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| Pellworm, den 07.02.2012 - 05:47 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
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Dietrich Hölzner - unser Pastor.Vom Gefängnis auf die Insel ? mit dieser recht zweideutigen Überschrift meldete vor cirka einem Jahr die Husumer Zeitung den Fortgang von Pastor Hölzner und seiner Frau von Hannover nach Pellworm. Inzwischen liegt nun diese Zeit, in der Dietrich Hölzner als Pfarrer im Justizvollzug tätig war ? 9 Jahre Hameln, 4 Jahre Hannover ?schon lange fast vergessen hinter ihm und seiner Frau. Einfach weil die Gegenwart, das jetzige Leben, das Tun hier auf Pellworrn den beiden so nahe geworden ist. Seine Frau und er sind oft gefragt worden, wie man denn als "Preesterslüd" von Hannover nach Pellworm kommt. ? Ganz einfach, man macht 12 Jahre Urlaub auf Amrum, findet Gefallen an Landschaft und Leuten, wartet bis die Kinder (zwei) aufgewachsen sind, ja, und dann wagt man es. ?Natürlich war der Übergang zum Inselleben auf Pellworm mit allerlei Umgewöhnungen, auch Abgewöhnungen behaftet. ? Und das, wenn man über fünfzig ist. ? Ganz schön sogar. Wer steht schon gerne um 4 Uhr morgens auf, weil der Dampfer schon um 5 Uhr fährt ? nur weil man zum Zahnarzt muß? Wie verstehen Sie Ihren Dienst als Pastor? Diese Frage beantwortete Herr Hölzner so: "Ich gehöre zu einer Generation, die besondes viel und intensiv über die Rolle des Pastors nachgedacht und sich damit auseinandergesetzt hat. ich verstehe mich als Zeuge und Bürge für jene Menschlichkeit und für jenes Menschsein, das sich nicht von selbst versteht, sondern uns von Gott aufgegeben ist. Ein Pastor, der sein Amt im Namen Jesu Christi ernst nimmt, kann gar nicht anders, er muß auch all die Menschen ernst nehmen, mit denen er zu tun hat, in all ihrer Vielfältigkeit und Gegensätzlichkeit, den oft weit auseinandergehenden und voneinander getrennten Standpunkten und Positionen, die sie einnehmen und vertreten. Die evangelische Kirche ist nicht zuletzt darin evangelisch (im Geiste des Evangeliums), daß sie eine große Toleranzbreite kennt und zuläßt. ? Die christliche Gemeinde lebt aus dem Wort und Umgang mit der Bibel. Aus diesem Wort erkennen und erfahren Christen ihren Auftrag und Orientierung. Diese Botschaft Jesu stiftet Gemeinschaft und macht bereit und fähig zu Taten im Bereich Menschsein vor Gott und den Menschen, mit denen wir leben. Daß diese Botschaft Jesu verkündet und angenommen, gelebt und also konkret werden möchte, auf vielfältige Weise, bei den Pellwormern und bei unseren immer mehr werdenden Gästen, dazu möchte mein Dienst beitragen?. Wenn dieser Artikel in der Februar Ausgabe erscheint, ist unser Pastor im Bayrischen Wald zum langersehnten Skiurlaub. Die PIZ wünscht ihm und seiner Frau viel Freude und gute Erholung. D.J. >> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung Pellworm >>
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