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| Pellworm, den 05.02.2012 - 15:40 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
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Jahreswende 78/79 auf Pellworm Eindrücke, gesammelt aus Gesprächen mit GästenEtwa 500 Urlauber verbrachten die Schnee-Jahreswende auf der Insel, vorwiegend junge Leute und Familien mit kleinen Kindern. Daß die Insel so voller Gäste war, sah man eigentlich erst bei ihrem Abflug. Das Pellwormer Kurzentrum glich einem internationalen Flughafen. Eingeschneit hatten die meisten von ihnen das denkwürdige letzte Wochenende des Jahres 78 verbracht. Viele waren erst nach Heiligabend gekommen, und da dann ja schon sehr bald das Unwetter einbrach, haben viele von ihnen außer ihrem Haus kaum etwas von Pellworm gesehen. Aber gerade das Erlebnis des Abgeschlossen seins bestärkte auch viele in ihrem Entschluß, im Sommer wiederzukommen, das wurde uns von verschiedenen Seiten versichert. Manchem ist der Traum von der "einsamen Insel" aber wohl doch zu einem Alptraum geworden. Das Gefühl, nicht mehr weg zu können, löste bei dem einen oder anderen eine gewisse Panik aus, die so gar nicht zu der märchenhaft schönen Landschaft, die Pellworm nach Neujahr bot, zu passen schien. Selbst Leute, die kein unaufschiebbares Geschäft nach Haus rief oder die sich nicht aus finanziellen Gründen Sorgen machen mußten, verspürten allmählich Nervosität. Pläne wurden gemacht, wie man trotz eingestellten Fährbetriebes und Fahrverbot die lnsel auf schnellstem Wege verlassen könnte. Wohin und wann flog ein Flugzeug, welche Zugverbindung funktionierte noch, was geschah mit den PKW's ? Kurverwaltung, Amt und Polizei mußten sich oft bis in die Nacht (ehrlich) um Anrufer kümmern. Das Gefühl des Eingeschlossen seins, der absoluten Trennung von der Außenwelt, den Pellwormern vertraut, war für manchen fast doch recht neu und psychisch schwer zu verkraften. Aber auch die andere Seite gab es: das sehr starke Gefühl, mit dazuzugehören, erwachsen durch den allgemeinen Notstand. Der Kontakt zwischen Pellwormern und Gästen, sonst zeitweise doch recht locker, war inniger. Nachdem man das Haus wieder verlassen konnte, ging man gemeinsam ans Schaufeln Gespräche ergaben sich von selbst, Gespräche mit Leuten, die man nie zuvor gesehen hatte. Jahreswende 78/79 auf Pellworm Eindrücke, gesammelt aus Gesprächen mit Gästen Vielfach beklagt wurde jedoch ein allgemeiner Informations-rückstand. Niemand wußte so recht, wann kommt ein Flug-zeug, wer kann mitfliegen, gibt es einen Hubschraubereinsatz, warum mußte man 100 DM für einen Flug hinblättern, warum flogen andererseits zufällig am Flugplatz stehende Gäste billiger, warum waren die Hubschrauberflüge kostenlos. Es gab Gäste, die am 5. Januar um 14.00 Uhr für teures Geld mit dem Westküstenflug abflogen, ab 16.00 Uhr wurden aber schon Nummern für die kostenlosen Hubschrauberflüge des nächsten Tages verteilt. Warum wurden die nicht benutzten Personenfährkarten der abfliegenden Gäste entwertet, wenn doch jeder - auch ohne Fährfahrschein - mit fliegen konnte. Warum wurde von der Gemeinde bzw. Kurverwaltung nicht be-kannt gegeben, daß ab Nordstrand nach dem Hubschrauber-flug PKW-Konvois zusammengestellt wurden? Manch Gast hat sein Auto auf Nordstrand stehen lassen, da ihm nur aus den Nachrichten das allgemeine Fahrverbot im Bereich Husum bekannt war. Warum sind andererseits PKW-Besitzer, nicht zusammen ausgeflogen worden, so daß sie nicht stundenlang auf Nordstrand auf die Zusammenstellung des Konvois warten mußten? Insgesamt gut geklappt hat ansonsten der Abflugder 360 Gäste am 6. Januar vom Kurzentrum. Man wardoch recht erleichtert, als man sah, wie schnell und reibungslos derAbflug vonstatten ging. Nach noch nicht einmal 3Stunden waren alle Urlauber auf Nordstrand, von wo sie per Bus, bzw. PKW- weiterbefördert wurden. Zurückgeblieben sind unzählige Gäste - PKW's auf Pellworm - es gibt also in den nachsten Wochen und, Monaten eine Menge Wochenendur-lauber, die ihren fahrbaren Untersatz abholen müssen. Ein Weihnachtsurlaub auf Pellworm, und den keiner unserer Gäste so schnell vergessen wird, und jeder hat sicher diese Tage ganz verschieden erlebt, je nach persönlichem Ge-stimmt sein. Schön wär's, wenn manch einer von ihnen zur Feder griffe und seine Eindrücke niederschriebe. Die PiZ würde sich freuen! G.S. >> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung Pellworm >>
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