 |
Date: 05.02.12 Time: 15:55:46 User online: 8 Heute: 97 Gestern: 119 Gesamt: 499 |
 |
| |
 |
| Impressum Arbeitskreis
INSEL-ZEITUNG
Studio Pellworm
2251 PELLWORM
04844/687
Redaktionelle Mitarbeiter: Josie Bey
Alfred Dethlefsen
Jons Drawert
Erwin Fiera
Wilhelm Gohde
Philipp Goedeking
Sönje Hansen
Angelika Leners
Rolf Lohmeyer,
Johann E. Lucht
Thies Martensen jr.
Hauke Martensen
Friedrich Petersen,
Dr. Markus Petersen
Hellfried Schulze
Gerda Smorra
Henry Smorra
Bernd Thornsen
Johann Wilsterman
|
 |
|
|
Mehrheit in Diskussionsrunde:
Priorität für Sicherungsdamm
Auf Peflworm ging es um die Frage "Pellwormer Damm ja
oder nein?"
In einer Podiumsdiskussion Ende Januar im "Studio Pellworm"
stellten sich die Vertreter der auf Pellworm wirkenden Parteien CDU, SPD,
F.D.P. und der Wählergemeinschaft den Fragen einer zahlreichen sehr
interessierten Zuhörerschaft zum Thema "Pellwormer Damm, ja
oder nein".
Eingangs referierte Dr. Marcus Petersen, dessen im vorigen Herbst erschienenes
Buch "Sturmflut" ? Die großen Fluten an den Küsten
Schleswig?Holsteins und in der Elbe - in der Fachwelt großes Interesse
erweckt.
Dr. Detlev Drenckhahn von der AGW konnte der Einladung aus terminlichen
Gründen nicht folgen und hatte daher seine Stellungnahme ' schriftlich
vorgelegt.
Die AGW räumt dem Bau eines Sicherungsdammes nach Pellworm - südliche
Trasse von der Hamburger Hallig ausgehend - die vorrangige Priorität
ein.
Die nördliche Trasse vom Hauke?Haien?Koog beginnend führt eine
Flutraumvergrößerung der Norderhever herbei und schafft eine
eng trichterförmig zulaufende Bucht, die wegen drohendem Buchtenstaus
bei Sturmfluten nur einen niedrigen überströmbaren Damm zulässt.
Die große Lösung der Nordstrander Bucht Abdeichung
wird von der AGW abgelehnt. Sie bedeutet einen schwerwiegenden Eingriff
in das fischereibiologische und gesamtökologische Gefüge im
NF- Wattenmeer und kann durch neue hydrodynamische Effekte die Sturmflutgefährdung
von Pellworm, Nordstrand und Nordstrandischmoor verstärken.
Zudem sind morphologische Veränderungen in den Wattsockeln von Pellworm
und Nordstrand zu befürchten, deren Ausmaße von keinem abgeschätzt
werden können.
Dringend erforderlich sei der Ausbau der Deich- Schwachstellen (NO Nordstrand,
Hattstedter Marsch) in der Nordstrander Bucht ggf. durch eine Vordeichung
unter Erhaltung der Energie?Umwandlungszonen der großen Vorländer
vor dem Sönke-Nissen-Koog und Cecilienkoog. Gleichzeitig seien die
Deiche auf Pellworm zu erhöhen, um die Sturmflutgefährdung der
Insel zu mindern.
Dr. Marcus Petersen schilderte den Teilnehmern die enorme Veränderung
der Küsten in unserem Bereich innerhalb der letzten 70 Jahre.
Die Tiefe der Hever habe sich in diesem Zeitraum von 3?4 Meter auf jetzt
teilweise 20?30 Meter ausgebildet. Dieser Entwicklung müsse unbedingt
Einhalt geboten werden, um es nicht zu immer größeren Gefahren
kommen zu lassen.
Im Jahre 1906 sei es beispielsweise noch möglich gewesen, die Hever
zu Fuß zu überqueren. Bereits 1907 machte man sich Gedanken
über den Bau eines Pellworm?Dammes. 1931 hat Dr. Petersen an Vermessungen
in diesem Gebiet teilgenommen.
Der sichtbare Abbau der Watten betrage jährlich zwischen 20 und 30
Metern. Nach seinen Worten hält er die große Eindeichung nicht
für zweckmäßig.
Der Bau von Tide - Kraftwerken in unserer Region sei unwirtschaftlich.
Außerordentlich wichtig sei, das Einzugsgebiet der Hever zu verkleinern.
Der Verlauf des Pellwormer Dammes habe sich etwa an die Linie der vom
Festland zur Insel verlaufenen Wasserleitung zu halten und im stumpfen
Winkel zum Festland anzuschließen.
Ein Sicherungsdamm ca. 1 Meter über MTH würde nach
groben Schätzungen Petersens 30-40 Mio DM kosten. Die Kosten für
einen hochwasserfreien Damm mit 1-2 km Oberlauf-Strecke koste etwa das
5- fache. Dieser befahrbare Damm ziehe Folgemaßnahmen nach sich
- ca. 20 km Straßenbau, Eröffnung von Omnibus-Linien und sonstige
straßenverkehrstechnische Maßnahmen.
Die nun folgende Diskussion wurde von 2 Jugendlichen des Arbeitskreises
Wirtschaftslehre als Veranstalter geleitet und die Vertreter der politischen
Gruppierungen zur Stellungnahme aufgefordert.
H. Clausen von der Wählergemeinschaft sprach sich für
einen Sicherungsdamm aus. Zur Frage der Befahrbarkeit des Dammes wollte
er keine bindende Aussage machen.
W. Schilke, F.D.P., sprach sich gleichfalls für einen
Sicherungsdamm aus. Das sei schon aus wasserwirtschaftlichen Gründen
unbedingt notwendig. Der Vorstand seiner Partei habe beschlossen unverzüglich
eine Befragung der Bevölkerung durchzuführen, um dann zu einer
eigenen Meinungsbildung zu kommen. Außerdem lege die F.D.P. großen
Wert darauf in dieser Angelegenheit in Einklang mit den anderen politischen
Gruppierungen zu handeln.
A. Jensen von der SPD sprach sich für den Bau eines
Sicherungsdammes aus verkehrstechnischen und wasserwirtschaftlichen Gründen
aus. Außerdem plädierte er für einen tidefreien Anleger
über dem Ochsensand in Verbindung mit einem Tiefbett?Anleger an der
"Fuhle Schlut".
Die CDU hatte keinen kompetenten Politiker entsandt. Als
Mitglied dieser Partei sagte F. Petersen, aus wirtschaftlichen Gründen
sei ein befahrbarer Damm günstiger, jedoch fremdenverkehrsmäßig
seien die Folgen eher negativ zu sehen. Er hielt einen nicht befahrbaren
Sicherungsdamm für erforderlich.
Aufgrund einiger Fragen und Stellungnahmen aus dem Zuhörerkreis
betonte Marcus Petersen nochmals, daß er dem Bau eines Sicherungsdammes
bei gleichzeitigen Deichverstärkungen unbedingte Priorität einräume.
Auf Befragen äußerte. sich der Vertreter der Wählergemeinschaft
für die Reihenfolge: Deichbau, anschließend Dammbau. Die Vertreter
von F.D.P. und SPD sprachen sich für die Reihenfolge Deichverstärkungen,
Eindeichung der Nordstrander Bucht, Dammbau aus, während sich F.
Petersen der Meinung von Marcus Petersen anschloss.
Abgerundet wurde die sehr lebhafte, von großem Ernst
für die Wichtigkeit der anstehenden Probleme getragene Diskussion
durch Anregung aus der Zuhörerschaft, eine Kostenfolge Analyse für
den Dammbau als Forschungsauftrag zu vergeben und sich einmal ernsthaft
zu überlegen und mit allen Konsequenzen zu durchdenken, wie sich
das Leben auf der Insel Pellworm entwickeln würde, wenn kein befahrbarer
Damm gebaut wird. Die abschließende Anregung, ob zur Meinungsbildung
eine Fragebogenaktlon durchgeführt werden solle, beantworteten alle
politischen Vertreter außer dem der Wählergemeinschaft mit
einem klaren Ja.
Bra
>> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung
Pellworm >>
Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /var/www/wdpellworm/kunden/iz/libs/utils.php on line 501
Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /var/www/wdpellworm/kunden/iz/libs/utils.php on line 502
Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /var/www/wdpellworm/kunden/iz/libs/utils.php on line 503
Deprecated: Function ereg_replace() is deprecated in /var/www/wdpellworm/kunden/iz/libs/utils.php on line 504
Es wurde noch kein Suchbegriff eingegeben.
Suche Version 1.0
|
|
 |
| De Pellwormer: |
Es gibt seit Ende 1996 eine neue, aktuelle Inselzeitung
unter dem Namen "De Pellwormer". Diese Zeitung erscheint alle
4 Wochen am letzten Freitag des Monats. Auf diesen Seiten erfahren Sie
Vieles über die Insel Pellworm: Aktuelles, Politik, Kultur, Geschichte,
Veranstaltungshinweise usw. Der Preis beträgt € 1,30. Teilen
Sie uns Ihre Anschrift mit, gerne schicken wir Ihnen ein Probeheft zu.
De Pellwormer
Postfach 47
25849 Pellworm
04844/577
04844/992221
pellwormverlag@t-online.de |
 |
| |
 |
| zur Technik: |
| Diese Web Seiten sind optimiert für eine
Auflösung von 1024 x 768 Pixel. Wenn Sie Animationen betrachten möchten,
sollte Ihr Browser JavaSkript fähig sein. Wir empfehlen als Browser
den Internet Explorer ab Version 4.0 |
 |
| |
 |
| zu abgebildeten Bildern und Grafiken: |
| Die meisten Grafiken und Bilder werden aus tech.
Gründen verkleinert angezeigt. Zum vergrößern reicht ein
Klick auf die linke Maustaste aus. In den meisten Fällen werden die
Bilddateien zur Vergrößerung in ein seperates Fenster geladen. |
 |
| |
 |
| Texte: |
| Falls Ihnen aufgefallen sein sollte, daß sich
Rechtschreibfehler in die Berichte eingeschlichen haben sollten, bitten
ich diese zu entschuldigen. Der Grund liegt in der Teils mangelnden Qualität
der vorhandenen PIZ Exemplare. Die Zeitungen wurden natürlich nicht
per Hand "neu" eingetippt, sondern via OCR Software eingescannt. |
 |
|