Wildwachsende Heilkräuter auf Pellworm

In der fruchtbaren Pellwormer Erde gedeihen nicht nur Kulturpflanzen: Auf Wiesen und Feldern in den Gärten und an den Gräben wachsen auch viele Heilkräuter. Sie sind gesund und kräftig Die reine Seeluft schützt sie vor Kummererkrankungen, wie sie durch Abgase. Wie von Autos und aus Schornsteinen anderswo entstehen. Das Wissen um die Heilwirkung von Pflanzen läßt sich weit in vorchristliche Zeiten zurückverfolgen .Bedeutende Wissenschaftler aus drei Jahrtausenden haben die Wirkung der Heilpflanzen auf den Menschlichen Organismus erforscht, ihr Wissen gesammelt und an andere Generationen weitergegeben. Ein Abglanz dieses Wissens schlug sich in der Volksheilkunde nieder noch unsere Eltern und Großeltern wußten um die heilende Wirkung mancher Pflanzen und sie scheuten sich nicht, sie bei Unpäßlichkeiten und leichten Erkrankungen einzusetzen. Unsere Generation läßt sich jedoch mit Drages als Glasröhrchen oder der Kapsel aus der verschweißten Durchdrückpackung bedienen. Es wäre schade wenn das Wissen um die Heilkunde von Pflanzen verloren ginge. Wir bringen daher in jeder Ausgabe der Pellwormer – Inselzeitung die Monographie einer auf der Insel wachsenden Heilpflanze. Wir beginnen mit der Pflanze, die sich im Augenblick als leuchtend gelbe Farbtupfer auf allen Fennen breit macht: geelen Blomen, dem Löwenzahn. Löwenzahn – Taraxacum Offcinale Auch Kuhblume, Kettenblume oder Pusteblume genannt, aus der Familie der Korbblütler, wächst wild auf Äckern, Wiesen und Gärten. Der Löwenzahn hat eine starke Pfahlwurzel und eine auf dem Boden aufliegende Rosette lanzettlicher, stark gezähnter Blätter, aus deren Mitte sich ein hohler Schaft erhebt, der in seiner Spitze den ansehnlichen gelben Blütenschaft trägt. An seine Stelle tritt nach dem verblühen ein aus vielen gefiederten Samen zusammengesetzten, kugeliges Gebilde. Der Wind treibt die Samen, kleinen Fallschirmen gleich, weit umher und sorgt für eine starke Verbreitung der Pflanze. Stengel und Schaft enthalten einen milchigen Saft. Es handelt sich um eine Emulsion von Eiweiß, Harz und wachsigen Körpern. Nach einem alten Aberglauben soll er Warzen vertreiben, wenn man ihn frisch aufträgt und dabei vor sich hinmurmelt Likdorn, oh, Likdorn, Likdorn, goh Anschließend muß man den jungen ausgequetschten Pflanzenteil, Stengel oder Blatt mit der rechten Hand über die linke Schulter werfen. Als den jungen, zarten Löwenzahnblättern, vor der Blüte gesammelt, kann man einen wertvollen Salat zubereiten. Man richtet die Blätter mit Weinessig und Pflanzenöl an und würzt sie mit gebackenen Zwiebeln. Ein solcher Salat regt die Sekretion des Magen – und Darmtraktes an, besonders aber die Leber und die Bauchspeicheldrüse. Vor allem frischt er das manchmal im Winter entstandene Vitamin C Defizit wieder auf. Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Löwenzahns sind neben Zuckerarten Vitamin C, Schleim, Gerbstoffe, Fette, Wasser, Cholin, Bitterstoffe u.a. Aus diesen Inhaltsstoffen ergibt sich die Anwendung bei Sekretionsstörungen im Magen – und Darmtrakt und bei daraus entstehenden Stoffwechselkrankheiten. Löwenzahn hat aber auch eine Wassertreibende Wirkung, wie aus der alten Bezeichnung, Herbn urinarine, hervorgeht. Die Volksheilkunde bedient sich des Löwenzahns heute noch mit Vorliebe zu den sogenannten Frühjahreskuren. Zur Gewinnung der Droge verwendet man die Wurzel und das Kraut. Nach Sammeln muss das Planzengut mit klarem Wasser gewaschen werden. Dann wird es auf einem Brett mit einem Messer fein geschnitten (wie man Petersillie schneidet) Das geschnittene Gut wird auf Papier ausgebreitet und unter täglichen Wenden an einem luftigen Platz getrocknet. Man wendet die Droge in Form eines Aufgusses an, indem man drei Eßlöffel der Droge mit einem halben iter kochendes Wasser übergießt und sie 15 Minuten ziehen läßt. Dann wird durchgesiebt und der so gewonnene Aufguß über den Tag verteilt getrunken.

Ut ole Tieden

Ut ole Tieden

Dor weer mol een Polizist op Pellworm, de heet Jan Meinert un hett ant Tilli wahnt. Hee scholl mol twee dänische Döschers, de hier wat utfreeten harn, nah Husum int Gefängnis bringen. De Reis gehn mit de Raddampfer „Pellworm“ los. Unnerwegs mehnt he to den Koptain: „Peter, moss man nich glieks anleegen in Husum, dat se nich wegloopen könn.“ Nu kem de Damper in Husum an. Unse Jan nehm de Hand an de Mütz un mellt mit luede Stimm : „Hülpsschandarm Jan Meinert von Pellworm mit twee Verbrekers to stell.“ De beiden Konstablers von de Wach gehn mit se aff. Jan kem na de Koptain un seg: “ Peter, wat schall ik nu mit mien Pistol mooken?“ He har ja noch sien Vorladerpistol – „Schall ik em afballern? Und denn langt he achter de Radkasten und schoot emm dol in de Hoben. „Hest dat hört, Peter, watt hett dat ballert!“ >Ja, meent Kotain Peteer „dat hett bannig ballert!“ „Ja, ik haar ja ock een beeten mehr indahn, dor wern ja ümmerhin twee Mann, de dor wegloopen künnen.“
Joh. Wilstermann Bericht nach Erzählung meines Vaters, dem Sohn des damaligen Kapitäns Peter Wilstermann.

Pellwormer Damm

Pellwormer Damm

In unterschiedlichen Abstanden wird in den Zeitungen über den geplanten Damm von Pellworm nach dem Festland berichtet. Wir finden einerseits Ausführungen darüber, warum, der Damm erforderlich ist; andererseits ist die Rede davon, daß ein Damm nicht gebaut werden dürfe, Ich will versuchen, einige Gesichtspunkte zu diesem Thema kurz zu erläutern. So lange man an der schleswig – holsteinischen Westküste Deiche gebaut hat, gibt es Dämme. Aus Chroniken und alten Karten ist bekannt, daß das gesamte Wattengebiet um Pellworm nördlich von Eiderstedt und bis zur Linie Westerhever Leuchtturm – Süderoogsand noch vor 1000 Jahren Festland gewesen ist. Seitdem brachen hier immer wieder Sturmfluten ein. Der Untergang Rungholts um 1362 und die Zerstörung von Altnordstrand 1631 sind die hervorragendsten Ereignisse; viele tausend Menschen und Tiere sind in den Katastrophenfluten ertrunken. Hier ist aus einem Priel, dem Fall’s Tief, die reißende Hever entstanden. Der Schicksalsstrom Nordfrieslands hat sich bis zu 50 m tief‘ und 2 km breit, in das alte Kulturland hineingestrudelt und dabei unentwegt Boden fortgeräumt. Diese auch heute noch andauernde Zerstörung des Watt- sockels – im Rummelloch und in der Siideraue finden ebenfalls solche Landverluste statt – konnte durch systematische Vergleichsmessungen nachgewiesen werden. Noch um die Jahrhundertwende war der Fußweg nach der Hamburger Hallig möglich. Als man 1906 den Damm vom Festland nach Nordstrand baute, um die erodierende Strömung um die Insel zu unterbinden, wurde der Wasser- weg durch das Pohnsley für die Wattschiffahrt gesperrt. Als Ausgleich hat man den Priel westlich der Hamburger Hallig so tief‘ ausgebaggert, daß die Schiffe hier nun auch bei niedrigen Wasserständen verkehren konnten. Die Folge dieser Maßnahme war, daß die Wasserscheide in 70 Jahren um fast 7000 m bis südlich Gröde verschoben worden ist. Der Ausräumungsvorgang wurde also durch einen künstlichen Eingriff in das natürliche Kräftespiel erheblich beschleunigt. Der säkulare Anstieg des Meeresspiegels um 25 – 30 cm in l00 Jahren sowie die örtlich und zeitlich sehr unterschiedlichen Tidehochwasser- und Tideniedrigwasser sind als die natürlichen hydrodynamischen Kräfte anzusehen. Die Erfahrungen mit Dämmen vom Festland zu den Inseln und den Halligen sowie die Auswertung umfangreicher Messungen der normalen und extremen Tideverhältnisse und großflächige Modellversuche haben gezeigt, daß man Priele und Wattströme durchaus bändigen kann und darf. Es kommt darauf an, die Stoßkraft des Meeres aufzufangen, indem man den Einzugsbereich abgrenzt und verkleinert. Eine großzügige Vordeichung nördlich von Nordstrand – mit dem Bau soll 1979 begonnen werden in Richtung auf den nach Osten drückenden Wattstrom allein wurde den Vorgang der Wattzerstörung noch mehr beschleunigen. Der Landverlust ist nur auf‘ den Watten bei hohler Ebbe sichtbar. Dann werden z.B. auf dem Bupheverwatt Kulturspuren aus den früheren Besiedlungsstufen freigelegt: Ackerfurchen, Reste von Häusern, Brunnen, Kirchen, Deiche und Siele tauchen ans dem Wasser auf. Der Pellwormer Damm ist aus vorstehenden Gründen Bestandteil des Generalplanes der Landesregierung Schleswig – Holstein „Deichverstärkung, Deichverkürzung und Küstenschutz“ von 1961 geworden. Er dient im weitesten Sinne der Landerhaltung und der Landschaftspflege. Bei der hier zu lösenden Aufgabe handelt es sich um eine klare Abgrenzung der Hever gegen die Süderaue. Das kann erreicht werden mit einem Damm, der etwa ein Meter über das mittlere Tidehochwasser hinausreicht. Bei Sturmfluten streicht das Wasser darüber hinweg : es entsteht kein Stau Eine Sturmflutfreie Landverbindung Landverbindungwürde sich ähnlich auf den Wasserstau auswirken wie der Hindenburgdamm. Wenn ein echtes Verkehrsbedürfnis vorhanden sein sollte oder sich entwickeln kann, um einen solchen Aufwand zu rechtfertigen, dann müßte der Damm mit einer Über- laufstrecke für den Wasseraustausch bei Sturmfluten hergestellt werden. Die Bedeichung des Bupheverkooges 1918 war nur deshalb vertretbar, weil man 2 km der Deichlänge dem inselseitigen Anschluß des Pellwormer Dammes zurechnete. Bei dem verständlichen Wunsch, das Wattenmeer als Naturlandschaft zu erhalten, hat man nun auch die Forderung angemeldet, den Bau von Deichen und Dämmen im Watt grundsätzlich zu unterbinden. Vor nicht langer Zeit hat man das gesamte nordfriesische Wattenmeer einschließlich der weiten Außensände zum Naturschutzgebiet erklärt. Es steht der Fischerei im begrenzten Maß zur Verfügung und bildet einen wichtigen Erholungsfaktor. Auf den Schiffsverkehr zu den Inseln und Halligen kann man nicht verzichten. Wegen der zum Teil sehr unterschiedlichen Interessen am Wattenmeer ist es notwendig, diese von Fall zu Fall abzustimmen, bevor eine Entscheidung gefällt wird. Ich halte die Lösung mit einem niedrigen Damm als Wattwasserscheide aus ökologischer und hydrologischer Sicht für vernünftig. Die Insel Pellworm wird dann mit ihren Vor- und Nachteilen der Randlage vor Sturmfluten und Menschenfluten geschützt bleiben.
Dr. Marcus Petersen

Mudder steiht ehrn Mann

Rückschau Theaterstück „Mudder steiht ehrn Mann“

Pettworm: Dat weer Lang her, dat de Husumer Speeldeet sick op Pellwarm sehn taten harr! Nu awers keem se mit „Mudder steiht ehrn Mann“ un hett de Pellwormer Gäste un de Inwahners een feine Awend makt, worto ock de Fürwehrkapell mit schneidige Musik bidragen hett.

Maria Lucht as Vörsittersch von de Ortskulturring begrötet all, de kamen weern, de Speeldeel to beläwen. Se freut sick, dat de Spälers sick de Mögde makt harrn, na hier to kamen as ock ower de vullbesette Frietiedschün. Dat weer schön, to wäten, dat dat Interesse, de Pläg un dat Biholn an unz‘ schöne plattdütsche Mundoart op Pellworm noch grotschräwen ward!

In een Tied, wor allns in de Fernsehkasten glupt, wor bald keener sick opraffen kann, sülm de grötste Schiet mit een Knoopdruck sick von de Hals to holn, weer disse Opföhrung een Beläwen! Schön weer dat, mal weiter een lebennige Laienbühne – un wat vör een! – vör sick to hem. Un alt de, de sick unse schöne Heimat mit all ehr Eegenheiten besunners verbunnen föhlt, hem weller eenmal mehr spört: Een Opföhrung in unse Mundoart de dorto noch in unse Gegend herinstellt is, is mit alt sien lötje Schlitzohrigkeiten un verbüdlichte Wohrheiten utdrucksrieke, de Modersprak weckt op de direkte Weg Geföhle un Empfindungen, as dat dör de Schriftsprak nich möglich is!
De SpeeldeeL stellt ehr Stück as en Ko-modi vör und ganz säker is dat een fröhlie Stück. awers doch mit väl sinnige un nahdenkern Partien. Un schult nich mennigeen, so in de dree Jungs un Aalheid, viellicht ock Opa Fock un – viellicht ock Lene Pott mit ehr Rappel – sick in de eene oder annere Aort wellerkennt hem? Awers ock so eenige plattdütsche Utdrücke harrn dat in sick: Tom Biespill, wenn eener unto-verlatt Snack von sick gifft un dat heet: Dat ward seggt, denn weiht dat weg -un denn is dat weg! (Wor gut weer dat mennigmal, wenn dat richdi so weer!) oder:
Wenn dat nu so is as dat nich is, denn is dat ock woll ganz anners! Oder awers, um op de nahdenkern Städen intogahn: Mitunner is dat Weenen ebenso schön as dat Lachen! Un noch eens hett sick bewohrheitet: Plattdütsche Theater kümmt nich bloots bi de an, de de Mundoart snackt, ock de hochdütsche“ Gäste hem sick köstlie amüseert!
Välen Dank an de Spälers, de ut Spaß an dat Theaterspäln sick op de Bühne stelln, ehr Frietied dorför hingäwen un so menni Unbill in Koop nähmen, um annern wat to freun to gäwen. Wor gut se ehr Saak makt harrn, bewiest de Applaus! Schön 13 dat för se un uns to wäten: .PLattdütsch Sprak un Oart lävtl«

Freizeithelfer auf Pellworm

Freizeithelfer auf Pellworm

»Die meisten Freizeithelfer gleichen sich doch wie ein Ei dem anderen «
Sicherlich haben Sie an den Stränden schon unsere Sonnenplakate gesehen und sich gefragt, wer wir eigentlich sind. – Nun ja, wir sind zwei Sozialpädagogik – Studentinnen, heißen Josie und Angelika und versuchen, auf Initiative des Arbeitskreises für Frei zeit und Erholung der evangelischen Landeskirche Schleswig – Holstein, – für Sie Alternativangebote an Ihrem Urlaubsort zu machen. – Vielleicht kennen Sie uns auch schon aus den Vorjahren… Falls wir auch Ihr Interesse geweckt haben sollten, schauen Sie doch einfach mal bei uns vorbei, wir freuen uns. Wo wir zu finden sind, entnehmen Sie bitte den Plakaten mit der Sonne. – Für Anregungen zur Programmgestaltung haben wir immer ein offenes Ohr.

Liebe Pellwormer und Gäste

Liebe Pellwormer, liebe Gäste und Freunde der Insel !

Dies ist die erste Ausgabe unserer „Pellwormer Insel Zeitung“ die ab jetzt monatlich erscheinen soll. Jetzt monatlich erscheinen soll. Erarbeitet und herausgegeben wird sie von einer Gruppe Erwachsener und Jugendlicher, die sich aus Interesse an geschichtlichen und aktuellen Belangen unserer Insel zu einem Arbeitskreis im Rahmen des „Studio Pellworm“ zusammengefunden haben. Nicht zuletzt ist ein weiteres Motiv zur Mitarbeit die Freude am Erstellen einer Zeitung selbst und die damit verbundenen Erfahrungen und Lernprozesse: Arbeit in der Gruppe, Auseinandersetzung mit der Gestaltung der Zeitung – Text, Schrift, Foto, Zeichnung.
Angestrebt wird eine offene Form des Arbeitskreises, so daß jedem, der Interesse hat an der Diskussion von Inhalten, am Schreiben selbst oder an grafischtechnischen Verfahren (z.B. Laborarbeit) die Möglichkeit offensteht, jederzeit auch kurzfristig mitzuwirken.

Wir haben unsere Zeitung mit dem Untertitel Kulturelles Monatsblatt versehen, um von vornherein unsere inhaltlichen Absichten zu verdeutlichen. Wir wollten eine Monatszeitung entwickeln, die ganz speziell dem Informationsbedürfnis nach geschichtlichen und aktuellen Fragestellungen dieser Insel nachkommt. Die Erfahrung- unserer eigenen Informationsbedürfnisse- und Lücken, erörtert in vielen Gesprächen mit Pellwormern und Gästen, bestärken uns in dem Vorhaben, gefundenes geschichtliches Material und aktuelle Diskussionen heutiger Inselproblematik einer breiten Pellwormwer Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir haben erfahren, daß viele Pellwormer und Freunde der Landschaft sehr interessiert daran sind, mehr über ihre eigene Insel in Erfahrung zu bringen, daß andererseits gerade ältere Einheimische einen Wissensschatz an geschichtlichen und sozialen Hintergründen und Begebenheiten besitzen, der gesammelt werden sollte.

Unsere Zeitung gliedert sich darum in zwei Hauptbereiche: eigenen historischen und einen aktuellen Teil. Der historische Teil soll monatlich ein ganz bestimmtes Thema (Juli – Ausgabe : Die Eindeichung der Bupheverkooges) behandeln, so daß im laufe der Zeit eine Sammlung historischer Informationen über verschiedenste Bereiche des Insellebens entsteht. Wahre und halbwahre Döntjes, die hier auf der Insel erzählt werden, sollen dabei nicht fehlen.
Der aktuelle Teil der Zeitung behandelt ebenfalls in jeder Ausgabe ein Hauptthema (Juli – Ausgabe : Der geplante Dammmbau), dem weitere Themenbereiche zugeordnet werden, wie: Ankündigungen, Vor- und Nachbesprechungen von Veranstaltungen, Informationen aus dem Bereich Landwirtschaft, aus dem kirchlichen Bereich, aus dem Vereinsleben, über hiesige Pflanzen und Tierwelt, über das künstlerische und das kunsthandwerkliche Schaffen auf der Insel.
Ein weiterer fester Textanteil unserer Zeitung soll die monatliche Grafik sein. Wir möchten hiermit Pellwormern und Gästen die Möglichkeit geben und zunächst einmal Mut machen, ihre eigenen gestalterischen Fähigkeiten zu entdecken. Jeder, gleich welcher Altersstufe, der Lust dazu hat, eine Zeichnung oder eine Fotografie bei uns vorbeizubringen oder zu schicken, sollte sich nicht scheuen, dies zu tun. Unser Arbeitskreis wird die monatliche Grafik auswählen, die übrigen Arbeiten werden im Rahmen des „Studios“ ausgestellt.
Die äußere Gestaltung unserer Zeitung sollte dazu anregen, sie zeitweilig durchaus als Poster zu verwenden. Wir haben versucht, den Preis der Zeitung so zu kalkulieren, daß sie sich selbst trägt. Verkauft wird sie in Pellwormer Geschäften und als Abonnement. (bitte beachten Sie den Abonnement – Bestellzettel)
Schauen Sie sich unsere erste Ausgabe an, und wenn sie Lust haben, schreib Sie uns. Wir freuen uns wenn wir positive oder negative Resonanz erfahren. Die nächste Ausgabe wird auch eine Leserecke enthalten, in der Sie Ihre Meinung über die Zeitung oder bestimmte Artikel aussprechen können oder auch die Möglichkeit erhalten, sonstige allgemein interessante Beträge zu liefern. Ihr Arbeitskreis „Pellwormer – Inselzeitung