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| Pellworm, den 29.07.2010 - 18:36 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
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In eigener SacheDie wichtigste Information am Anfang: unsere Inselzeitung läuft weiter auch im Jahre 1978! Unsere steigenden Verkaufs und Abonnentenzahlen und der vielfache Zuspruch aus Leserkreisen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben also vom Erlös jeder Monatsausgabe die nächste Ausgabe finanzieren können und sind im Moment bei einer 800er Auflage. Zwar haben wir uns mit unserer November? und Dezemberausgabe den Luxus geleistet, 4 Seiten mehr zum selben Verkaufspreis zu drucken, wodurch unser bis jetzt erarbeiteter Überschuss sehr geschmälert wurde, weil leider auch im November weniger Annoncen eingingen. Für die Dezemberausgabe sind wir darum noch einmal rund um die Insel gefahren und haben jeden Geschäftsmann einzeln angesprochen, was sich gelohnt hat. Es wäre so schön, wenn wir nicht bei vielen jeden Monat wieder bitten müssten, sondern die Annoncen von selbst hereinkämen. Übrigens: Auch Kleinanzeigen lohnen sich. Die Mofa?Annonce beispielsweise brachte 40 (!) Anfragen! Wir sind jedoch zuversichtlich, dass unsere Jahresabrechnung zumindest kein Defizit, vielleicht sogar noch einen kleinen Überschuss aufweist. Sollte letzteres der Fall sein, wird eine Redaktionsabstimmung ergeben, welcher Pellwormer Familie oder Institution der erarbeitete Überschuss zufließt. Da bei einigen Pellwormern darüber immer noch etwas falsche Vorstellungen bestehen, müssen wir noch einmal darauf hinweisen: Keiner der Arbeitskreismitglieder profitiert finanziell von der Zeitung, auch das Studio, das Räume, Geräte usw. stellt, nicht. Alle geleistete Arbeit und selbst kleinere Unkosten (Telefon, Benzin, Papier usw.) weiden nicht bezahlt. Der Arbeitskreis arbeitet völlig uneigennützig. Das muss doch noch (einmal gesagt weiden, weil es immer noch Leute gibt, die sich einfach nicht vorstellen können, daß manche eben sehr viel Zeit, Kraft und Energie aufbringen für eine Sache, von der sie überzeugt sind sind bei der sie finanziell höchstens zusetzen, aber nichts gewinnen. Wir hoffen, dass unsere "alten" Abonnenten uns auch im neuen Jahr treu bleiben und vielleicht manch neuer Abonnent gewonnen werden kann. Die "alten " Abonnements laufen, sofern Sie nicht bis Anfang Januar kündigen, automatisch weiter bis Dezember 1978. Der Preis beträgt 1,50 DM plus 0,70 DM Porto und Verpackung 2,20 DM je Ausgabe. (Wir haben 1977 bei 50 Pf Porto und Verpackung jedesmal zugesetzt!), Das Jahresabonnement beläuft sich somit auf 18,? DM + 8,40 DM = 26,40 DM. Wir haben uns für unsere "Schnellzahler" ein kleines Geschenk ausgedacht: Eine große Anzahl von Inselzeitungsgrafiken, auf Karton gedruckt, liegt parat. Jeweils 3 Drucke schicken wir als kleines Dankeschön an diejenigen Abonnenten, die sich schnell zur Überweisung des Geldes entschließen. Der Versand erfolgt in der Reihenfolge der Geldüberweisungen, solange der Vorrat reicht. Und noch ein weiteres Angebot: Wir geben jedes Jahr eine Sammelmappe für Ihre Inselzeitungen heraus. Die erste für die 6 Ausgaben des Jahres 1977 können Sie ab Januar bei uns bestellen (Preis wird noch bekanngegeben) oder bei folgenden Redaktionsmitgliedern kaufen: Frau Matthiessen, Herrn Petersen (Fiede Sattler), Herrn Wilstermann, Studio Pellworm. Die Nachdrucke der Inselzeitungen 1, 2 und 3 sind inzwischen alle vorrätig und können bei den oben genannten Verkaufsstellen bezogen werden. Alle weiteren Inselzeitungen sind nach wie vor in den bekannten Pellwormer Geschäften zu kaufen. Wir haben inzwischen auch viele Pellwormer Abonnenten, die ihre Zeitungen bei vorher vereinbarten Geschäften zum Preis von 1,50 DM selbst abholen. Wer von den Pellwormern noch Abholerabonnent werden möchte, sollte sich bei "seinem" Geschäft in die Abholerliste eintragen lassen. Er hat dann die Garantie, daß "seine" Zeitung auf jeden Fall für ihn parat liegt, egal, wann er sie abholt. Mit unserer Redaktionsarbeit sind wir im Moment vollauf zufrieden. Unsere Dienstags?Redaktionssitzungen waren beim Erstellen der Dezemberausgabe wieder gut besucht (wenn auch der Appell an alle Vereine scheint's wenig gefruchtet hat). Die Atmosphäre in der wieder vergrößerten Redaktionsmannschaft (15 ? 20 Mann) war jedoch sehr gut. Allmählich entsteht doch ein recht tiefes Gefühl der Zusammengehörigkeit und Verantwortlichkeit. Der Arbeitskreis wird mehr und mehr zum Team. Planungen für redaktionsexterne Unternehmungen, wie z.B. gemeinsame Sylvesterfeier, sind bezeichnend dafür. Wichtiger aber noch sind redaktionsinterne Übereinkommen: Der Tatsache, daß zwei unserer Redaktionsmitglieder, die für Vertrieb und Umbruch zuständig waren, unzumutbar überlastet wurden, wird jetzt folgendermaßen Rechnung getragen: Unsere Redaktionsabende gliedern sich in a) Vorbereitung und Diskussion der neuen Zeitung und b) Erstellung der Zeitung (Tippen, Umbruch, Laborarbeit, Korrektur, Versand, Abrechnung). Wir bilden Arbeitsgruppen, die sich nach der Diskussion im Plenum einer der oben genannten Tätigkeiten widmen. Wenn unsere Dienstagabende auch im neuen Jahr in dieser gelockerten und trotzdem arbeitsintensiven Atmosphäre weiterlaufen, ist das eine Tatsache, die jeder, der Erfahrung mit Gruppenprozessen hat, wohl einzuschätzen weiß. Das leidige Fahrproblem haben wir inzwischen auf eigene Faust geregelt. Wer nicht weiß, wie er zum Studio kommen soll, kann entweder Frau Matthiessen (Tel. 671), Familie Joh. Lucht (Tel. 307) oder im Studio (Tel. 687) anrufen. Gegen einen generellen Benzinbeitrag von 1,? DM wird er dann hin? und zurückchauffiert. Ist das kein Angebot?
So, und nun zu unserer Redaktionsvorstellung. Diesmal
ist das Ehepaar Lucht an der Reihe. Heidi schreibt hei uns hauptsächlich
aktuelle Lokalnotizen und Johann beliefert uns mit aktuellen, vor allem
mit historischen Tatsachen. (Döntjes etc.). Er ist außerdem
unser Experte für Landwirtschaft. Heidi wurde 1937 in Bad Münder
geboren, wo sie auch bis 1952 zur Schule ging. Nach einem Jahr Hauswirtschaftsschule
jobbte sie 4 Jahre lang in der Schweiz. 1956 heiratete sie ihren ersten
Mann, einen Jungen "Süderoogs", und zog nach einer Lehre
im Fotolabor 1960 mit ihm nach Pellworm, wo sie ein Geschäft eröffneten.
Als ihr Mann 1968 starb, stand sie mit 4 Kindern allein da. Sie lernte
Johann kennen, dessen Frau ebenfalls 2 Jahre zuvor gestorben war. Johann
ist gebürtiger Pellwormer, Jahrgang 1909. Von 1916 ?1924 ging er
in die zweiklassige Schule an der Neuen Kirche, anschließend dann
auf die Oberschule nach Niebüll. Aus Neigung zur Landwirtschaft kaufte
er 1938 im Bupheverkoog einen Bauernhof. 1939 heiratete er seine erste
Frau, wurde 1941 eingezogen zur Marine, wo er als Funker tätig war;
er kam in russische Gefangenschaft und kehrte im Sept. 1946 nach Pellworm
zurück. Er bewirtschaftete und erweiterte seine Hofstelle hier. Als
seine Frau 1966 starb, blieb Johann mit 6 Kindern zurück. Heidi und
Johann heirateten 1968, haben neben ihren 10 Kindern inzwischen 7 Enkelkinder
und haben trotzdem immer mal wieder Zeit gefunden, sich ihren Hobbies
zu widmen. Johann war 15 Jahre lang Amtswehrführer der Pellwormer
Feuerwehr, er interessiert sich sehr für die Belange Pellworms und
der Halligen. In seiner Freizeit geht er gern fischen. Ein weiteres Hobby,
das Lesen, teilt er mit seiner Frau, die außerdem ihre Freizeit
oft mit Malen und Handarbeit verbringt. Die Dienstagabende und manche
private freie Minute widmen nun die beiden zusammen der Pellwormer Inselzeitung.
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