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Date: 29.07.10 Time: 18:27:39 User online: 6 Heute: 182 Gestern: 229 Gesamt: 8234 |
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INSEL-ZEITUNG
Studio Pellworm
2251 PELLWORM
04844/687
Redaktionelle Mitarbeiter: Josie Bey
Alfred Dethlefsen
Jons Drawert
Erwin Fiera
Wilhelm Gohde
Philipp Goedeking
Sönje Hansen
Angelika Leners
Rolf Lohmeyer,
Johann E. Lucht
Thies Martensen jr.
Hauke Martensen
Friedrich Petersen,
Dr. Markus Petersen
Hellfried Schulze
Gerda Smorra
Henry Smorra
Bernd Thornsen
Johann Wilsterman
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Katholische Kirche erhielt
Kommunikationszentrum auf der Insel Pellworm
Die künstlerische Ausgestaltung des Momme-Nissen-Hauses
lag in den Händen von Professor Franz Griesenbrock aus Vaals (Holland).
Als Motiv für das Altarbild wählte der Künstler den Apostel
Petrus mit anderen Aposteln in einem Schiff, um so einen Bezug zur hiesigen
Insel herzustellen.
In den Fenstern stellt Professor Griesenbrock die Geschichte der alten
Insel Strand dar. Drei Fenster im Chorraum haben als Thema die Flut von
1634 mit ihrer gewaltigen Zerstörung. Zwei weitere Fenster werden
das Thema aufgreifen. In den anderen Fenstern wird an untergegangene Kirchen
des alten Strandes erinnert. Für die Architektur war der Baumeister
Heinrich Hüttenmüller verantwortlich.
Vor dem Festhochamt, das Weihbischof Karl?August Siegel hielt, begrüßte
Dechant Schmidt (Nordstrand) den Weihbischof. In seiner Predigt ging Weihbischof
Siegel auf das Wirken Momme Nissens ein. Die musikalische Leitung hatte
Dr. Wolfgang Uhl mit seinem Chor von der katholischen Gemeinde Flensburg.
In der Festversammlung in der Pellwormer Freizeithalle überbrachten
der stellvertretende Kreispräsident Gerhard Krause (Tönning)
die Grüße und Glückwünsche des Kreises Nordfriesland;
der Amtsvorsteher und Bürgermeister Alfred Dethlefsen für das
Amt Pellworm und Pastor Hölzner für die evangelische Kirchengemeinde
Pellworm. Dem Hochamt und der anschließenden Festversammlung wohnten
über 400 Personen bei.
Das Momme?Nissen?Haus wurde benannt nach dem nordfriesischen Päpstemaler
und Dominikaner?Mönch. Momme Nissen wurde am 26.4.1870 in Deezbüll
geboren. Nach der Schulzeit ging er nach Weimar, um sich an der Großherzoglich?Sächsischen
Künstlerschule als Maler ausbilden zu lassen. Erste künstlerische
Anregungen hatte er erhalten durch seinen Onkel Karl LudwigJessen, den
Bahnbrecher und Altmeister nordfriesischer Heimatmalerei. Momme Nissen
wurde in Weimar ein Schüler Leopold von Kalckreuths. Sein Talent'
sicherte ihm schon bald einen Ruf als Maler. Auf der Kunstausstellung
in München 1890 hatte er mit vier großen Bildern erste Erfolge.
Gleichzeitig war er als Schriftsteller tätig, er schrieb in den Blättern:
"Die Kunst unserer Zeit", im "Kunstwart" von Avenarius
und in der Berliner "Freie Bühne für das moderne Leben".
1893 schloß sich Momme Nissen Julius Langbehn, dem"Rembrandtdeutschen"
an, er wurde dessen Sekretär. Momme Nissen und Julius Langbehn konvertieren
1902 zum katholischen Glauben.
Nissen erhielt im Jahre 1903 auf eine Empfehlung des Bischofs Keppler
den Auftrag, Papst Leo XIII., der gegen Preußen den Kulturkampf
führte, zu porträtieren; sieben Jahre darauf malte er durch
Vermittlung des Kölner Kardinals Fischer den um inneren Ausbau der
katholischen Kirche bemühten Papst Pius X. Im Jahre 1916 trat Momme
Nissen in den Dorninikaner?Orden ein, dem er bis zu seinem Tode angehörte.
Nissen erhielt im Jahre 1903 auf eine Empfehlung des Bischofs Keppler
den Auftrag, Papst Leo XIII., der gegen Preußen den Kulturkampf
führte, zu porträtieren; sieben Jahre darauf malte er durch
Vermittlung des Kölner Kardinals Fischer den um inneren Ausbau der
katholischen Kirche bemühten Papst Pius X. Im Jahre 1916 trat Momme
Nissen in den Dorninikaner?Orden ein, dem er bis zu seinem Tode angehörte.
Momme Nissen sichtete in den ersten Jahren seines Ordenslebens den Nachlaß
Julius Langbehns. Ab 1922 bereitete er eine autorisierte Neufassung von
"Rembrandt als Erzieher" nach Weisungen des Verfassers vor;
sie hatte mehrere Auflagen. Im Jahre 1926 folgte die Biographie "Der
Rembrandtdeutsche Julius Langbehn"; als Abschluß im Jahre 1930
der"Geist des Ganzen". Später arbeitete er im Institut
St. Joseph in Graubünden in der Schweiz an seiner eigenen Biographie:
"Meine Seele in der Welt und "Meine Seele im Reich Gottes".
Momme Nissen starb am 23. Juni 1943 in der Schweiz.
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