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| Pellworm, den 29.07.2010 - 18:43 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
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Mehrheit in Diskussionsrunde: Priorität für SicherungsdammAuf Peflworm ging es um die Frage "Pellwormer Damm ja oder nein?" In einer Podiumsdiskussion Ende Januar im "Studio Pellworm"
stellten sich die Vertreter der auf Pellworm wirkenden Parteien CDU, SPD,
F.D.P. und der Wählergemeinschaft den Fragen einer zahlreichen sehr
interessierten Zuhörerschaft zum Thema "Pellwormer Damm, ja
oder nein". Die große Lösung der Nordstrander Bucht Abdeichung
wird von der AGW abgelehnt. Sie bedeutet einen schwerwiegenden Eingriff
in das fischereibiologische und gesamtökologische Gefüge im
NF- Wattenmeer und kann durch neue hydrodynamische Effekte die Sturmflutgefährdung
von Pellworm, Nordstrand und Nordstrandischmoor verstärken. Der Bau von Tide - Kraftwerken in unserer Region sei unwirtschaftlich. Außerordentlich wichtig sei, das Einzugsgebiet der Hever zu verkleinern. Der Verlauf des Pellwormer Dammes habe sich etwa an die Linie der vom Festland zur Insel verlaufenen Wasserleitung zu halten und im stumpfen Winkel zum Festland anzuschließen. Ein Sicherungsdamm ca. 1 Meter über MTH würde nach
groben Schätzungen Petersens 30-40 Mio DM kosten. Die Kosten für
einen hochwasserfreien Damm mit 1-2 km Oberlauf-Strecke koste etwa das
5- fache. Dieser befahrbare Damm ziehe Folgemaßnahmen nach sich
- ca. 20 km Straßenbau, Eröffnung von Omnibus-Linien und sonstige
straßenverkehrstechnische Maßnahmen. H. Clausen von der Wählergemeinschaft sprach sich für einen Sicherungsdamm aus. Zur Frage der Befahrbarkeit des Dammes wollte er keine bindende Aussage machen. W. Schilke, F.D.P., sprach sich gleichfalls für einen Sicherungsdamm aus. Das sei schon aus wasserwirtschaftlichen Gründen unbedingt notwendig. Der Vorstand seiner Partei habe beschlossen unverzüglich eine Befragung der Bevölkerung durchzuführen, um dann zu einer eigenen Meinungsbildung zu kommen. Außerdem lege die F.D.P. großen Wert darauf in dieser Angelegenheit in Einklang mit den anderen politischen Gruppierungen zu handeln. A. Jensen von der SPD sprach sich für den Bau eines Sicherungsdammes aus verkehrstechnischen und wasserwirtschaftlichen Gründen aus. Außerdem plädierte er für einen tidefreien Anleger über dem Ochsensand in Verbindung mit einem Tiefbett?Anleger an der "Fuhle Schlut". Die CDU hatte keinen kompetenten Politiker entsandt. Als Mitglied dieser Partei sagte F. Petersen, aus wirtschaftlichen Gründen sei ein befahrbarer Damm günstiger, jedoch fremdenverkehrsmäßig seien die Folgen eher negativ zu sehen. Er hielt einen nicht befahrbaren Sicherungsdamm für erforderlich. Aufgrund einiger Fragen und Stellungnahmen aus dem Zuhörerkreis betonte Marcus Petersen nochmals, daß er dem Bau eines Sicherungsdammes bei gleichzeitigen Deichverstärkungen unbedingte Priorität einräume. Auf Befragen äußerte. sich der Vertreter der Wählergemeinschaft für die Reihenfolge: Deichbau, anschließend Dammbau. Die Vertreter von F.D.P. und SPD sprachen sich für die Reihenfolge Deichverstärkungen, Eindeichung der Nordstrander Bucht, Dammbau aus, während sich F. Petersen der Meinung von Marcus Petersen anschloss. Abgerundet wurde die sehr lebhafte, von großem Ernst für die Wichtigkeit der anstehenden Probleme getragene Diskussion durch Anregung aus der Zuhörerschaft, eine Kostenfolge Analyse für den Dammbau als Forschungsauftrag zu vergeben und sich einmal ernsthaft zu überlegen und mit allen Konsequenzen zu durchdenken, wie sich das Leben auf der Insel Pellworm entwickeln würde, wenn kein befahrbarer Damm gebaut wird. Die abschließende Anregung, ob zur Meinungsbildung eine Fragebogenaktlon durchgeführt werden solle, beantworteten alle politischen Vertreter außer dem der Wählergemeinschaft mit einem klaren Ja. Bra >> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung Pellworm >> Es wurde noch kein Suchbegriff eingegeben.
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