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Günter Skrodzki

Günter Skrodzki

Ende September waren für einige Tage die Maler Günter Skrodzki und Bruno Kirstein auf Pellworm. Günter Skrodzki, der seit 1960 mehr als 1800 Werke schuf, hat neben seinen Plastiken und Ölbildern für Aquarelle eine besondere Vorliebe. Obwohl er im gegenst.Inds losen Expres-sionismus ausgebildet wurde, verfolgt er seit Jahren konse-quent eine eigene Linie, die er selbst als zeitlos, gegenständ-lich und absolut bezeichnet. Neben ständigen Ausstellungen in der Galerie Malkate in Sahrendorf/Norderheide und in der Galerie Wilsede im Naturschutzpark Lüneburger Heide wurden Skrodzkis Arbeiten in den letzten Jahren u.a. in Essen, Hamburg, Hannover, Frankfurt, Kiel und Berlin ausgestellt. 1975 konnte er den lwerschen Hof in Hattstedt erwerben. Dort wurde ein Lebenstraum verwirklicht. Wohnung, Werkstatt, Galerie mit einer Austellungsfläche von neuerdings 400 qm und ein Cafä zur Entspannung der Besucher wurde unter einem Reetdach vereinigt. Bruno Kirstein wurde 1939 in Königsberg geboren und wuchs in Niedersachsen auf. Nach dem Studium derArchitek-tur arbeitete er u.a. alsBauingenieur. Doch bald befriedigte ihn dieseArbeit nichtmehr, daersichzu seh * ranpassen mußte. Seit 8 Jahren arbeitet er nun als freier Maler. Ähnlich wie Skrodzki beschäftigt er sich vor allem mit Ölbildern und Aquarellen. Auch er besitzt eine eigene Galerie, einen Haubarg in Eider-stedt, in dem er eigene Arbeiten ausstellt. Beide Maler arbeiten hauptsächlich in Norddeutschland und reisen so auch oft auf den Inseln und Halligen herum. Als Hauptgrund dafür gaben sie die günstigen Lichtverhältnisse durch die Reflektion des Wassers an. Das Motiv ist also nicht die Hauptsache. Der Maler versuchte Landschaften.für sich zu verarbeiten. Besonders betonten Skrodzki und Kirstein, daß die Gesell-schaft sich mehr um ihre Künstler bemühen sollte und sie risicht als Außenseiter, „Verrückte“ oder Spinner abstempeln sollte. Günter Skrodzki in seinen Atelier

Apropos Gitarrenkurse

Apropos Gitarrenkurse

Beim Studio ist in letzter Zeit sehr oft angefragt worden, ob es auch dieses Jahr wieder Gitarrenkurse gibt. Ja, es gibt sie! Gert Alsleben, der Kursleiter, wird auch dieses Jahr wieder seine Sommerferien im Studio verbringen und den Pellwormern (oder Gästen) das Gitarrespielen nahe bringen. Da er aber schon im letzten Jahr wegen des großen Andrangs so viele Kurse laufen lassen mußte, daß von seinen Ferien kaum noch etwas übrigblieb, möchte er dieses Jahr zumindest den Anfän-gerkurs begrenzen, weil es sonst mit der ständig wachsenden Anzahl von Fortgeschrittenenkursen zuviel wird. Also: es findet diesmal nur 1 Anfängerkurs statt, Teilnehmerzahl höchstens 6. Da dafür schon einige Anmeldungen vorliegen, wäre es ratsam, sich möglichst schnell zu überlegen, ob man diesen Sommer Gitarre lernen will. Außerdem gibt es für die Anfänger des letzten Jahres natürlich Fortgeschrittenenkurse (F1) und für die Fortgeschrittenen des letzten Jahres weitere F2-Kurse. Wann die Kurse stattfinden, ist noch nicht ganz sicher, jedoch höchstwahrscheinlich in derZeitvom 23. Juli bis ca. 30. August. Zu unserem Bild auf der Rückseite

25 Jahre Autovermietung Heini Mextorf auf Pellworm

25 Jahre Autovermietung Heini Mextorf auf Pellworm

Heini Mextorf wurde am 21. Januar 1931 als Sohn von Heinrich Mextorf an der Westermühle auf Pellworm geboren. Nach Ent-lassung aus der Schule arbeitete er 8 Jahre lang in der Landwirtschaft. Im Jahr& 1953 übernahm er die Autovermie-tung von Martin Petersen am Parlament und führte sie bis heute weiter. Am 15. April 1955 heiratete er seine Dotje geb. Nico-laisen, Tocher von Arthur Nicolaisen, der lange Jahre bei der Post war. – Bei seinem Vater an der Westermühle wurde ausgebaut und da wurde denn auch der Betrieb gemacht.1962 kaufte er das Haus von Fräulein Maria Knudsen am Moor-damm. Da im Laufe derJ ahre die Wohnung zu klein war, wurde aus- und angebaut, Werkstatt und Garage für 2 VW-Busse und ein Tieflader für Frachtfahrten. Den zweiten VW-Bus fährt immer noch der Vater, oder wie man sagt „de oole Heini“. Nun auch schon über 20 Jahre. Mit seinen 75 Jahren fühlt er sich noch immer ganz schön fit und wünschen wir auch weiterhin, das die Gesundheit mitmacht. Es sind immerhin die Fähren zu bedienen und die Fahrten mit Kranken zum Arzt müssen auch weitergehen. So ist es nicht verwunderlich von einem echten Familienbe-trieb zu sprechen, wenn man bedenkt, daß sowohl die Mutter das Telefon an der Westermühle bedient und Dotje auch immer auf dem Posten sein muß, die telefonischen Wünsche anzu-nehmen. Vier Kinder haben die Mextorfs und da sind zwei schon aus der Schule und stehen im Beruf. An Wochenenden hilft der Sohn Hans Heinrich gerne seinem Vater beim Busfahren, um ihn zu entlasten. Die Pellwormer Inselzeitung wünscht der Familie Mextorf und auch den Eitern an der Westermühle weiterhin gute Fahrt und daß sie noch lange ihre Autovermietung auf der lnsel aufrecht- erhalten können.

F. P.

Der Turmfalke von der Alten Kirche

Der Turmfalke von der Alten Kirche

In „Gottes Zeigefinger“, dem Turm der Alten Kirche von Peltworm, brüten seit vielen Jahren Turmfalken. Manchmal sieht man sie: mit schlankem Leib, langen, spitzen Flügeln und langem, schmalem Schwanz fliegen sie mit schnellen, flachen Flügelschlägen dahin. Sie „stehen“ rüttelnd über Wiesen, hocken auf Zaunpfählen und Telegrafenmasten und stürzen sich aus vollem Fluge auf ihre Opfer. Siet öten ihre Beute nicht mit den Fängen, wie die anderen Greife, sondern durch einen blitzschnellen Schnabelhieb. Sie sind kleiner, als man denkt: selbst die etwas größeren Weibchen werden kaum über34 cm lang.

Auf Pellworm sind die Turmfalken die einzigen ständigen Vertreter der Greife, jener Ordnung der Vögel, die man früher fälschlicherweise Raubvögel nannte und als eine Meute grau-samer Mörder ansah. (Vom Raub, verstanden als dem Töten und Fressen von Tiefen, ernähren sich genauso Störche, Kraniche, Möwen, Seeschwalben usw., und dazu der größte Teil der Singvögel bis hin zur Nachtigall). Man erzählte die unglaublichsten Schauergeschichten von den Greifvögeln, vom Hühner- bis zum Kinderraub. Man schoß blind auf alles, was größer als eine Taube war, schmückte Wohnstuben und Stammtische mit jenen ausgestopften Staubfängern, gab sich als kühner Adlerjäger. So starben viele Greife aus, viele sind nur noch in geringer Zahl und vom Aussterben bedroht anzutreffen. Nur ein paar beson-ders anpassungsfähige Arten, wie die Mäusebussarde und Turmfalken, konnten in nennenswerter Zahl überleben.

Heute weiß man, daß Greife nicht schreckliche Schädlinge sind, sondern zu den wichtigen und unersetzbaren Gliedern im natürlichen Kreislauf gehören. Die Beutetiere von Mäuse-bussarden und Turmfalken z.B. besteht zu 95 % aus Feldmäu-sen. Der Wegfall der Greife bewirkte Mäuse- und Rattenpla-gen, Seuchen und Krankheitsbefall in sämtlichen Kleintierbe-ständen. Allzu oft kann der Mensch diese Folgen seines Handelns nicht meistern. Erst sehr spät, für viele Greife zu spät, erkannte man ihre notwendige Rolle im Naturhaushalt. Heute sind alle Greifvögel geschützt, aber schon gibt es Leute, die, wo sich Bestände etwas erholt haben, wieder Jagdzeiten einfüh-ren wollen (so beantragt und fast geschehen in Bayern). Doch zurück zu den Turmfalken: Auch letztes Jahr brüteten zwei Paare im Turm der Alten Kirche. Im Juli fand Pastor Hölzner bei der Kirche einen einjährigen Falken, der auf der rechten Seite gelähmt schien Und sich nur noch hüpfend fort-bewegen konnte. Der Vogel war vermutlich gegen eine Tele-grafenleitung geflogen. Er brachte ihn zu uns in die Schutz-station, da wir, soweit möglich, verletzte Vögel aufnehmen und zu pflegen versuchen. Wir ließen den jungen Falken vom Tierarzt untersuchen: Knochenbrücke oder andere ernsthafte Verletzungen lagen nicht vor. Solange wir keine bessere Bleibe für ihn fanden, brachten wir ihn in unsere alte Voiiere, aus derer jedoch zweimal entschlüpfte. Beide Male wurde er von eifrigen Feriengästen wiedergebracht. Wir stellten Mäusefallen auf und versuchten unseren Patienten mit Hackfleisch und Leber möglichst vielseitig zu ernähren.

Vor einem Grünfinken, der sich zufällig in die Voliere verirrt hatte, zeigte sich unser Falke allerdings so ängstlich, daß er ,verschreckt in die andere Ecke flatterte. Langsam ging die Lähmung zurück, und der Falke wurde so zutraulich, daß er ruhig auf der Hand (die allerdings durch einen gefütterten Lederhandschuh geschützt war) saß und sich füttern ließ. Dann erfuhren wir von dem Wildpark Eekholt bei Segeberg, wo eine Aufzuchtstätte für junge und verletzte Greifvögel ist. In einem dunklen Kasten (um ihn vor allen unnötigen Reizen zu schützen) brachten wir den Falken dann nach zwei Monaten im Auto dorthin. Es wurde uns schwer, ihn fortzugeben, er war ein wundervolles Tier und wir hatten uns schon fast an ihn gewöhnt. Der Vogel war nun fast ganz geheilt und mußte nur noch ausgewildert werden, eine Arbeit, die nur ein Fachmann durchführen kann. Ich habe unseren Falken jetzt besucht, er ist wohlauf. Ich hoffe nur, daß er nicht, wie man mir sagte gezähmt und abgerichtet werden soll, sondern zurück in die freie Wildbahn darf, um auf Feldern und Wiesen wie seine Eltern jagen zu können.

Herman Schuppe

Schiff in Not!

Schiff in Not!

Schiff in Not! Solange Schiffe fahren, muß es Rettungsboote geben, die auf den Ruf „Mayday“ oder „Schiff in Not“ auslaufen, ungeachtet der eigenen Gefahr! Die Männer in den Rettunqsbooten wagen immer wieder ihr Leben! Unsere Sache aber ist es, dafür zu sorgen, daß sie über geeignete Rettungsmittel ver-fügen, die ihnen selbst Sicherheit und ihrem Einsatz Aussicht auf Erfolg bieten. Samariter in Ölzeug kann man die Männer nennen, die in den 112 Jahren des Bestehens der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger bis Ende 1977 insgesamt 34.540 Menschen aus Seenot gerettet haben, davon 5.404 Ausländer. Die be-kanntesten Rettungskreuzer in der Nordsee seien hiermit nun kurz aufgezählt: von Nordstrand: Seenotrettungsboot „HINDENBURG“, mit einer Stammbesatzung von 3 Mann; von Helgoland-. See-notkreuzer „ADOLF BERNPOHL“ mit einer Stamm-besatzung von 6 Mann; von Amrum: Seenotkreuzer “ RUHR-STAHL“ mit einer Stammbesatzung von 4 Mann« Seeposition „Deutsche Bucht“ Seenotkreu-zer „AERMANN-RITTER“ mit einer Stammbesatzung von 10 Mann.

Kontrollfahrten der Rettungsboote spielen eine besonders wichtige Rolle, denn sie ermögtichen es den Besatzungen, den Seeverkehr „vor Ort“ zu beobachten und in kritischen Situatio-nen unmittelbar Rat und Hilfe anzubieten.Tatsächlich konnten im abgelaufenen Jahr auf diese Weise im Verlauf von insge-samt 1.102 Kontrollfahrten zahlreiche Seenotfälle sozusagen „im Keime“ erstickt werden. Unser Rettungskreuzer, die „Hindenburg“ macht unter anderem auch Krankentransporte von Pellworm nach Nord-strand z. B. wenn zu gegebener Zeit keine Fährverbindung besteht und ein dringender Fall vorliegt. Ich erinnere mich an einen Fall, der dieses Jahr im Sommer passierte. Es war Sonntagmorgen und ablaufend Wasser. Von unserem Arzt wurde bei einem jungen Mann „akute Blinddarm-entzündung“ festgestellt! Tja, was tun, es fuhr keine Fähre und nun wurde die „Hinden-burg“ gerufen, der Rettungskreuzer kam, konnte aber nicht ganz in den Hafen gelangen wegen Niedrigwasser, also wurde der dringend zu Operierende mit dem Schlauchboot zur „Hindenburg“ gebracht und das auch nur unter Schwierig-keiten, da man wirklich im „Schlick“ des Hafens Mühe hatte, wieder herauszukommen. Es ging aber alles glatt und der junge Mann kam dann auf dem schnellsten Weg ins Kranken-haus. Aber nun noch etwas für „Ängstliche“, sollte es wirklich in ganz eiligen Fällen, nicht über den Wasserweg möglich sein schnellste Rettung zu erreichen, dann geht man in die“Luft“. Denn dann wird der“Rettungshubschrauber“ eingesetzt, und man fliegt in das nächst mögliche Krankenhaus. Also „Rettung“ in jeder Situation! Nun ein dramatisches Beispiel: Quellennachweis Jahrbuch SBG

Am 28. Oktober 1977 gegen 20 Uhr strandete im Lister Land-tief der Fischkutter „Seeschwalbe“ und ging verloren. Der Unfall war darauf zurückzuführen, daß der Kutter bei zu starker Dünung durch ein Gebiet geführt wurde, in dem starke Bran-dung herrschte, wobei überkommende See die Luken Abdec-kung wegriß und u.a. den Maschinenraum füllte, so daß der Kutter manöverierunfähig wurde, da die Maschine ausfiel. Die Maßnahmen nachdem Unfall bedurften keinerErörterung. Die Rettungsmaßnahmen des Seenotrettungskreuzers „H.J. Krat-schke“ verdienen Anerkennung. – Quellennachweis Jahr-buch BGzRS. Denn zur gleichen Zeit empfängt der Seenot-kreuzer über Ukw -„Mayday Fischkutter „Seeschwalbe“. Die Männer versuchten vergeblich über Funk, die Position des Fischkutters auszumachen. Der Rettungskreuzer „H.J. Kratschke“ nimmt daraufhin Kurs durch das Lister Tief zum Weststrand der Insel. An diesem Freitag hatte der steife Südwestwind ständig an Stärke zugenommen. Um 20 Uhr 15 steckte das Rettungsboot seine „Nase“ in die offene See und die schwere Brandung stemmt sich, dem mit äußerster Kraft laufendem Schiff, entgegen. – Unterdessen – es ist 20 Uhr 35 – hat „H.J. Kratschke“ die Außenbarre erreicht. Mit Suchscheinwerfern wurdeAusschau gehalten.

Da, die Außenbarre, wildbewegt die Grundseen, und mitten-drin der Fischkutter! Im grellen Licht der Scheinwerfer sehen die Rettungsmänner 2 Personen, die sich an den Mast klam-mern. Unentwegt schlagen hohe Brecher über Deck und die Menschen auf dem Wrack. Während Stück für Stück des Fischkutters vonden Grundseen zerschlagen wird, kommen die Rettungsmänner bis auf Armlänge an das Wrack, und diese Sekunde gilt es zu nutzen. Mit festem Griff packen die Männer die Schiffbrüchigen und zerren sie an Bord des Rettungsbootes. Nur fünf Minuten währte derAnlauf, doch Rettern wie Gerettete zAich net sich die Anspannung dieser Augenblicke im Gesicht ab. Ein dritter Mann vom Fischkutter hatte versucht, schwimmend den Strand zu erreichen. Durch Einsatz eines Hubschraubers, wurde jedoch auch der dritte Mann geborgen, zwar ziemlich erschöpft aber sonst wohlbehalten. Wieder einmal Dank an die Lebensrettungsgesellschaft. So oder ähnlich sieht der Alltag (der zur Routine wird) mit der Gefahr aus.

Immer noch sagen die Kapitäne der Rettungskreuzer, das vor allem bei den Yachten fehlende Kenntnis und Mangel an Erfah-rung vieleGefahrenheraufbeschwören,oderdieWattwande-rer, die einfach drauflos laufen, ohne sich bewußt zu werden, welchen Gefahren sie sich aussetzen. Deshalbnehmen sieden Ratschlag unserer Rettungsmannschaften ruhig an, solltensie sich nicht mit den Gezeiten auskennen, dann beauftragen sie lieber einen kundigen Wattführer, mit ihnen übers Watt zu laufen. Sollten sie also in Zukunft einem dieser Schiffchen begeg-nen oder gegenüberstehen, dann denken sie doch bitte daran, auch Groschen tragen zur Hilfe bei, da sich die Seenotret-tungsgesellschaft ganz alleine trägt. Hier auf Pellworm wurde durch die Leerung der Sammelschiffchen (durch einen ehrenamtlichen Mitarbeiter) dieses Jahr eine Spenden- und Bei-tragssumme von insgesamt 3.472,90 DM erzielt. Und, ob Binnenländer oder an der See lebenden Menschen, von Ihnen allen sollte diese Arbeit als anerkennend belohnt werden. Wer weiß? Vielleicht ist man selber irgendwann der Nächste, der diese Hilfe dringend benötigt. Vielleicht gerade jetzt zur Winterzeit sollte man all-gemein mal an alle Menschen denken, die nicht im Kreise ihrer Familie sein können, sondern für Menschen dasein müssen, die dringend Hilfe brauchen.

K.M.

Die Jahreswende – aus „Studio Sicht“ –

Die Jahreswende – aus „Studio Sicht“ –

Buchstäblich in den Schnee gefallen sind viele Veranstaltungen, die das Studio über Weihnachten/Neujahr anbot. Die „besinnlich-heiteren Abende“, in der letzten PIZ angekündigt, fanden nur zweimal statt, nein, dreimal, rechnet man das gelungene Weihnachtskonzert in der Alten Kirche dazu. Die statt gefundenen Veranstaltungen waren dafür aber auch ganz besonders „besinnlich-heiter“. Daß es auf Pellworm möglich ist, innerhalb von drei Tagen zwei Klassische Gitarrenabende zu veranstalten, die gut besucht sind – das spricht entweder für das hohe Können der Gitarri-sten, oder aber für das Aufgeschlossen sein unserer Pellwor-mer und Gäste. Siche trifft beides zu. Das Gitarrenduo Norbert Dams und Tilmann Purrucker in der weihnachtlich ge-schmückten Alten Kirchezu erleben, war ein ganz besonderer Genuß. PIZ-Leser und Studio-Besucher kennen Norbert und Tilmann schon aus früheren Konzerten – wir, ersparen uns darum weitere lobende Kritiken! Nur ein Wort aus Laiensicht: das Konzert in der Alten Kirche war das absolut beste, was wir von euch gehört haben, Norbert und Tirmann! Es war wirklich „einsame Spitze“! Gelockerter ging es 2 Tage später beim „Gitarren-Workshop“-Abend im Studio zu. Draußen deutete sich das kommende Unwetter bereits mit Sturmböen an. Frierende Besucher strömten ins Studio, kuschelten sich in die Sofas und wurden langsam mit Punsch und Pharisäer wieder warm (das Studio hatte 1 Woche lang eine Konzession für derlei Alkoholika). Nachdem sich die letzten Fahrradfahrer durch den Sturm zum warmen Studio durchgekämpft hatten, begann der Abend mit etwas Verspätung. Die drei Gitarristen (Norbert, Tilmann und Bernard Hebb) machten sich den Zuschauern zunächst etwas vertraut, erzählten von sich, ihren Instrumenten und den Werken, die sie spielten. In dieser gelockerten Atmosphäre begann dann eine wirkliche musikalische Kostbarkeit: klassi-sche Werke, bearbeitet für drei Gitarren. Ein Gitarren-Triogibt es in der Musikszene sonst kaum, (n ur2 Trios existieren) somit boten Norbert, Tilmann und Bernard hier ausgereifte Pionier-arbeit. Nicht enden wollender Beifall veranlaßte die *Künstler zu improvisierten Zugaben, solo, im Duo oder Trio. Jazzimpro-visationen lösten sich ab mit Improvisationen bekannter Themen aus Pop und Klassik. Den Abschluß bildete auf Zuschauerwunsch das wohl schönste Trio – Stück des Abends: Händels „Sarabande“. Einige gemütliche Stunden saß man noch beim Klönschnack zusammen, dann ging’s durch Wind und Wetter wieder nach Haus. Da hatten es die fast 80 Studiobesucher des Abends vorher etwas besser: Sie konnten nach Pellworm-Tonbildschau und Klönschnack noch relativ unbehelligt nach Hause kommen. Glück hatten aber auch unsere3 Gitarristen und ihre Begleite-rinnen. Sie fuhren trotz Sturmwarnung und Schnee noch am 29. Dezember morgens mit der letzten Fähre zum Festland kamen – wenn auch erst spät abends – noch heil zu Hausean. Ana Fonell und Johannes Conen indessen, die am 29. Dezem-ber abends im Studio auftreten wollten, erreichten an diesem Abend nur noch Husum, nach erschöpfender Irrfahrt. Sie saßen während der ganzen nächsten Woche in einem Husumer Hotel fest – eine nicht nur bedauerliche, sondern auch für alle Beteiligte recht kostspielige Angelegenheit. Und obwohl das Studio am Abend des 29. fast schon völlig eingeschneit war, trafen ca. 20 Unentwegte doch noch zum Konzert hier ein -verschneit und natürlich mit ihren Autos in der nächsten Schneewehe festsitzend, enttäuscht, daß nun alle Mühen umsonst waren und kein Chansonabend stattfand. Für alle, die auf Ana und Johannes gewartet haben – beide haben versichert, trotz aller bösen Erfahrungen im Sommer noch einen Versuch zu starten, Pellworm zu erreichen! Nun, die fest-sitzenden Autos konnten im Laufe des Abends noch dank eines hilfsbereiten Treckerbesitzers, Ernst Clausen jun., aus den Schneewehen gezogen werden – das heißt, eines steht heute noch auf dem Studio-Hof – die Besitzer habenam6.Januarmit fast allen anderen Gästen per Hubschrauber die Insel verlassen. Ab 30. Dezember gab es dann zum Großen Norderkoog gar kein Durchkommen mehr. Die einzigen Studio-Besucher waren unsere unentwegten Kreativ-Urlauber, die über Weih-nachten hier einen „Mal-Urlaub“ machten. Sie marschierten selbst am Silvesterabend durch Sturm/ Schneeböen über meterhohe Schneewehen durch eine nicht wiederzuerkennende Pellwormer Landschaft vom Hafen zum Studio, um hier Silvester zu feiern. Nun, und ab Neujahr dachte man gar nicht mehr an Veranstaltungen – da hieß es schaufeln, schaufeln, schaufeln. Eine denkwürdige Jahreswende!

G.S.

Jahreswende 78/79 auf Pellworm Eindrücke, gesammelt aus Gesprächen mit Gästen

Jahreswende 78/79 auf Pellworm Eindrücke, gesammelt aus Gesprächen mit Gästen

Etwa 500 Urlauber verbrachten die Schnee-Jahreswende auf der Insel, vorwiegend junge Leute und Familien mit kleinen Kindern. Daß die Insel so voller Gäste war, sah man eigentlich erst bei ihrem Abflug. Das Pellwormer Kurzentrum glich einem internationalen Flughafen. Eingeschneit hatten die meisten von ihnen das denkwürdige letzte Wochenende des Jahres 78 verbracht. Viele waren erst nach Heiligabend gekommen, und da dann ja schon sehr bald das Unwetter einbrach, haben viele von ihnen außer ihrem Haus kaum etwas von Pellworm gesehen. Aber gerade das Erlebnis des Abgeschlossen seins bestärkte auch viele in ihrem Entschluß, im Sommer wiederzukommen, das wurde uns von verschiedenen Seiten versichert. Manchem ist der Traum von der „einsamen Insel“ aber wohl doch zu einem Alptraum geworden. Das Gefühl, nicht mehr weg zu können, löste bei dem einen oder anderen eine gewisse Panik aus, die so gar nicht zu der märchenhaft schönen Landschaft, die Pellworm nach Neujahr bot, zu passen schien. Selbst Leute, die kein unaufschiebbares Geschäft nach Haus rief oder die sich nicht aus finanziellen Gründen Sorgen machen mußten, verspürten allmählich Nervosität. Pläne wurden gemacht, wie man trotz eingestellten Fährbetriebes und Fahrverbot die lnsel auf schnellstem Wege verlassen könnte. Wohin und wann flog ein Flugzeug, welche Zugverbindung funktionierte noch, was geschah mit den PKW’s ? Kurverwaltung, Amt und Polizei mußten sich oft bis in die Nacht (ehrlich) um Anrufer kümmern. Das Gefühl des Eingeschlossen seins, der absoluten Trennung von der Außenwelt, den Pellwormern vertraut, war für manchen fast doch recht neu und psychisch schwer zu verkraften. Aber auch die andere Seite gab es: das sehr starke Gefühl, mit dazuzugehören, erwachsen durch den allgemeinen Notstand. Der Kontakt zwischen Pellwormern und Gästen, sonst zeitweise doch recht locker, war inniger. Nachdem man das Haus wieder verlassen konnte, ging man gemeinsam ans Schaufeln Gespräche ergaben sich von selbst, Gespräche mit Leuten, die man nie zuvor gesehen hatte.

Jahreswende 78/79 auf Pellworm Eindrücke, gesammelt aus Gesprächen mit Gästen Vielfach beklagt wurde jedoch ein allgemeiner Informations-rückstand. Niemand wußte so recht, wann kommt ein Flug-zeug, wer kann mitfliegen, gibt es einen Hubschraubereinsatz, warum mußte man 100 DM für einen Flug hinblättern, warum flogen andererseits zufällig am Flugplatz stehende Gäste billiger, warum waren die Hubschrauberflüge kostenlos. Es gab Gäste, die am 5. Januar um 14.00 Uhr für teures Geld mit dem Westküstenflug abflogen, ab 16.00 Uhr wurden aber schon Nummern für die kostenlosen Hubschrauberflüge des nächsten Tages verteilt. Warum wurden die nicht benutzten Personenfährkarten der abfliegenden Gäste entwertet, wenn doch jeder – auch ohne Fährfahrschein – mit fliegen konnte. Warum wurde von der Gemeinde bzw. Kurverwaltung nicht be-kannt gegeben, daß ab Nordstrand nach dem Hubschrauber-flug PKW-Konvois zusammengestellt wurden? Manch Gast hat sein Auto auf Nordstrand stehen lassen, da ihm nur aus den Nachrichten das allgemeine Fahrverbot im Bereich Husum bekannt war. Warum sind andererseits PKW-Besitzer, nicht zusammen ausgeflogen worden, so daß sie nicht stundenlang auf Nordstrand auf die Zusammenstellung des Konvois warten mußten? Insgesamt gut geklappt hat ansonsten der Abflugder 360 Gäste am 6. Januar vom Kurzentrum. Man wardoch recht erleichtert, als man sah, wie schnell und reibungslos derAbflug vonstatten ging. Nach noch nicht einmal 3Stunden waren alle Urlauber auf Nordstrand, von wo sie per Bus, bzw. PKW- weiterbefördert wurden. Zurückgeblieben sind unzählige Gäste – PKW’s auf Pellworm – es gibt also in den nachsten Wochen und, Monaten eine Menge Wochenendur-lauber, die ihren fahrbaren Untersatz abholen müssen. Ein Weihnachtsurlaub auf Pellworm, und den keiner unserer Gäste so schnell vergessen wird, und jeder hat sicher diese Tage ganz verschieden erlebt, je nach persönlichem Ge-stimmt sein. Schön wär’s, wenn manch einer von ihnen zur Feder griffe und seine Eindrücke niederschriebe. Die PiZ würde sich freuen!

G.S.

Wir gratulieren:

Wir gratulieren:

nachträglich:
Am 26.1. Johanna Kölln, 79 Jahre;
am 20.1. Marie Ebert, 78 Jahre;
am 12.1. Erna Rebetje, 78 Jahre;
am 14.1. Magda Fried-richsen, 78 Jahre;
am 6.1. Henny Röhe, 74 Jahre;
am 25.1. Catarina Lorenzen, 73 Jahre;
am 10.1. Heinrich Ladiges, 72 Jahre;
am 5.1. Marie Lorenzen, 71 Jahre;
am 29.1. Magda Stolley,71Jahre;
am 9.1. AmandaKnudsen,70Jahre;
am21.1. Irene Andresen, 70 Jahre;
am 27.2. Johannes Cornilsen, 79 Jahre;
am 24.2. Catharine Adolphsen, 80 Jahre;
am 18.2. Mandus Petersen, 77 Jahre;
am 12.2. Caroline Petersen, 84 Jahre;
am 1.2. Johanna Both, 74 Jahre;
am 2.2. Elli Backsen, 71 Jahre;
am 10.2. Martin Clausen, 71 Jahre;
am 24.2. Thomas Andresen, 71 Jahre;
am 24.2. Man-dus Jacobsen, 71 Jahre;
am 5.2. Martin Schorsch, 70 Jahre.

In eigener Sache

In eigener Sache

8.Januar: Rund um taut’s und wir können langsam wieder aus dem Schnee rausgucken. Seit vorgestern ist auch das Studio freigeschaufelt, man kann also wieder an die PIZ denken! Für die Januar-Ausgabe aller-dings ist es zu spät, sie liegt zwar fertig hier, könnte aber vor Ende Januar nicht mehr erscheinen. Wir machen darum eine doppelte Januar/Februar- Ausgabe und hoffen, daß die Fähren bald wieder regel-mäßig fahren können, damit das Hin- und Herschicken der Manuskripte reibungslos klappt. Ein herzliches Dankeschön an alle Leserbriefeschreiber des letzten Jahres und alle, die uns -ungedruckt – schreiben und Grüße schickten. Wir bedauern aber etwas, daß wir so selten „Pellwormer Post“ bekommen. Die Husumer Nachrichten haben ja in letzter Zeit genügend „Pellwormer Post“ bekommen. Hier lieferte man sich ein recht deftiges Ping-Pong-Spiel hin und her. Wir haben in der Redaktion lange diskutiert, ob wir das heiße Thema „Fähren“ aufgreifen sollen, oder ob das nur ein weiteres „Emotionen – Aufheizen“ wäre. In der letzten Dezembersitzung kam es dann aber doch zu dem einstim-migen Beschluß, daß die sachliche Darstellung des wohl wichtigsten Pellworm-Themas 1978 in der Inselzeitung nicht unterschlagen werden dürfte – auch wenn das nun – Dank Schnee – etwas spät kommt. Ansonsten dürften wir uns wohl kaum noch „Zeitung“ nennen, müßten Abstand nehmen von allen aktuellen Problemen und ein reines Geschichts-Magazin werden. Da wir nun aber wirklich nicht Emotionen aufheizen wollen für die eine oder andere Seite, beschlossen wir, die sich in Leserbriefen an die HN artikulierten gegensätzlichen Standpunkte zum Thema „Fähren“ ungekürzt gegenüber-zustellen und in einem Vorspann die den Pellwormern sicher bekannten, unseren Festlandlesern aber unbekannten Informationen zur Sachlage zu liefern. Wir wissen, daß wir uns mit der Aufgreifung dieses Themas – trotz aller Sachlichkeit – aufs Glatteis begeben (und interne Pellworm-Kenner werden verstehen, warum). Wenn wir das Thema aber nicht bringen, können wir die Redaktion der Pellwormer Inselzeitung schließen oder – wie auch schon vereinzelt vorgeschlagen – uns nur noch auf unseren geschichtlichen Teil zurückzuziehen. Letzteres entspräche jedoch nicht der in der allerersten PIZ erläuterten Konzeption dieser Zeitung. Und darum ein Aufruf an unsere Leser: Liebe Pellwormer, liebe Gäste – was erwartet ihr von eurer Pellwormer Inseizeitung? Was interessiert euch am meisten?
Auf Antwort hofft die Redaktion

Letzte Information:

Letzte Information:

Einer einstweiligen Verfügung wurde stattgegeben. Heinz von, Holdt darf den Fähranleger benutzen und nicht behindert werden. Ansonsten Bußgeldandrohung von 10.OOO DM.

Auf unserem Foto bahnt der Seenotrettungskreuzer „Hindenburg“ am 6. Jan. 79 der PEL 1 und der „Pidder Lüng“ einen Weg zum Pellwormer Hafen. Die Versorgung Pellworms konnte lange Zeit nur mühsam von statten gehen. Die PEL wurde mit Hilfe eines Eisbrechers in unregelmäßigen Abständen nach Nordstrand und zurück manövriert. – Für die NPDG ein teures Unterfangen, für die Besatzung Schwerstarbeit.