Nordseeinsel Pellworm

Inselzeitung Pellworm


Pellworm, den 29.07.2010 - 18:28 Uhr

Inselzeitung Pellworm
Navigation:
Schnellsuche
E - Mail
Gästebuch
Impressum
Insel Pellworm
 
Pellwormer
Internet:
Neue Pellworm Pages
Pellworm & Internet
 
Pellwormer
Ausgaben:
Pellworm Ausgabe 01
Pellworm Ausgabe 02
Pellworm Ausgabe 03
Pellworm Ausgabe 04
Pellworm Ausgabe 05
Pellworm Ausgabe 06
Pellworm Ausgabe 07
Pellworm Ausgabe 08
Pellworm Ausgabe 09
Pellworm Ausgabe 10
Pellworm Ausgabe 11
Pellworm Ausgabe 12
Pellworm Ausgabe 13
Pellworm Ausgabe 14
Pellworm Ausgabe 15
Pellworm Ausgabe 16
Pellworm Ausgabe 17
Pellworm Ausgabe 18
Pellworm Ausgabe 19
Pellworm Ausgabe 20
Pellworm Ausgabe 21
Pellworm Ausgabe 22

Pellwormer

Date: 29.07.10
Time: 18:28:06
User online: 6
Heute: 182
Gestern: 229
Gesamt: 8234
 
Pellwormer
Impressum

 

 

Gesichte des Ostersiels
von Willhelm Petersen, Pellworm


Durch familiäre Überlieferungen, vornehmlich von Hans Peter-sen (1875-1965), versuche ich die Geschichte vom kleinsten Koog auf Pellworm (Ostersielkoogs) zurückzuverfolgen. Das alte Ostersiel hatte die Aufgabe, den Wester-Hunnen- und Süderkoog zu entwässern. Der Sielzug verlief in Verlängerung des jetzigen Sielzuges, vor den Wohnhäusern Maaß und Lucht "durch den Ostersielmitteldeich vor dem Wohnhaus 107 (heute Beneke), in den damaligen Hafenpriel. Der heutige Seedeich wurde 1798 vom Deichkommissar-Sievers gebaut. Der neue Koog wurde nach ihm gleverskoog genannt. Dies ist auch die katasteramtliche Bezeichnung. Erst in jüngerer Zeit sprechen wir vom, Ostersielkoog. Die Raumpazelle, die an der Westseite des Kooges an den Gärten entlang f ührt, diente vor der Bedeichung als Hafenbek-ken. Wenn man früher auf den Königsdeich (Seedeich vom Hafen bis Ostersielmitteldeich) stand, konnte man den dama-ligen Hafenpriel in Verlängerung der jetzigen Raumparzelle als Graben in der Ostersielhallig bis zum heutigen Hafenpriel verfolgen. Seit der Aufspülung vom Baggergut im Jahre 1946 ist die Spurverdeckt. Anton Momme Petersen (1840Z1915) hat als junger Bauer die alten Sturmpfähle, an denen die Schiffe angebunden wurden, aus der damaligen Rethparzelle ausgra-ben lassen. Die Häuser am westlichen Mitteldeich lagen vor der Eindei-chung am Außendeich. Auf dem südlichen Schenkel des drei-eckförmigen Kooges, dem Ostersielmitteldeich, lag der Oster-sielshof. Dieser Mitteldeich führte weit in das damalige Vorland hinaus. Dieses Vorland war ein Rest der großen zerschlagenen Insel Strand (1634). Es wurde im Laufe der Zeit von den Fluten abgebaut. Noch während meines Großvaters Kindheit war das Watt in der Ecke Seedeich- Junkershallig so tief, daß mein Urgroßvater dort mit seinen Kindern gebadet und die Schiffe von H. Kölln und D. Sellmer ganz in der Nähe des Steindeiches vor Anker liegen konnten. Man sah dort bei Ebbe das Kulturland, wie bei Rungholt oder Buphever. Die einzelnen Äcker und Wasserfurchen wären deutlich zu erkennen. In der damaligen Badeecke befand sich ein Brunnen von 1-1,5m Durchmesser, der aus Grassoden auf-gesetzt war. Bei der Sturmflut im Februar 1825 ist der Königs-deich übeschwemmt worden. 2 Häusergollen zusammenge-stürzt und das Ingut in der Südwestecke zusammengetrieben sein. Die flache Warft hebt sich noch heute von der ebenen Oberfläche der Fennen in der Nähe der alten Deichrampe ab. Am Ostersiel hat sich mit der Zeit vieles verändert. Hans Petesen konnte sich noch gut an seine Kindheit erinnern und wußte, wie es in den 80erJahren am Ostersiel ausgesehen hat. Am ganzen Ostersielmitteldeich gab es keine Gärten. Auf der südlichen Böschung standen kleine Hütten, die z. T. aus Seetank ("Teek") gebaut waren. In den jetzigen Obstgärten standen Strohdiemen. Vor dem Wohnhaus (alter Ostersielhof) standen sehr hohe Weidenbäume. Der Obstgarten wurde in den 80er Jahren angelegt, nachdem die Weiden beseitigt worden waren. An deren Stelle wurden Ulmen gepflanzt. Die Nachbarn rechts und links folgten diesem Beispiel. Sie pflanzten ebenfalls Ulmen vor ihren Häusern und legten Gärten an. So entstand allmählich die schöne Allee. Chrischen Eck (Petersen) säd ümmer: Winn twee junge'Lüd vun ene Enne no de anner Enne op unse Stroot spazeern, kammt se as verleefte Poor weller rut. Seit diesem Schnack heißt der Ostersielmitteldeich faßt nur noch "Liebesallee". Literaturnachweis: Müller Fischer: Das Wasserwesen an der Schleswig-Holsteinischen Nordseeküste.



Es wurde noch kein Suchbegriff eingegeben.

Suche Version 1.0

Pellworm
De Pellwormer:

Es gibt seit Ende 1996 eine neue, aktuelle Inselzeitung unter dem Namen "De Pellwormer". Diese Zeitung erscheint alle 4 Wochen am letzten Freitag des Monats. Auf diesen Seiten erfahren Sie Vieles über die Insel Pellworm: Aktuelles, Politik, Kultur, Geschichte, Veranstaltungshinweise usw. Der Preis beträgt € 1,30. Teilen Sie uns Ihre Anschrift mit, gerne schicken wir Ihnen ein Probeheft zu.

De Pellwormer
Postfach 47
25849 Pellworm
04844/577
04844/992221
pellwormverlag@t-online.de

Pellworm
 
Pellworm
zur Technik:
Diese Web Seiten sind optimiert für eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel. Wenn Sie Animationen betrachten möchten, sollte Ihr Browser JavaSkript fähig sein. Wir empfehlen als Browser den Internet Explorer ab Version 4.0
Pellworm
 
Nordfriesland Pellworm
zu abgebildeten Bildern und Grafiken:
Die meisten Grafiken und Bilder werden aus tech. Gründen verkleinert angezeigt. Zum vergrößern reicht ein Klick auf die linke Maustaste aus. In den meisten Fällen werden die Bilddateien zur Vergrößerung in ein seperates Fenster geladen.
Pellworm
 
Nordfriesland Pellworm
Texte:
Falls Ihnen aufgefallen sein sollte, daß sich Rechtschreibfehler in die Berichte eingeschlichen haben sollten, bitten ich diese zu entschuldigen. Der Grund liegt in der Teils mangelnden Qualität der vorhandenen PIZ Exemplare. Die Zeitungen wurden natürlich nicht per Hand "neu" eingetippt, sondern via OCR Software eingescannt.
Pellworm