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Pellworm, den 29.07.2010 - 18:43 Uhr

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Date: 29.07.10
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Leserbrief von Nico Wachsmuth, Kurgeschäftsführer Antwort auf den Leserbrief des Herrn Norbert B. Spangen-berg in der Augustausgabe der PIZ.
Herr Spangenberg macht es sich etwas zu einfach über die Leistung der Pellwormer Kurverwaltung zu urteilen. Es bedarf hier einiger Korrekturen und Aufklärungen und nehme deshalb zu den einzelnen Punkten wie folgt Stellung: 1. Pellworm eifert nicht dem Stil der benachbarten Inseln nach. Wir gehen unseren eigenen Weg, den Fremdenverkehr sinnvoll weiterzu-entwickeln. Auf Pellworm finden Sie keine Hochhäuser und keine überfüllten Strände. Mit Recht behaupte ich: Der Charakter dieser Insel wurde erhalten und wir werden ihn weiterhin erhalten. 2. Pellworm wird jährlich von 60 % Stammgästen besucht. 95 % der Buchungen erfolgen bis spätestens Mai. Ein geringer Prozentsatz reist kurzfristig an. Mit Informationen (Pellworm - Magazin) sind die Urlauber versorgt, wenn sie ihren Urlaub antreten. Das Quartier ist bekannt. Nicht einmal 0,5 % aller Gäste reisen unverhofft (auf "BLAUEN DUNST") an. Das sind ca. 400 Personen im Jahr. Der Aufwand für ein Informationsbüro ist zu hoch. 3. Der Weg zur Kurverwaltung war immer ausgeschildert. Leider wurden die jetzigen Schilder verspätet geliefert, so daß die Anbringung erst zu Beginn der Hauptsaison erfolgen konnte. Diese endgültige Ausschilderung müßte eigentlich reichen. 4. Daß der Inselplan am Hafen steht ist doch nicht zu übersehen. Wer aus diesem Plan nicht die gewünschten Informationen herauslesen kann, soll sich bei der nahegelegenen Kurverwaltung erkundigen. 5. Eine überdachte Wartehalle muß noch geschaffen werden, das sehe ich ein. Hier hat die Gemeinde sich bereits mit der zuständigen Reederei in Verbindung gesetzt. 6. Die Anschrift im Magazin ist auf Seite 8 abgedruckt und auf der Rückseite (Inselkarte) ist der Standort angezeigt: Im Planquadrat H (Tammensiel/ Hafen) finden Sie... Zustellungsschwierigkeiten durch die Post hat es bisher nicht gegeben. 7. Der offizielle Fahrplan hängt auf Nordstrand-Hafen, den Schiffen und für jedermann ersichtlich am Güterschuppen der Reederei aus. Im Pellworm-Magazin ist der Fahrplan abgedruckt. Gäste und Tagesausflügler, die unangemeldet auf die Insel kommen, können das Magazin bereits auf der Fähre erhalten. Die ortskundige Besatzung erteilt die gewünschten Informationen. 8. Die Kurverwaltung-Zimmervermittlung ist in wenigen Minuten vom Schiff aus erreichbar. Eine Hotelübersicht mit freien Betten ist m.E. nicht erforderlich und organisatorisch kaum durchführbar. Diese Übersichten sind innerhalb von Minuten überholt. Dann beginnt erst der Ärger. Ich bin jetzt im 9. Jahr als Verantwortlicher des Kurbetriebes tätig, es hat noch weder ein Quartier bekommen und wenn die Insel noch so besetzt war. 9. Die Unterstellung, an der Bratwurst-Bude mehr Informationen zu erhalten wie auf der Kurverwaltung, ist mir einfach zu primitiv. Es lohnt sich nicht, darauf einzugehen. 10. HerrSpangenberghatin13.Iahren4verschiedeneStandorteder Kurverwaltung erlebt. Herr Spangenberg irrt, es waren nur drei. 1975 zog die Kurverwaltung in eigene Räumlichkeiten. Körperbehinderte reisen meistens mit Familienangehörigen, die dann für sie den Weg zur Kurverwaltung machen. Wo es in Einzelfäl-len anders war, sorgten die Vermieter sich um diese. 11. Wenn Sie, sehr geehrter Herr Spangenberg, während Ihrer 13 Aufenthalte ans Denken gekommen wären, so hätten Sie erkennen müssen, daß man von einem Naturschauspiel allein doch nicht so recht satt wird. Es muß hier einmal gesagt werden, daß viele Pellwormer Bürger nur durch den Fremdenverkehr ihre Existenz auf der Insel halten können. Die Abwanderungszahlen sprechen eine deutliche Sprache. Sie wollen doch wohl nicht behaupten, daß die Gemeinde -Kurverwaltung- den organisierten Fremdenverkehr auf Pellworm praktiziert. Da müssen Sie schon Damp 2000 nennen. Die Entwicklung des Fremdenverkehrs bis zum heutigen Stand ist über mindestens 20 Jahre erfolgt. Beteiligt waren in erster Linie Privat-leute. Aus dem Boden gestampft wurde hier nichts. Erst in den Jahren 1969-1973 hat die Bettenzahl sich auf 2.000 gesteigert. Ein weiterer Anstieg wurde bisher nicht erreicht, da viele Vermieter aus Alters-gründen ausgeschieden sind. Die abgängigen Betten können nur mühsam durch Neubauten aufgefangen werden. Hätten die Verantwortlichen in der Gemeinde für die Entwicklung keine Schwerpunkte gesetzt, wären noch mehr Pellwormer auf das Festland verzogen, da ein lohnender Nebenerwerb aus dem Fremdenverkehr für die Existenz auf der Insel ausschlaggebend ist. Wir hätten dann nicht die jetzigen über 100 Zweitwohnungen, sondern vielleicht bereits 150. Die Wohnungseinheiten von auswärts würden bald überwiegen. Diese Entwicklung wollen wir nicht, dafür haben die Pellworm-Urlauber volles Verständnis. Zu dieser Überzeugung bin ich nach vielen Gesprächen mit Gästen gekommen, die von der Kurverwaltung und dem Fremdenverkehrsverein anläßlich des 10. Aufenthalts in der Gemeinde begrüßt und geehrt wurden. Gerade dieser Gästekreis erkennt die Leistungen der Kurverwaltung -Gemeinde- an. Für Anregungen und Verbesse-rungsvorschläge hatten wir immer ein offenes Ohr. Im Rahmen der Möglichkeiten haben wir realisierbare Vorschläge durchgeführt wie z.B. Vergrößerung und Ausbau der Strände mit Treppen, Duschen, Toiletten, Kinderspielgeräte, Sandkästen, Einrichtung eines FKK- Strandes und von zwei Hundestränden, Schaffung eines großen Veranstaltungsraumes (Freizeithalle) Hallenbad, Kurmittelabtei-lung - viele Anregungen stecken heute im Pellworm-Magazin und im Veranstaltungsplan. Es fällt mir nicht schwer, zu der Feststellung zu kommen, daß es mit der Leistung der Pellwormer Kurverwaltung gar nicht so traurig ist. Traurig ist, daß ein Kurgast, der bereits 13 Jahre seinen Urlaub auf Pellworm verbracht hat, nicht den Weg zur Kurverwaltung oder zum Gespräch am "Runden Tisch'* gefunden hat, um die vielen kleinen Probleme vor Ort durchzusprechen. Wir lassen uns nicht von dem eingeschlagenen Weg in der Fremden-verkehrsentwicklung abbringen und werden bemüht sein, den Charakter der Insel zu erhalten und für den Erholungssuchenden attraktiv zu gestalten.


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Leserbrief von Dr. Gertraude Ils, Freiburg
In der Januar-Nummer der Insel-Zeitung, die wir bei unserem jetzigen Aufenthalt in Pellworm in die Hände bekamen, wurde über Edlefsens Hotel am Hafen und die jeweiligen Besitzer berichtet. Wir haben in den Sommerferien 1953 und 1954 mit unseren Kindern in Edlefsens Hotel gewohnt. Dabei passierte folgender Dialog: Mein Marfh: "Frau Edlefsen, so wie Sie habe ich mir immer eine Nordfriesin vorgestellt, so groß und blond, blauäugig, in die Ferne, übers Meer blickend, platt-dütsch snackend mit den Bauern und Viehhändlern!" Frau Edlefsen lachend:"0 mei, i bi aus'm Schwarzwald, wisset Sie!" Großes Erstaunen und Gelächter. Sie hatte im Kriege ihren späteren Mann in einem Schwarwälder Lazarett kennengelernt, wo sie als Schwester tätig war, war ihm nach Pellworm gefolgt und hatte sich in Sprache und Lebensform voll angepaßt. 20 Jahre Später erzählen mein Mann und ich in einer Freiburger Weinstube unserem Nachbar diese Geschichte. Er: "0, des sich a Schwedemaidli! Im Dreißigjährigen Krieg lag oben im Schwarzwald ziemlich lange ein schwedisches Regiment, alles blonde Kerls, und das hat seine Spuren hinterlassen. Immer wieder gibts blonde Schwedemaidli unter unserer sonst meist schwarzhaarigen und kleinwüchsigen Schwarzwälder Bevölkerung." Wie wir jetzt erfahren haben, ist Frau Edlefsen mit Mann und Kindern, nachdem Edlefsens Hotel wegen der Deichvergrößerung abgerissen werden mußte, in ihre Schwarzwälder Heimat zurückge-kehrt. Wir wollen sie mal besuchen.


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Leserbrief von Nico Wachsmuth, Pellworm
Nicht in Ordnung Ich finde es sehr bedauerlich, daß Frau Brandes sichdie Mitarbeit bei der PIZ zu eigen macht, um Leserbriefe in der selben Ausgabe gleich in der "Luft zu zerreißen." Damit hat sich die PIZ - Redaktion einen schlechten Dienst erwiesen, das ist nicht in Ordnung, meine Damen und Herren!



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Falls Ihnen aufgefallen sein sollte, daß sich Rechtschreibfehler in die Berichte eingeschlichen haben sollten, bitten ich diese zu entschuldigen. Der Grund liegt in der Teils mangelnden Qualität der vorhandenen PIZ Exemplare. Die Zeitungen wurden natürlich nicht per Hand "neu" eingetippt, sondern via OCR Software eingescannt.
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