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Date: 29.07.10 Time: 18:43:20 User online: 5 Heute: 182 Gestern: 229 Gesamt: 8234 |
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INSEL-ZEITUNG
Studio Pellworm
2251 PELLWORM
04844/687
Redaktionelle Mitarbeiter: Josie Bey
Alfred Dethlefsen
Jons Drawert
Erwin Fiera
Wilhelm Gohde
Philipp Goedeking
Sönje Hansen
Angelika Leners
Rolf Lohmeyer,
Johann E. Lucht
Thies Martensen jr.
Hauke Martensen
Friedrich Petersen,
Dr. Markus Petersen
Hellfried Schulze
Gerda Smorra
Henry Smorra
Bernd Thornsen
Johann Wilsterman
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HIER HABEN SE DAS WORT
Leserbrief von Nico Wachsmuth, Kurgeschäftsführer
Antwort auf den Leserbrief des Herrn Norbert B. Spangen-berg in der Augustausgabe
der PIZ.
Herr Spangenberg macht es sich etwas zu einfach über die Leistung
der Pellwormer Kurverwaltung zu urteilen. Es bedarf hier einiger Korrekturen
und Aufklärungen und nehme deshalb zu den einzelnen Punkten wie folgt
Stellung: 1. Pellworm eifert nicht dem Stil der benachbarten Inseln nach.
Wir gehen unseren eigenen Weg, den Fremdenverkehr sinnvoll weiterzu-entwickeln.
Auf Pellworm finden Sie keine Hochhäuser und keine überfüllten
Strände. Mit Recht behaupte ich: Der Charakter dieser Insel wurde
erhalten und wir werden ihn weiterhin erhalten. 2. Pellworm wird jährlich
von 60 % Stammgästen besucht. 95 % der Buchungen erfolgen bis spätestens
Mai. Ein geringer Prozentsatz reist kurzfristig an. Mit Informationen
(Pellworm - Magazin) sind die Urlauber versorgt, wenn sie ihren Urlaub
antreten. Das Quartier ist bekannt. Nicht einmal 0,5 % aller Gäste
reisen unverhofft (auf "BLAUEN DUNST") an. Das sind ca. 400
Personen im Jahr. Der Aufwand für ein Informationsbüro ist zu
hoch. 3. Der Weg zur Kurverwaltung war immer ausgeschildert. Leider wurden
die jetzigen Schilder verspätet geliefert, so daß die Anbringung
erst zu Beginn der Hauptsaison erfolgen konnte. Diese endgültige
Ausschilderung müßte eigentlich reichen. 4. Daß der Inselplan
am Hafen steht ist doch nicht zu übersehen. Wer aus diesem Plan nicht
die gewünschten Informationen herauslesen kann, soll sich bei der
nahegelegenen Kurverwaltung erkundigen. 5. Eine überdachte Wartehalle
muß noch geschaffen werden, das sehe ich ein. Hier hat die Gemeinde
sich bereits mit der zuständigen Reederei in Verbindung gesetzt.
6. Die Anschrift im Magazin ist auf Seite 8 abgedruckt und auf der Rückseite
(Inselkarte) ist der Standort angezeigt: Im Planquadrat H (Tammensiel/
Hafen) finden Sie... Zustellungsschwierigkeiten durch die Post hat es
bisher nicht gegeben. 7. Der offizielle Fahrplan hängt auf Nordstrand-Hafen,
den Schiffen und für jedermann ersichtlich am Güterschuppen
der Reederei aus. Im Pellworm-Magazin ist der Fahrplan abgedruckt. Gäste
und Tagesausflügler, die unangemeldet auf die Insel kommen, können
das Magazin bereits auf der Fähre erhalten. Die ortskundige Besatzung
erteilt die gewünschten Informationen. 8. Die Kurverwaltung-Zimmervermittlung
ist in wenigen Minuten vom Schiff aus erreichbar. Eine Hotelübersicht
mit freien Betten ist m.E. nicht erforderlich und organisatorisch kaum
durchführbar. Diese Übersichten sind innerhalb von Minuten überholt.
Dann beginnt erst der Ärger. Ich bin jetzt im 9. Jahr als Verantwortlicher
des Kurbetriebes tätig, es hat noch weder ein Quartier bekommen und
wenn die Insel noch so besetzt war. 9. Die Unterstellung, an der Bratwurst-Bude
mehr Informationen zu erhalten wie auf der Kurverwaltung, ist mir einfach
zu primitiv. Es lohnt sich nicht, darauf einzugehen. 10. HerrSpangenberghatin13.Iahren4verschiedeneStandorteder
Kurverwaltung erlebt. Herr Spangenberg irrt, es waren nur drei. 1975 zog
die Kurverwaltung in eigene Räumlichkeiten. Körperbehinderte
reisen meistens mit Familienangehörigen, die dann für sie den
Weg zur Kurverwaltung machen. Wo es in Einzelfäl-len anders war,
sorgten die Vermieter sich um diese. 11. Wenn Sie, sehr geehrter Herr
Spangenberg, während Ihrer 13 Aufenthalte ans Denken gekommen wären,
so hätten Sie erkennen müssen, daß man von einem Naturschauspiel
allein doch nicht so recht satt wird. Es muß hier einmal gesagt
werden, daß viele Pellwormer Bürger nur durch den Fremdenverkehr
ihre Existenz auf der Insel halten können. Die Abwanderungszahlen
sprechen eine deutliche Sprache. Sie wollen doch wohl nicht behaupten,
daß die Gemeinde -Kurverwaltung- den organisierten Fremdenverkehr
auf Pellworm praktiziert. Da müssen Sie schon Damp 2000 nennen. Die
Entwicklung des Fremdenverkehrs bis zum heutigen Stand ist über mindestens
20 Jahre erfolgt. Beteiligt waren in erster Linie Privat-leute. Aus dem
Boden gestampft wurde hier nichts. Erst in den Jahren 1969-1973 hat die
Bettenzahl sich auf 2.000 gesteigert. Ein weiterer Anstieg wurde bisher
nicht erreicht, da viele Vermieter aus Alters-gründen ausgeschieden
sind. Die abgängigen Betten können nur mühsam durch Neubauten
aufgefangen werden. Hätten die Verantwortlichen in der Gemeinde für
die Entwicklung keine Schwerpunkte gesetzt, wären noch mehr Pellwormer
auf das Festland verzogen, da ein lohnender Nebenerwerb aus dem Fremdenverkehr
für die Existenz auf der Insel ausschlaggebend ist. Wir hätten
dann nicht die jetzigen über 100 Zweitwohnungen, sondern vielleicht
bereits 150. Die Wohnungseinheiten von auswärts würden bald
überwiegen. Diese Entwicklung wollen wir nicht, dafür haben
die Pellworm-Urlauber volles Verständnis. Zu dieser Überzeugung
bin ich nach vielen Gesprächen mit Gästen gekommen, die von
der Kurverwaltung und dem Fremdenverkehrsverein anläßlich des
10. Aufenthalts in der Gemeinde begrüßt und geehrt wurden.
Gerade dieser Gästekreis erkennt die Leistungen der Kurverwaltung
-Gemeinde- an. Für Anregungen und Verbesse-rungsvorschläge hatten
wir immer ein offenes Ohr. Im Rahmen der Möglichkeiten haben wir
realisierbare Vorschläge durchgeführt wie z.B. Vergrößerung
und Ausbau der Strände mit Treppen, Duschen, Toiletten, Kinderspielgeräte,
Sandkästen, Einrichtung eines FKK- Strandes und von zwei Hundestränden,
Schaffung eines großen Veranstaltungsraumes (Freizeithalle) Hallenbad,
Kurmittelabtei-lung - viele Anregungen stecken heute im Pellworm-Magazin
und im Veranstaltungsplan. Es fällt mir nicht schwer, zu der Feststellung
zu kommen, daß es mit der Leistung der Pellwormer Kurverwaltung
gar nicht so traurig ist. Traurig ist, daß ein Kurgast, der bereits
13 Jahre seinen Urlaub auf Pellworm verbracht hat, nicht den Weg zur Kurverwaltung
oder zum Gespräch am "Runden Tisch'* gefunden hat, um die vielen
kleinen Probleme vor Ort durchzusprechen. Wir lassen uns nicht von dem
eingeschlagenen Weg in der Fremden-verkehrsentwicklung abbringen und werden
bemüht sein, den Charakter der Insel zu erhalten und für den
Erholungssuchenden attraktiv zu gestalten.
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Leserbrief von Dr. Gertraude Ils, Freiburg
In der Januar-Nummer der Insel-Zeitung, die wir bei unserem jetzigen Aufenthalt
in Pellworm in die Hände bekamen, wurde über Edlefsens Hotel
am Hafen und die jeweiligen Besitzer berichtet. Wir haben in den Sommerferien
1953 und 1954 mit unseren Kindern in Edlefsens Hotel gewohnt. Dabei passierte
folgender Dialog: Mein Marfh: "Frau Edlefsen, so wie Sie habe ich
mir immer eine Nordfriesin vorgestellt, so groß und blond, blauäugig,
in die Ferne, übers Meer blickend, platt-dütsch snackend mit
den Bauern und Viehhändlern!" Frau Edlefsen lachend:"0
mei, i bi aus'm Schwarzwald, wisset Sie!" Großes Erstaunen
und Gelächter. Sie hatte im Kriege ihren späteren Mann in einem
Schwarwälder Lazarett kennengelernt, wo sie als Schwester tätig
war, war ihm nach Pellworm gefolgt und hatte sich in Sprache und Lebensform
voll angepaßt. 20 Jahre Später erzählen mein Mann und
ich in einer Freiburger Weinstube unserem Nachbar diese Geschichte. Er:
"0, des sich a Schwedemaidli! Im Dreißigjährigen Krieg
lag oben im Schwarzwald ziemlich lange ein schwedisches Regiment, alles
blonde Kerls, und das hat seine Spuren hinterlassen. Immer wieder gibts
blonde Schwedemaidli unter unserer sonst meist schwarzhaarigen und kleinwüchsigen
Schwarzwälder Bevölkerung." Wie wir jetzt erfahren haben,
ist Frau Edlefsen mit Mann und Kindern, nachdem Edlefsens Hotel wegen
der Deichvergrößerung abgerissen werden mußte, in ihre
Schwarzwälder Heimat zurückge-kehrt. Wir wollen sie mal besuchen.
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Leserbrief von Nico Wachsmuth, Pellworm
Nicht in Ordnung Ich finde es sehr bedauerlich, daß Frau Brandes
sichdie Mitarbeit bei der PIZ zu eigen macht, um Leserbriefe in der selben
Ausgabe gleich in der "Luft zu zerreißen." Damit hat sich
die PIZ - Redaktion einen schlechten Dienst erwiesen, das ist nicht in
Ordnung, meine Damen und Herren!
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4 Wochen am letzten Freitag des Monats. Auf diesen Seiten erfahren Sie
Vieles über die Insel Pellworm: Aktuelles, Politik, Kultur, Geschichte,
Veranstaltungshinweise usw. Der Preis beträgt € 1,30. Teilen
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De Pellwormer
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25849 Pellworm
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der vorhandenen PIZ Exemplare. Die Zeitungen wurden natürlich nicht
per Hand "neu" eingetippt, sondern via OCR Software eingescannt. |
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