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| Pellworm, den 29.07.2010 - 18:28 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
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Don Quixote auf Pellworm?Die Redaktionsitzungen der PIZ verlaufen gelegentlich in kontroverser Diskussion. Ziel: die besten Argumente sollen sich zum Nutzen des Lesers durchsetzen. Solch ernsthaftes demokratisches Tun verlangt gelegentlich nach Entspannung. Bei solcher Gelegenheit, gefördert durch einige Teepünsche, entstand der Plan, Don Quixote und seinen Adiatus Sancho Pansa gegen die Tilly-Mühle reiten zu lassen. Auf den desolaten Zustand dieser Windmühle sollte hingewie-sen werden. Vielleicht würde durch diese Tat auch publik, wie vor unser aller Augen ein Wahrzeichen Pellworms langsam verrottet. Es wurden Freiwillige für dieses Happening gesucht Dankenswerterweise erinnerte sich Henry Smorra daran, daß ein Pony auf seiner Fenne läuft. Als Besitzer dieses edlen Tieres ließ er sich überreden, den Don Quixote zu mimen. (Man fragt sich, ob es die erste Don Quixoterie in seinem Leben ist). Nach längerem Zureden konnte Rolf Brand, in diesem Jahre Freizeithelfer auf Pellworm, für die Rolle des Sancho gewon-nen werden. Mit den nötigen Requisiten - Kissen unter der Jacke - sollte er auf Dethleffsens Esel dem Sancho Pansa möglichst ähnlich werden. Waren es Ahnungen? Wer weiß? Jedenfalls wurde das Vorhaben immer wieder verschoben, bis zum Tage der Abreise von Sancho Pansa / Rolf Brand. (Vielleicht wollte er auf diese Weise auch nur den Häschern entgehen). Die letzte Bespre-chung fand am Hafen statt. Im Verlaufe der Unterhaltung ging Rolf einen Schritt zu weit, leider nach hinten: er fiel ins Hafen-becken. Wassertemperatur 8 Grad. Die Abkühlung war perfekt, die Lust am närrischen Tun vergangen. Der Ritt gegen die Tilly-Mühle wurde auf das nächste Jahr verschoben. Ein Naturereignis, das in der folgenden Nacht stattfand, machte ihn jedoch unnötig; der Sturm riß eine große Bresche in die Beplankung der Mühle. Sie sieht jetzt wirklich aus, als seien Don Quixote und sein Knappe am Werk gewesen. Man sieht wieder einmal, daß Dinge zwischen Himmel und Erde geschehen, von denen sich unsere Schulweisheit nichts träumen läßt. Die Pellwormer indes träumen davon, daß die Tilly-Mühle wieder hergerichtet wird. Mit ein paar Strichen versuchte unser Zeichner darzustellen, wie es gewesen wäre, wenn unsere beiden Recken wirklich geritten wären. R. L. >> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung Pellworm >> Es wurde noch kein Suchbegriff eingegeben.
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