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Pellworm, den 29.07.2010 - 18:28 Uhr

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Date: 29.07.10
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Leserbrief von Norbert B. Spangenberg D-4400 Münster

"Pellworm ? ohne Kurverwaltung?" Wäre Pellworm das geblieben, was es einmal war, so brauchte dieser Brief nicht geschrieben werden. Nun aber haben sich Gemeindeverwaltung und Bürger des Rates aufgemacht, am Fremdenverkehr im Stil benachbarter Inseln teilzunehmen ? und damit muß die Leistung der Pellwormer Kurverwaltung mit der der anderen in deutschen Landen gemessen werden! Und da wirds dann traurig!: Am Hafen kein Informationsbüro, kein Hinweisschild, wo es zur Kurverwaltung hingehen könnte, der Lageplan ohne Standortangabe (oder glaubt die Pellwormer Kurverwaltung, jeder deutsche Tourist könne einen Stadtplan lesen!!?), keine überdachte Wartehalle, die Schutz bietet, wenn der Urlauber bei Regen ankommt/abfährt (oder im "Pellwormer Magazin" vergebens die Adresse der Kurverwaltung sucht), kein offizieller Fahrplan in günstiger Sichtweite, keine Hotelübersicht mit freien/besetzten Betten, im Hafen (soll der Urlauber eventuell an der Bratwurst?Bude Information einholen? Die Verkäuferin dort gibt wahrscheinlich mehr Information dem Neuankömmling als die Vertreter der Kurverwaltung!) ständiger Wechsel der Kurverwaltung (in 13 Jahren habe ich 4 verschiedene Standorte erlebt!!) ? und dann, wenn der Feriengast ? endlich ? die Kurverwaltung erreicht hat (nur durch FRAGEN möglich) muß er erkennen, daß ihm das Information einholen beschwerlich wird, da er 17 Stufen steigen muß, auf schmalster Treppe, um dann das Kurverwaltungsstübl zu sehen! Und hier wird es dann tatsächlich sehr, sehr traurig, denn Pellworm rührnt sich, ein Ort der Ruhe und Stille zu sein: ? also kommen ältere Feriengäste (wie zu sehen ist)! Und da frage ich: Sind 17 Treppen senioren ? und behindertenfreundlich? Was denken sich die Verantwortlichen für die Standortwahl der Kurverwaltung eigentlich bei einer so unmenschlichen Wahl des Toposdabei!(mansolltedochobderRuheundWeitedesLandesans Denken kommen!)!? Pellworrn als Naturschauspiel: JA ? als organisierter Fremdenverkehrsort: NELN!! PYC hat in seinem Schaukasten privat eine Fahrplan ausgehängt!

Eins wurde davon inzwischen erledigt - Hinweisschilder stehen! Red.


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Leserbrief von Emmy Jensen, Pellworm,

Süderkoog Bedauerlich Nachdem ich den Artikel von Frau Helga Brandes gelesen habe, muß ich sagen, daß ich den auch sehr bedauerlich finde. ' Wer gehört denn auf unserer Insel zur Inselprominenz? Ich bin der Meinung, daß man uns Insel und Halligfriesen ein wenig mit dem Halligkraut (Bondesstabe) vergleichen könnte, etwas struppig und rustikal in ihrer Art, aber jede Blüte genauso groß wie die Andere. Da will keine als Orchidee zwischen dem Halligkraut hervortreten und größer als die Andere sein. So ist es auch mit uns Insulanem, jeder steht für den Anderen ein ,jeder erfüllt an seinerm Platz seine Pflicht so gut er kann. Niemand möchte hier prominieren oder die Prominenz herauskehren. Unser Bürgermeister mit seinen Gemeinderatsmitgliedern am allerwenigsten, falls Frau Brandes diese mit "Inselprominenz" gemeint haben sollte. Unser Landrat, Bürgermeister und Gemeinderat sind ganz gewiß nicht solche Leute die zu irgendwelchen Veranstaltungen gehen um gesehen zu werden und sich feiern zu lassen wie Frau Brandes sich auszudrücken beliebte in ihrem Artikel. Die Verantwortlichen unserer Insel pflegen ihre Arbeit für Pellworm in aller Stille und ohne viel Aufhebens zu machen. Wenn sie aus irgendwelchen terminlichen Gründen auf der Mackausstellung nicht erschienen sind, so wird Pellworm davon nicht sterben. Die Sorge sollte Frau Brandes doch den maßgebenden Leuten überlassen. Und wenn Frau Brandes in Unkenntnis der Dinge sich soweit hinreißen läßt die Verantwortlichen unserer Insel zu verdächtigen, daß ihre Sorge um Pellworm nur ein Lippenbekenntnis sei. So ist das schon nicht mehr bedauerlich sondern wirkt beleidigend. Wo hat Frau Brandes ihre Informationen her? Wenn man bedenkt wie viele Leser diese Inselzeitung hat, die die Situation dieser Sache nicht kennen, so vermittelt dieser Artikel von Frau B. vielen ein falsches Bild. Mit meinem Leserbrief möchte ich dieses korrigieren.

Einige Informationen zur Sache hat Frau Brandes von mir bekommen. Henry Smorra Studio Pellworm


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Es war mir ein Vergnügen - dankeschön.... ... nämlich beim Lesen der Korrekturfahnen für die August Ausgabe der PIZ den Leserbrief von Frau Jensen Wort für, Wort vergleichen zu müssen. Wie angenehm für mich bestätigt zu bekommen, daß es auch auf Pellworm "Prominenz" bzw. ~>lnselprominenz<~ gibt. Wenn von maßgeblichen Leuten wie z.B. dem Bürgermeister die Rede ist, bestätigt mir die Verteidigerin von Persönlichkeiten, die sich erforderlichenfalls bestimmt selbst verteidigen könnten, daß es diese Leute gibt auch wenn es im Anfang des Briefes mit dem "krautigen" Vergleich der Bondesstabe verneint wird. Schlimm, wenn man am Ende eines Brief es nicht weiß, was man am Anfang geschrieben hat! Ich finde es wohl mit der Briefeschreiberin begrüßenswert, daß die von uns gewählten Politiker ihre Arbeit "in aller Stille und ohne viel Aufhebens" machen. Nur bin ich der Ansicht, daß Pellworm eine sterbende Insel sein wird, wenn ihre Bewohner es nicht lernen, über den Deichrand zu schauen und Anregungen, die von außen kommen, anzunehmen. Erfreulicherweise gibt es Ausnahmen, wie die Reaktion einiger Pellwormer bei der Eröffnung der Mack?Ausstellung zeigte. Das Recht, Kritik zu äußern, habe ich für mich in Anspruch, genommen. Von denjenigen, die ich in meinem Artikel kritisiert habe, erwarte ich keine Rechtfertigung ihres Verhaltens. Die Gründe dafür müssen sie selbst verantworten. Umso erstaunter und belustig zugleich bin ich über die heftige Reaktion einer einzelnen Persron, beweist es mir doch einmal mehr, daß es auch heute noch Individuen gibt, die stolz darauf sind, Kalfakterdienste zu leisten.

Helga Brandes



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