Nordseeinsel Pellworm

Inselzeitung Pellworm


Pellworm, den 17.03.2010 - 08:05 Uhr

Inselzeitung Pellworm
Navigation:
Schnellsuche
E - Mail
Gästebuch
Impressum
Insel Pellworm
 
Pellwormer
Internet:
Neue Pellworm Pages
Pellworm & Internet
 
Pellwormer
Ausgaben:
Pellworm Ausgabe 01
Pellworm Ausgabe 02
Pellworm Ausgabe 03
Pellworm Ausgabe 04
Pellworm Ausgabe 05
Pellworm Ausgabe 06
Pellworm Ausgabe 07
Pellworm Ausgabe 08
Pellworm Ausgabe 09
Pellworm Ausgabe 10
Pellworm Ausgabe 11
Pellworm Ausgabe 12
Pellworm Ausgabe 13
Pellworm Ausgabe 14
Pellworm Ausgabe 15
Pellworm Ausgabe 16
Pellworm Ausgabe 17
Pellworm Ausgabe 18
Pellworm Ausgabe 19
Pellworm Ausgabe 20
Pellworm Ausgabe 21
Pellworm Ausgabe 22

Pellwormer

Date: 17.03.10
Time: 08:05:48
User online: 6
Heute: 125
Gestern: 131
Gesamt: 11818
 
Pellwormer
Impressum

 

 

Wir stellen vor
Rudlof Boysen & Familie

Wer nach Pellworm kommt, lernt ihn unweigerlich irgendwo kennen: auf der Pellworrn 1, im Watt, am Haus oder Boot werkelnd, ständig unterwegs zwischen Hafen und der Alten Kirche, immer in Aktion, selten Zeit erübrigend für seine Hobbys: Fotographie, Motorbootfahren, philosophische Bücher, Wattwandern. Rudof Boysen, Maschinist auf der Pellworm und engagierter Wattführer, wurde am 24.11.23 auf Pellworm geboren. Sein Vater war Schmiedemeister an der Alten Krche che. Dort in der Schule an der Alten Kirche, drückte er auch die Schulbank, wurde 1939 konfirmiert und hatte nur einen Berufswunsch die Seefahrerei. Doch aus diesem Juqendtraum wurde zunächst mal nichts: der Krieg brach aus, die Arbeitskräfte waren knapp, da galt es, das Schmiedehandwerk zu erlernen und dem Vater im elterlichen Betrieb zu helfen. Nach der Gesellenprüfung sollte er dann zur Infanterie, zur fahrenden Einheit eingezogen werden Doch der damals 19jährige wollte seinem ursprünglichen Berufswunsch ein Zipfelchen näher kommen und meldete sich freiwillig zur Marine. Er machte 1942 in Stralsund seine Grundausbildung und ging dann zur Maschinenschule in Neustrelitz. Die Kriegswirren zwischen 1943?1945 verschlugen ihn nach 2jährigem Einsatz an das nördliche Eismeer, von wo er 1945 auf Heimaturlaub geschickt wurde. Kaum auf Pellworm eingetroffen, erreichte ihn dann die Nachricht vom Kriegsende, d.h., ganz vorbei war alles auf Pellworm noch nicht: Eine Feldgendarrnerie landete kurz darauf auf der Insel, nahm 30 Pellwormer, unter ihnen Rudolf, fest und schleppte sie in ein Kriegsgefangenenlager bei Marrie. Die Gefangenschaft war nach 6 Wochen beendet. Rodolf Boysen nahm 2 Jahre lang seine Arbeit in der Schmiede wieder auf, nicht nur, um seine Familie in der geldlosen Zeit über die Runden zu bringen, sondern auch, um endlich reell handwerklich tätig zu sein. Er machte dann in Hamburg sein Zivilpatent und erhielt am 8. August 1948 das Angebot der Pellwormer Dampfschiffahrtsgesellschaft auf dem Fährschiff, damals als Maschinist, anzufangen. Das damalige Schiff konnte übrigens schon Autos befördern und zwar 5 an der Zahl Seit nun bald 20 Jahren pendelt er also zwischen Pellworm und Husum, bzw. heute Nordstrand, hin und her, täglich mindestens einmal. Zweimal konnte nicht gefahren werden, weil durch zu starken Ostwind einfach kein Wasser da war, und natürlich war es auch am 2. Januar 1976 ausgeschlossen, die Fähre zu starten. Die alte Fähre hat übrigens sogar mal ein ganzes Vierteljahr aussetzen müssen, weil Pellworm völlig eingefroren war. Was das für die Versorgung der Insel bedeutete, kann sich jeder vorstellen. Aber wie gesagt, das waren Ausnahmen. Was allerdings an lustigen und seltsamen Vorkommnissen auf den Tausenden von Fahrten erzählt werden könnte, würde ein ganzes Buch füllen: ob es nun darum ging, einen Ochsen wieder an Bord zu bekommen, der ein stundenlanges Herumplantschen in der Nordsee dem Eingeklemmtsein zwischen brüllenden Artgenossen vorzog, oder ob es sich um mehr menschliche Situationen handelte, die ihren Ursprung in einer stark kömgeschwängerten Atmosphäre hatten. Gleichviel, Rudolf Boysen müßte viel Zeit und Ruhe haben, um all dies zu erzählen. Er müßte überhaupt mehr Ruhe haben für das, was ihn intensiv beschäftigt. Diejenigen, die mit ihm zu den Seehundsbänken hinauswanderten, mögen dies schon erfahren oder gespürt haben: seine ganz innige Beziehung zu der Landschaft, mit der er aufgewachsen ist. Die Naturverbundenheit und das Anliegen, auch andere, wie er sagt, "der Natur näher zu bringen", waren der Anlaß, vor vier Jahren mit den Wattführungen zu beginnen. Außerdem war ? wie so oft ? damals auch einfach kein anderer da, der diese Aufgabe übernehmen wollte. Einsatzbereitschaft für eine Sache, die man für notwendig hält und die intensiv betrieben auch sehr viel Freude bereitet, kennzeichnet auch Rudolf Boysens Frau Lore Boysen aus. Lore Boysen, in den Kriegsjahren als Fernschreiberin tätig und Flugzeugbau bei Berlin, kam während des Krieges zu einem sogenannten "Landjahr" nach Pellworm, lernte ihren Mann hier kennen und heiratete ihn 1945. Obwohl Nicht Pellwormerin, lernte sie sehr schnell Plattdeutsch und zeigte großes Interesse für die speziellen Inselbelange. Schon früh begannen sie und ihre Tochter Antje sich für Trachten zu interessieren und es blieb nicht beim Erarbeiten all dessen, was die Trachtenforschung an Literatur herausgab, sie setzten zusammen das Erfahrene in die Tat um. Viel Zeit, Mühe und auch viel Geld wurden investiert in die Nacharbeitung von drei Trachten, der friesischen Sonntagstracht und Festtagstracht und der festlandfriesischen Tracht, den drei für diesen Bereich in Frage kommenden Trachten. Wer sich auf diesem Gebiet auskennt, weiß, wie viel Suchen und Ausdauer vonnöten sind, wirklich originale Trachten zu erstellen. Lore Boysen und, wenn es ihre Zeit zuläßt, auch Antje Boysen (Antje ist Lehrerin auf dem Festland), tragen ihre Trachten im Sommer bei den wöchentlichen Orgelkonzerten in der Alten Kirche. Lore Boysen versieht übrigens das Küsteramt in der Alten Kirche. Noch ein weiteres Mitglied der Familie Boysen ist inzwischen auch vielen Gästen bekannt: Jens, er macht im Sommer Wattführungen nach Süderoog. Und wer im Winter hier ist, mag auch den Zweitältesten, Hauke Boysen, kennen: er betätigt sich mit viel Elan am Wochenende als Diskjockey. Komplett wird die Familie Boysen durch die beiden Jüngsten, Maike und Ole. Befragt, was er nach seiner Pensionierung wohl hauptsächlich machen würde, ist Rudolf Boysens selbstverständliche Antwort: "Wattwandern, Wattwandern, Wattwandern"



Es wurde noch kein Suchbegriff eingegeben.

Suche Version 1.0

Pellworm
De Pellwormer:

Es gibt seit Ende 1996 eine neue, aktuelle Inselzeitung unter dem Namen "De Pellwormer". Diese Zeitung erscheint alle 4 Wochen am letzten Freitag des Monats. Auf diesen Seiten erfahren Sie Vieles über die Insel Pellworm: Aktuelles, Politik, Kultur, Geschichte, Veranstaltungshinweise usw. Der Preis beträgt € 1,30. Teilen Sie uns Ihre Anschrift mit, gerne schicken wir Ihnen ein Probeheft zu.

De Pellwormer
Postfach 47
25849 Pellworm
04844/577
04844/992221
pellwormverlag@t-online.de

Pellworm
 
Pellworm
zur Technik:
Diese Web Seiten sind optimiert für eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel. Wenn Sie Animationen betrachten möchten, sollte Ihr Browser JavaSkript fähig sein. Wir empfehlen als Browser den Internet Explorer ab Version 4.0
Pellworm
 
Nordfriesland Pellworm
zu abgebildeten Bildern und Grafiken:
Die meisten Grafiken und Bilder werden aus tech. Gründen verkleinert angezeigt. Zum vergrößern reicht ein Klick auf die linke Maustaste aus. In den meisten Fällen werden die Bilddateien zur Vergrößerung in ein seperates Fenster geladen.
Pellworm
 
Nordfriesland Pellworm
Texte:
Falls Ihnen aufgefallen sein sollte, daß sich Rechtschreibfehler in die Berichte eingeschlichen haben sollten, bitten ich diese zu entschuldigen. Der Grund liegt in der Teils mangelnden Qualität der vorhandenen PIZ Exemplare. Die Zeitungen wurden natürlich nicht per Hand "neu" eingetippt, sondern via OCR Software eingescannt.
Pellworm