|
|
|
||||||||||||||||||||||||||
| Pellworm, den 29.07.2010 - 18:41 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||
|
Das Märchen von der Reise in die StadtEs war einmal eine Mutter, die drei kleine Kinder hatte und mit ihnen in die Stadt fahren musste, da ihre lieben Kinderchen über riesig große Löcher in den Zähnen klagten. Die sollte der liebe Doktor Zahnflicker stopfen. Auch ein Kind der Nachbarn musste mit, weil es dort die große Berufsschule besuchen sollte. Es war nämlich eins der Kinder, die in der geliebten Heimat geblieben und nicht wie die anderen in die weite Weit gezogen waren. Nun war so eine Reise in die Stadt nicht so einfach, wie man denkt, nein, denn die Mutter wohnte mit ihren Kindern auf einer Insel und musste erst das Meer überqueren, um die nächste Stadt zu erreichen. So machte sich die Mutter auf den Weg. In tiefster Nacht, es schneite und war bitter kalt, weckte sie ihre Kinder, gab ihnen ein Stück Brot in die Hand und lud sie und das Kind der Nachbarn in den Inselbus. Am Hafen angekommen, stellten sie aber fest, dass sie noch nicht auf das Schiff konnten. Traurig standen sie im Schneeregen und warteten?, ohne Unterstellmöglichkeit, die sie schützen könnte. Endlich wurde die Brücke heruntergelassen, und sie konnten auf das Schiff. Der Bus, der sie von der anderen Seite der Insel in die Stadt bringen sollte, war noch nicht da. Die Kinder weinten riesengroße Tränen, weil ihre Kleidung von der Kälte und vom Platschregen so durchnässt waren. Die Mutter versuchte, ihre Kinder wie eine Henne ihre Küken vor dem Regen zu schützen und war selber nass bis auf die Haut. "Wenn hier nur ein Wind? und Wetterunterschlupf wäre", dachten auch die anderen Mitreisenden. Da kam der Bus. Mutter und Kinder versuchten, mit ihren steifgefrorenen Sachen einzusteigen, und die Fahrt zur Stadt begann. Aber hier war noch keiner auf den Beinen, alle Geschäfte und Arztpraxen hatten noch geschlossen. Also ging man in das um diese Zeit einzig geöffnete Cafe. Die Kinder bekamen etwas Heißes zu trinken, damit sie wieder auftauten. Nun machte man sich auf zu Dr. Zahnflicker. Nachdem die Zähnchen der Kinder gestopft waren, erledigte die Mutter noch alle Einkaufsding, die sie sich vorgenommen hatte. Am Abend stieg sie wieder in den Bus und fuhr mit ihren Kindern zurück zum Schiff. Auf Pellworm angekommen stand die arme Mutter wieder im Regen und dachte: "Wenn hier doch nur ein Unterschlupf wäre!" Und wenn heute noch kein Unterstand auf Nordstrand und Pellworm ist, stehen die frierenden, vor Kälte zitternden Menschen noch immer ungeschützt bei Wind und Wetter am Hafen und warten und warten und warten ... A. B. >> zurück zum Inhaltsverzeichnis Inselzeitung Pellworm >> Es wurde noch kein Suchbegriff eingegeben.
Suche Version 1.0
|
|
||||||||||||||||||||||||
|
copyright 2005 by creative - edesign pellworm |
||||||||||||||||||||||||||