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Date: 04.09.10 Time: 04:32:20 User online: 7 Heute: 41 Gestern: 226 Gesamt: 7016 |
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INSEL-ZEITUNG
Studio Pellworm
2251 PELLWORM
04844/687
Redaktionelle Mitarbeiter: Josie Bey
Alfred Dethlefsen
Jons Drawert
Erwin Fiera
Wilhelm Gohde
Philipp Goedeking
Sönje Hansen
Angelika Leners
Rolf Lohmeyer,
Johann E. Lucht
Thies Martensen jr.
Hauke Martensen
Friedrich Petersen,
Dr. Markus Petersen
Hellfried Schulze
Gerda Smorra
Henry Smorra
Bernd Thornsen
Johann Wilsterman
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Pellwormer
Fischerverein
Der Pellwormer Fischerverein, dessen Vorsitzender Hermann
Petersen (genannt Maler) ist, feierte im letzten Jahr sein 50jähriges
Gründungsjubiläum. Die wirtschaftliche Not war 1926 der Grund
des Zusammenschlusses gewesen und insbesonders galt es, dem ruinösen
Wettbewerb der Pellwormer Fischer untereinander zu steuern. So waren Fische
mit 15 Pfennig das Pfund gehandelt worden, durch die Preisabsprache wurde
schließlich ein Preis von 20 Pfennig erzielt. Wirft man einen Blick
in die Gründerzeit, so kann man doch sagen, daß es damals eine
verhältnismäßig ruhige Zeit gewesen ist. Die kleinen Fischereifahrzeuge
wurden zum großen Teil noch gesegelt; wenn schon Motore eingebaut
waren, so hatten diese eine Stärke von 8 bis 12 PS. Die verhältnismäßig
geringen Unkosten, aber auch die Anspruchslosigkeit der Fischer und der
Bevölkerung Überhaupt in jener Zeit erlaubten es, die Fischerei
von Mitte November bis Anfang April einzustellen.
1952 bot der Pellwormer Hafen noch 23 kleineren und mittleren Fischereifahrzeugen
Platz, heute ist diese Zahl bis auf 5 Kutter, 3 größere und
2 kleinere Fahrzeuge geschrumpft. Die immensen Kosten dieser Fahrzeuge
gestatten es nicht, diese auch nur über kürzere Zeit aufliegen
zu lassen, praktisch muß jetzt ganzjährig, zum größten
Teil außerhalb der Hoheitsgrenze, gefischt werden. Gefischt wurden
zur Hauptsache Krabben (Porren), Plattfisch und gelegentlich Heringe,
aber auch die Seemoosfischerei brachte einen guten Ertrag, sie wird in
den letzten Jahren nicht mehr betrieben. Der Fang wurde nach Husum, zeitweise
aber auch nach Tetenbüllspieker geliefert. Heute wird der Fang ausschließlich
in Husum vermarktet. Zur Verwertung von Fisch? und Garneelengammel wurde
in den dreißiger Jahren eine eigene Darre errichtet, von der jetzt
nur noch Ruinen und Fragmente stehen. Auch das beliebte Regattasegeln
gehört der Vergangenheit an. Daß bei dem Jubiläumstreffen
im letzten Jahr bei Edit und Heini Liermann im Strandcafe reihenweise
Döntjes zum besten gegeben wurden, lässt sich denken. Ein ganzes
Buch hätte man Füllen können.
So die Geschichte, wo dem Wirt für je 100 Teepunsch der Preis auf
20 DM anstatt sonst 25 DM heruntergehandelt wurde; oder wie die Fischer
Groth und Balzukat ihre Schiffe auf Strom nebeneinander legten, um Tageslicht
abzuwarten, den genauen Tag aber vom Kartenspiel nicht los kamen und abends
mit trockenen Netzen wieder in den Hafen einliefen; weiter das Milchholen
auf Gröde, wo man ohne Kuhmilch, wohl aber mit einem Affen wieder
an Bord kam; Bubi Balzukat und Hans Hallimann als Seemooshändler,
Geschichten um die Seehundsiagd und viele schnurrige Geschichten. mehr.
Eine Kostprobe: Nommen Lohmann harr in Husum sien Motor owerhaln
laten, dat de nu ferdig weer, um äs een Neimaschien leep, wor de
Awend noch een bäten fiert un man weer riekli lat in de Koje kamen.
Nommen leeg nu as drütte Schipp in de Laag, un de mitteiste wull
rut to fischen. He ward Nommen nu wecken, as se dat ock affmakt harrn.
He leggt nu aff, un Nommen sien Schipp dreef een bäten rut in de
Haben. De Kolleg dampt aff, un as Nommen los will, kümt ein wat Minschliches
opöwer, un as de Kolleg so na 12 Stünn weller rin kümmt,
liggt de N. sien Kutter ümmer noch son Stück von de Kant aff.
De Kolleg leggt sich ni N. Langsiet un ward ein nu fragen, ob he wull
wat mit de dore Motor hat hett. Un in sien dröge Ort vertellt Nommen
nu so Wort na Wort: As du rutfohrst, schull ich erstmal ut de Büx,
weer ja keen Minsch op Wied un Siet, ick trock de Büx dal un heel
de Achteten öwer de Rehling, un ick drück, un dat plumst, un
dor weer mi de Klock ut de Tasch folln. Un ick drück nochnal, un
dat plumst nich, un dor har. ick vergäten, de Unnerbüchs mit
daltotrecken. Un nu sölk ick jümmers noch mien Klock.
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De Pellwormer
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