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| Pellworm, den 29.07.2010 - 18:37 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
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Schorse und OimelSchorse und Oimel, das sind die Spitznamen aus der Kinderzeit für zwei junge Musiker, die sich Originalität des Textes und der Musik zu ihrem Ziel gesetzt haben. Ihre künstlerische Gemeinschaft besteht seit 2 1/2 Jahren. Schorse ist der Texter der Lieder, Oimel schreibt die Musik dazu. Beide betonen allerdings, daß es keine strenge Aufgabenteilung gibt. Bei einem Konzert im Studio Pellworm am vorletzten Januar ? Wochende vor überwiegend jungen Zuhörern wurden Lieder, die zum Teil die heutige Gesellschaft hart kritisieren, zum Teil irrealen Inhalts sind, vorgestellt. Nach der Melodie des Volksliedes "Wenn ich ein Vöglein wär" klagte ein einsames, in einer unbarmherzigen Betonwüste aufgewachsenes Kind "Wenn ich ein Auto wär, dann wär ich Papa's liebstes Kind." Die Leere und Ruhelosigkeit von Erwachsenen kam in dem Lied "Dieser Tag" zum Ausdruck. Fernseh?Zimmermann bezog einen kräftigen Seitenhieb mit dem Song Aktenzeichen XY". Mit diesen Liedern zeigen die beiden Sänger und Musikanten ?Stimmen und Spiel von Gitarre, Bousuki und Mundharmonika können sich hören lassen ? vertraute Probleme auf ohne eine Alternative anzubieten. Die soll jeder Zuhörer für sich selbst finden. Beide Künstler sind der Meinung, daß sie den Sinn ihrer Lieder nicht selbst deuten wollen. Sie möchten mit "Der Gnom" und "Eddie's Bar" die Fantasie anregen. "Sich eigene Gedanken machen" ist etwas, was in der heutigen genormten Welt oft zu kurz kommt. Schorse und Oimel sind keine Berufsmusiker, sondern junge Menschen, die Spaß daran haben, ihre kritischen oder skurrilen Gedanken in Musik auszudrücken. Es ist zu wünschen, daß sie ein noch größeres Publikum finden. Sie wissen allerdings auch, daß größere Popularität Gefahren mit sich bringt und der Spaß an der Sache verloren gehen könnte. Wir möchten jedenfalls, daß sie ihre Freude am Fabulieren mit Worten und Noten behalten. ,Schorse und Oimel traten bisher im "Funkbrettl" von Radio Bremen, im Ottersberger Atelierhaus, der Hamburger Fabrik, auf verschiedenen Folklorefestivals, auf dem Bremer"Packhaus - Boden" und im Juli 1977 erstmalig im Studio Pellworm auf. Für Liebhaber solch unsinnig sinniger Kunst gibt's einen Tip: Ende Juli treten Schorse und Oimel zum Kennenlernen in verschiedenen Orten Nordfrieslands auf. Helga Brandes >> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung Pellworm >> Es wurde noch kein Suchbegriff eingegeben.
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