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| Pellworm, den 07.02.2012 - 06:02 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
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Villon/Prevert - Wochenende mit Ana Fonell und Johannes ConenDrei Tage lang ? vom 15.?17. Juli - gastierten die beiden Künstler im Studio und begeisterten ihr Publikum, wie sehr, das zeigt die Tatsache, daß manch Besucher mehrmals kam ' Ana Fonell, Schauspielerin, Engagements in Kassel, Mainz und Niederlande und Johannes Conen, Regisseur, über 8 Jahre Leiter eines Theaterensembles in den Niederlanden, Schauspielengagement am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, sangen Lieder und Balladen von Francois Villon und Jaques Prevert. Francois Villons Lästerliche Lieder und Balladen aus dem 15 Jahrhundert über Liebe, Vergänglichkeit, Fürstenwillkür Vagantentum und Armut der kleinen Leute, in der hervorragen den Nachdichtung von Paul Zech, vertont von Johannes Conen selbst, waren sicher für manchen Studio?Besucher völlig neu. Die Intensität der Darbietung (Gesang und Gitarre), verbunden mit Zwischentexten, in denen Villons Leben erläutert wurde, vermittelten den Zuhörern einen überzeugenden und tiefen Eindruck von Problemen jener uns scheinbar so fernen Zeit. Villon?Magister, Gauner und Vagant in einer Person ? schuf Verse, die uns ? so dargeboten ? noch heute sehr nahe gehen mit ihrer kraftvoll poetischen, teils derben teils sehr sensiblen Sprache. Und jeder Zuhörer wird spätestens nach dem dritten Lied gespürt haben, wie zeitlos und aktuell diese 500 Jahre alten Lieder sind! Jaqpes Prävert gilt als der Villon unserer Tage und ist der populärste Lyriker Frankreichs. In Deutschland wurde er zunächst bekannt als Drehbuchautor des Films "Kinder des Olymp" und gewann dann durch die einfühlsamen Übertragungen Kurt Kusenbergs ein breites Publikum. Ans und Jollpnnen stellten ihren Liedern jeweils Kusenberge Ubersetzung voran und sangen dann in der Originalsprache, eine Sprache, in der vor allem Anas kräftig?sensible Stimme ihre größte Ausdir ?'rakraft fand. Der Realist, Surreallet, Revolutionär und Romantliker Pir6vert hätte sich keine bessere Interpretin wünschen können, große Worte ? aber die Darstellung war außergewöhnlich überzeugend. Wie im Studio üblich, fanden nach den Konzerten rege Diskussionen statt. >> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung Pellworm >>
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