Der TSV braucht einen neuen Vorsitzenden

Der TSV braucht einen neuen Vorsitzenden

Der TSV ohne Hein Jordt? – Für viele ist das sicher gar nicht mehr vorstellbar. Nun, er bleibt dem Verein weiterhin als Riegenleiter treu, der Motor des Ganzen jedoch wird er nicht mehr sein. Er will es nicht mehr sein – und jeder, derweiß, wie Hein die Arbeiten eines Vorsitzenden und Leiters verschiede-ner Riegen auffaßte, kann seinen Entschluß verstehen. Er war buchstäblich Tag für Tag für, den Verein im Einsatz. Von den 7 Abenden, die eine Woche hat, war er allein 3 Abende in der Turnhalle oder auf dem Sportplatz. Und im Sommer stand er auch noch jeden Sonntagmorgen Punkt halb neun auf der Matte, bzw. auf dem Fußballplatz. ,Nebenbei‘ organisierte er so ziemlich im Alleingang sämtliche Sommerveranstaltungen des TSV – und derer gibt es viele. Man denke nur an die Fußball-spiele Aktion Sorgenkind‘, die Sportfeste, die Langläufe. Und Hein Jordt istj jemand, der jede Sache, die er anpackt, gründlich macht, mit dem Anspruch vollsten Engagements.
Das hat natürlich Konsequenzen, zunächst einmal rein persönlicher Art. Es gibt schließlich noch mehr Dinge als den TSV, die, gepflegt‘ werden wollen, – und das ist bei Hein neben seiner Tätigkeit als, Geschäftsmann der Anspruch auf künstle-risch/ kunsthandwerklichem Sektor voranzukommen. Hein hat im letzten Jahr begonnen, Ausstellungen auf dem Festland zu machen, und er möchte sich endlich diesem Bereich verstärkt widmen können. Das aber ist nicht möglich, wenn er weiterhin mit solcher Ausschließlichkeit für den TSV im Einsatz ist wie bisher. Man mag ein solches Engagement für einen Verein Idealismus nennen, doch hat eben dieser Idealis-mus seine Schattenseiten, wie man sieht. Und -selbst der Dank des Vaterlandes ist nicht gewiß – zumindest nicht immer. Denn wer viel allein macht (oder machen muß), ist vor Kritik nicht gefeit.
Allen aus dem Herzen gesprochen waren jedoch die Dankes-worte, die Lucie Carstens im Namen des Vereins auf der letzten Vorstandssitzung am 22. Januar 79 an Hein Jordt richtete. Jeder weiß, daß dieser Dank für den engagierten Einsatz nicht nur forrnelhafte ,leere‘ Worte sind, sondern dahinter die Erfahrung steht, daß hier wirklich jemand „unermüdlich“ für den Verein gewirkt hat. Als äußere Forrn des Dankes wurde ein Präsent überreicht.
Die Frage, wie es nun weitergeht, stand natürlich im Mittel-punkt dieser Vorstandssitzung. Lucie, Carstens – übrigens nun bald seit 20 Jahren aktives Vorstandsmitglied – erklärte sich im letzten Herbst bereit, den Vorsitz bis zu den Neuwahlen zu übernehmen. Diese finden auf der Jahreshauptversamm-lung am19. Märzstatt. (UmsehrregeTeilnahmewirdgebeten!) Bei einer Diskussion der Aufgabenbereiche des 1. Vorsitzen-den wurde allen Sitzungsteilnehmern deutlich, daß es auch machbar sein müßte, ohne den immensen Arbeitsanfall, wie Hein ihn bewältigte, auszukommen – durch Mitarbeit vieler. Die rationelle Verteilung der Aufgabenbereiche sollte eine der wichtigsten Aufgaben des 1. Vorsitzenden‘ sein. Verantwort-lich für die Durchführung bestimmter Veranstaltungen muß nicht der 1. Vorsitzende sein, dies kann genauso gut delegiert Werden. Der Vorteil einer solchen Vereinsorganisation liegt auf der Hand: die Mitglieder werden aktiviert, für ihren‘ Verein mehr zu tun, wenn sie Verantwortung übernehmen können; gleichzeitig wird der 1. Vorsitzende entlastet. Auch diese Auf-gabenverteilung soll auf der Jahreshauptversammlung vorge-nommen werden.
PS. Zwei wichtige Termine für TSV-Mitglieder und Freunde: Montag, den 19. März Jahreshauptversammlung in der ,Hooger Fähre‘ Samstag, den 24. März (nachmittags) Schauturnen in der Turnhalle (die einzelnen Sparten zeigen Ausschnitte ihrer Arbeit im Verein).

PS: Leider erschien die PIZ wieder viel zu spät! Inzwischen ist die Jahreshauptversammlung über die Bühne gegangen. Wir werden in der nächsten PIZ näher darauf eingehen. Nur eines vorweg: der 1. Vorsitzende des TSV heißt Karl-Heinz Sibbert.

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