 |
Date: 29.07.10 Time: 18:27:20 User online: 6 Heute: 182 Gestern: 229 Gesamt: 8234 |
 |
| |
 |
| Impressum Arbeitskreis
INSEL-ZEITUNG
Studio Pellworm
2251 PELLWORM
04844/687
Redaktionelle Mitarbeiter: Josie Bey
Alfred Dethlefsen
Jons Drawert
Erwin Fiera
Wilhelm Gohde
Philipp Goedeking
Sönje Hansen
Angelika Leners
Rolf Lohmeyer,
Johann E. Lucht
Thies Martensen jr.
Hauke Martensen
Friedrich Petersen,
Dr. Markus Petersen
Hellfried Schulze
Gerda Smorra
Henry Smorra
Bernd Thornsen
Johann Wilsterman
|
 |
|
|
Alte Gebäude auf
Pellworm
"De groote Teepott"
"De groote Teepott" Die älteren Pellwormer
und auch unsere Gäste wissen, was mit dem "Teepott" gemeint
ist, aber etwas Genaues gibt es nur vom Erzählen. Das Haus, wie es
früher war, besteht nur noch zur Hälfte, der eigentliche"
Große Teetopf" ist umgebaut. Er liegt an der Südwestecke,
dem "Untjehörn". (Der Name Untjehörn ist einmalig,
Lillencron schreibt von der "Insel Untjehörn", womit die
Insel Pellworm gemeint war).
Soweit sich heute noch feststellen lässt, bestand seit
etwa 1800 in dem Osttell des Hauses die Gastwirtschaft oder, wie man damals
sagte, die Krügerei von lpke Nissen, immer eine Einkehrwirtschaft
für Deichbevollmächtigte und Deicharbeiter, die namentlich vor
den Unbillen der Witterung Schutz suchten. Bei den Deichschauen waren
hohe Herrschaften hier zu Gast. ?Heißer Tee war immer da, weil der
Teetopf auf den Teewärmer, der mit "Ditten" beheizt war,
schrummelte. Köm war immer reichlich im Hause, weil nach einer Verordnung
dieser nur in Gastwirtschaften in kleineren Mengen als 1/4 Anker = 9 Ltr.
verkauft werden durfte. In den damaligen Hökereien durfte nicht unter
dieser Menge verkauft werden. Der Verkauf in kleineren Mengen war den
Krügereien vorbehalten. Der Sohn von 1 pke Nissen Broder und seine
Frau Lene übernahmen wohl ca. 1865 die Wirtschaft und den Landbetrieb
von den Eltern. Broder muß als junger Mensch wohl mal schwer krank
gewesen sein. Im Jahre 1851 schreibt der Schullehrer Johann Lorenzen an
den Doktor Ywersen auf Pellworm einen Brief, dass er die Nacht gewacht
hätte und der kranke Broder sehr unruhig war und wild geredet hätte.
Die Eltern baten den Arzt so bald wie möglich, je eher desto lieber,
nach ihrem Sohn sehen zu wollen. 5 km zu Fuß über Schmeerhörn.
Die Anwohner an den Deichen fanden ihren Broterwerb zum größten
Teil durch Schafzucht und hatten Heu in den Pütten, soweit diese
schon bewachsen waren. Feuerung lieferte der Strand, und dann gab es noch"Schapsscholen"
? getrockneter Schafdung, ein herrliches Brennmaterial. Nachfolger von
Broder und Lene waren der Sohn Julius Nissen und seine Frau Frauke, die
von "Lüttmoor" stammte. (Nordstrandischmoor).
Julius war in seinen jungen Jahren in Amerika gewesen als Tischler. In
der Gaststubewareben noch der "GroßeTeetopf" und ein durch
Uhrwerk betriebenes Relief (Schiffe bewegten sich und eineWindmühle
lief). Seinen Lebensabend verbrachte er bei seiner Tochter Henriette,
die mit Jens Kiesewein verheiratet war. Kiesewein wohnte am Junkersmitteldeich.
Erwar Postschaffner und in den 20ger Jahren auch Telegraphenarbeiter.
Nun wieder zur Gastwirtschaft.
Am 17. Juni 1851 sucht lpke Nissen beim Königlichen Ministerium in
Flensburg um die Verlängerung der KrügereiConcession nach. Er
betont ausdrücklich, dass er die unter dem 9.9.1839 allerhöchst
unentgeltlich von dem Hochseeligen dänischen König Christian
dem Achten verliehene Concession gerne auch unentgeltlich verlängert
haben.möchte. Zur Hauptsache wurde damals Teepunsch ausgeschenkt.
Sieben Pünsche für eine Mark, und dann gab es noch eine Zigarre
gratis. ? Zucker gab es damals wenig, nur Hutzucker, und so lag es nahe,
die Pünsche mit Sirup oder auch Bienenhonig zu süßen.
Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges stand der Teepott gleich im Brennpunkt
an der Front. Der erste Tag wird so geschildert: Pioniere bauten an der
Innenseite des Deiches einen Unterstand ? Baracken kamen später.
Da aber der Bunkerkalt und feucht war und so keinen rechten Schutz bot,
lag es nahe, bei Lene von deTeepotterstmal das eingenommene Lösegeld,
welches die Fuhrwerke, die bisher oben auf dem Deich gefahren waren und
nun wegen der"militärischen Lage" nicht mehr dort fahren
konnten, in warmen Teepunsch umzusetzen. Um die Mitternachtszeit holt
man Stroh in die Schenkstube, breitete es auf dem Boden aus und ging zur
Ruhe. Lene zog sich mitten in der Stube aus und ging ins Lukebett. Noch
war es friedlich. Viele Geschichten gibt's vom Teepott. Ober das Barackenleben
der Inselwache berichten wir noch einmal extra.
I.W.
>> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung
Pellworm >>
Es wurde noch kein Suchbegriff eingegeben.
Suche Version 1.0
|
|
 |
| De Pellwormer: |
Es gibt seit Ende 1996 eine neue, aktuelle Inselzeitung
unter dem Namen "De Pellwormer". Diese Zeitung erscheint alle
4 Wochen am letzten Freitag des Monats. Auf diesen Seiten erfahren Sie
Vieles über die Insel Pellworm: Aktuelles, Politik, Kultur, Geschichte,
Veranstaltungshinweise usw. Der Preis beträgt € 1,30. Teilen
Sie uns Ihre Anschrift mit, gerne schicken wir Ihnen ein Probeheft zu.
De Pellwormer
Postfach 47
25849 Pellworm
04844/577
04844/992221
pellwormverlag@t-online.de |
 |
| |
 |
| zur Technik: |
| Diese Web Seiten sind optimiert für eine
Auflösung von 1024 x 768 Pixel. Wenn Sie Animationen betrachten möchten,
sollte Ihr Browser JavaSkript fähig sein. Wir empfehlen als Browser
den Internet Explorer ab Version 4.0 |
 |
| |
 |
| zu abgebildeten Bildern und Grafiken: |
| Die meisten Grafiken und Bilder werden aus tech.
Gründen verkleinert angezeigt. Zum vergrößern reicht ein
Klick auf die linke Maustaste aus. In den meisten Fällen werden die
Bilddateien zur Vergrößerung in ein seperates Fenster geladen. |
 |
| |
 |
| Texte: |
| Falls Ihnen aufgefallen sein sollte, daß sich
Rechtschreibfehler in die Berichte eingeschlichen haben sollten, bitten
ich diese zu entschuldigen. Der Grund liegt in der Teils mangelnden Qualität
der vorhandenen PIZ Exemplare. Die Zeitungen wurden natürlich nicht
per Hand "neu" eingetippt, sondern via OCR Software eingescannt. |
 |
|