|
|
|
||||||||||||||||||||||||||
| Pellworm, den 05.02.2012 - 15:32 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
|
Wir stellen vorLeve Leser' Wi vun de PIZ hern nu een poor Lüüt vun de Halligen ansnakt, un frocht, ob se nich bl unse Insetzeitung mitmaken wulln. Toletzt gehören de Halilgen ja ok to dat Amt Peltworm. Nu hern sick von de Hooge, Langeness un Oland poor Lüüt entsloten, uns af un to mul een poor Berichte to schrieben un to schicken. Op de Halll ls je ok allerhand los, un wi hoffen, dat ok vune annern Halligen Berichte komen. No een korde Diskussion hem wi en de Redaktion doröver afstimmt un sin to dat Ergebnis komen, dat de "Hallig Siet" de beste Nom för düsse Siet is. Nu wünschen wi dat düsse Siet bi unse Leser een beten Anklang finnen delt. Onkel Hannes Wer kennt ihn nicht, den originellen, immer freundlichen und zu einem Witz aufgelegten Hooger Briefträger, der mit seinem gelben Dreirad von Warft zu Warft rast. Allein seinetwegen ist es wert, eine Reise nach Hooge zu unternehmen, doch gibt es außer der unvergleichlichen, konstant guten Laune noch viele andere interessante Dinge über ihn zu berichten: Johannes Markus Both wurde am 24.12. (!) 1924 als zweiter von zehn Geschwistern auf Seegarden auf Pellworm geboren, wo seine Eltern heute noch leben. Nach seiner Schulzeit ? es gab damals nur zwei große Klassen, die "kleine Schule" (Grundschule) bei Lehrer Hinrichsen und die "große Schule" bei Lehrer Balzer ? fing er im Tilly (Pellworm) eine Lehre bei Ernst Boysen als Hufbeschlagschmied an, mußte jedoch bei Anton Jensen fortsetzen, weit Boysen zum Militär eingezogen wurde. 1942 wurde Hannes Soldat und kam als Panzerfahrer in Rußland an die Front, wo er bis 1948 Kriegsgefangener war. Danach hat er erst einmal zwei Jahre lang auf dem elterlichen Bauernhof mitgearbeitet, bevor er unter der Postassitentin Jante Mide" auf Pellworm als Zusteller eingestellt wurde. Schon damals war eines seiner vielen Hobbys dier?Musik, und so spielte er als Schlagzeuger mit den Brüdern Uwe und Jürgen und mit Herbert Petersen des öfteren zum Tanz. Über sein Schlagzeug "Marke Eigenbau" und die damit bestrittenen Veranstaltungen ließen sich einige Bände von Geschichten zusammenstellen, jedenfalls baute er sich diese Wundermaschine aus einem Waschkessel, aus der Kartusche einer Feldhaubitze, aus Kreissägenblättern, Fahrradklingeln, Mopedhupen, Schiffsglocken, Teilen einer Milchzentrifuge und vielen anderen Dingen zusammen und spielt noch heute darauf wie ein junger Gott. Als er dann mal nach Hooge zum Musikmachen kam, lernte er ein Mädchen namens Anni Petersen kennen, und den Rest kann man sich eigentlich denken. Wie der Zufall es dann wollte, wanderte zu der Zeit der damalige Hooger Briefträger Otto Thomsen nach Amerika aus und Hannes, nicht träge, ließ sich sofort vom neuen Postassistenten Herrmann Meesenburg nach Hooge versetzen. Da die Halligen und zum Teil auch Inseln damals noch keinen Strom vom Festland bekamen, war man auf einen Generator oder noch besser auf eine Windturbine angewiesen, mit der Akkus zum Betreiben von Radio und Lampen geladen wurden. Im Anfertigen und Entwickeln dieser Windräder war Hannes Spezialist, und schon bald verkaufte er das erste Windrad, welches übrigens die Stellung der Rotorblätt,~r automatisch der Windstärke anpaßte, an den Lehrer Blume auf Nordstrandischmoor. Hannes hatte damals seine erste Turbine von seinem Pellwormer Onkel Johann Wilstermann (Historiker und Redaktionsmitglied) geschenkt bekommen. Als weitere Nebenberufe muß man bei Hannes noch folgende aufzählen: Maler, Friseur (Putzbüdel), Kirchendiener (zwanzig Jahre lang hat er die Hooger Glocken geläutet), Schlosser, Modellbauer, Gärtner und Rosenzüchter (wegen der Sturmfluten mußteer in seinem Garten mehrmals von vorne anfangen) und nicht zuletzt Kunstmaler (oder haben Sie schon einmal einen orginelleren Hooger Sonnenaufgang gesehen?). Wo wir gerade beim Aufzählen der Berufe sind: seine Frau Annie hat sich eineinhalb Jahre lang in Kiel zur Hebamme ausbilden lassen und ist seit 1957 Hebamme und Gemeindeschwester auf Hooge. Wenn Hannes in 10 Jahren pensioniert wird, will er solange die Gesundheit mitmacht auf Hooge bleiben, und allen, die noch nach Hooge kommen und ihn noch nicht kennen, kann man das nur wünschen. Wenn Sie übrigens mal bei Hannes anrufen, wundern Sie sich nicht, wenn er sich mit "Major Braun, Baracke 3" meldet, denn ein Spaßvogel ist er allemal. K.v.S. >> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung Pellworm >>
Suche Version 1.0
|
|
||||||||||||||||||||||||
|
copyright 2005 by creative - edesign pellworm |
||||||||||||||||||||||||||