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Pellworm, den 10.03.2010 - 01:46 Uhr

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Pellwormer Fischerverein

Der Pellwormer Fischerverein, dessen Vorsitzender Hermann Petersen (genannt Maler) ist, feierte im letzten Jahr sein 50jähriges Gründungsjubiläum. Die wirtschaftliche Not war 1926 der Grund des Zusammenschlusses gewesen und insbesonders galt es, dem ruinösen Wettbewerb der Pellwormer Fischer untereinander zu steuern. So waren Fische mit 15 Pfennig das Pfund gehandelt worden, durch die Preisabsprache wurde schließlich ein Preis von 20 Pfennig erzielt. Wirft man einen Blick in die Gründerzeit, so kann man doch sagen, daß es damals eine verhältnismäßig ruhige Zeit gewesen ist. Die kleinen Fischereifahrzeuge wurden zum großen Teil noch gesegelt; wenn schon Motore eingebaut waren, so hatten diese eine Stärke von 8 bis 12 PS. Die verhältnismäßig geringen Unkosten, aber auch die Anspruchslosigkeit der Fischer und der Bevölkerung Überhaupt in jener Zeit erlaubten es, die Fischerei von Mitte November bis Anfang April einzustellen.
1952 bot der Pellwormer Hafen noch 23 kleineren und mittleren Fischereifahrzeugen Platz, heute ist diese Zahl bis auf 5 Kutter, 3 größere und 2 kleinere Fahrzeuge geschrumpft. Die immensen Kosten dieser Fahrzeuge gestatten es nicht, diese auch nur über kürzere Zeit aufliegen zu lassen, praktisch muß jetzt ganzjährig, zum größten Teil außerhalb der Hoheitsgrenze, gefischt werden. Gefischt wurden zur Hauptsache Krabben (Porren), Plattfisch und gelegentlich Heringe, aber auch die Seemoosfischerei brachte einen guten Ertrag, sie wird in den letzten Jahren nicht mehr betrieben. Der Fang wurde nach Husum, zeitweise aber auch nach Tetenbüllspieker geliefert. Heute wird der Fang ausschließlich in Husum vermarktet. Zur Verwertung von Fisch? und Garneelengammel wurde in den dreißiger Jahren eine eigene Darre errichtet, von der jetzt nur noch Ruinen und Fragmente stehen. Auch das beliebte Regattasegeln gehört der Vergangenheit an. Daß bei dem Jubiläumstreffen im letzten Jahr bei Edit und Heini Liermann im Strandcafe reihenweise Döntjes zum besten gegeben wurden, lässt sich denken. Ein ganzes Buch hätte man Füllen können.
So die Geschichte, wo dem Wirt für je 100 Teepunsch der Preis auf 20 DM anstatt sonst 25 DM heruntergehandelt wurde; oder wie die Fischer Groth und Balzukat ihre Schiffe auf Strom nebeneinander legten, um Tageslicht abzuwarten, den genauen Tag aber vom Kartenspiel nicht los kamen und abends mit trockenen Netzen wieder in den Hafen einliefen; weiter das Milchholen auf Gröde, wo man ohne Kuhmilch, wohl aber mit einem Affen wieder an Bord kam; Bubi Balzukat und Hans Hallimann als Seemooshändler, Geschichten um die Seehundsiagd und viele schnurrige Geschichten. mehr.

Eine Kostprobe: Nommen Lohmann harr in Husum sien Motor owerhaln laten, dat de nu ferdig weer, um äs een Neimaschien leep, wor de Awend noch een bäten fiert un man weer riekli lat in de Koje kamen. Nommen leeg nu as drütte Schipp in de Laag, un de mitteiste wull rut to fischen. He ward Nommen nu wecken, as se dat ock affmakt harrn. He leggt nu aff, un Nommen sien Schipp dreef een bäten rut in de Haben. De Kolleg dampt aff, un as Nommen los will, kümt ein wat Minschliches opöwer, un as de Kolleg so na 12 Stünn weller rin kümmt, liggt de N. sien Kutter ümmer noch son Stück von de Kant aff. De Kolleg leggt sich ni N. Langsiet un ward ein nu fragen, ob he wull wat mit de dore Motor hat hett. Un in sien dröge Ort vertellt Nommen nu so Wort na Wort: As du rutfohrst, schull ich erstmal ut de Büx, weer ja keen Minsch op Wied un Siet, ick trock de Büx dal un heel de Achteten öwer de Rehling, un ick drück, un dat plumst, un dor weer mi de Klock ut de Tasch folln. Un ick drück nochnal, un dat plumst nich, un dor har. ick vergäten, de Unnerbüchs mit daltotrecken. Un nu sölk ick jümmers noch mien Klock.



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