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Pellworm, den 04.09.2010 - 04:33 Uhr

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Date: 04.09.10
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Freizeithelfer auf Pellworm

Versuch einer Darstellung im Rückblick
Wahrscheinlich werden wir, die Freizeithelfer, Ihnen längst nicht mehr fremd sein! Falls Sie noch nicht an einer unserer Veranstaltungen teilgenommen haben, so haben Sie doch sicherlich schon von uns gehört oder auf einem der Sonnenplakate unser Programm gelesen ... Vielleicht erinnern Sie sich jetzt: Zum festen Bestand unseres Programms gehören Angebote wie Bastelveranstaltungen, Spielstunden am Strand, Nachtwanderungen, Radtouren, Klönschnackabende, Kinderfeste, etc ... Nun geht es in diesem Artikel aber nicht vorrangig um eine Information über unsere Arbeit; unser Anliegen ist es, Rückschau zu halten, noch einmal zu überdenken, was uns die Arbeit an Erfahrungen gebracht hat, was sie in uns und anderen bewirkt hat ? nicht zuletzt deswegen, weil wir beide voraussichtlich noch in diesem Jahr unser Sozialpädagogikstudium abschließen und somit diese Saison hinsichtlich der Freizeithelferarbeit die letzte ist. Doch wie all das vermitteln, was uns in dieser Zeit ermutigt und entmutigt hat weiterzumachen? Wichtig ist zunächst einmal festzuhalten, dass es nicht um die bloße Verwirklichung pädagogischer Ziele geht oder, dass sich die Effektivität unserer Arbeit gar an Besucherzahlen ablesen lässt, vielmehr geht es in erster Linie um die Einstellung zu den Menschen, die man ansprechen möchte.

Freizeithelferarbeit meint, Anregungen zur Selbstgestaltung der Freizeit zu geben, sie beinhaltet Alternativen, die in ihr Urlaubsprogramm miteinbezogen werden können: Radtouren oder die Fußgängerrallye zum Erkunden der Insel, Bastelangebote als Möglichkeit kreativ zu werden, Spielstunden oder Gute?Nacht?Geschichten, um die Phantasie anzuregen, Klönschnack und Sonstiges einfach als Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen ... Häufig verlaufen Angebote auch auf ganz persönlicher Ebene, d.h.: die Radtour entwickelt sich zu einem Klönschnackvormittag oder die Gespräche während eines Bastelnachmittiges sind ein Austausch der über das Medium selbst hinausgeht. Man lernt sich kennen, formiert sich zu einer Gruppe, kommt ins Gespräch, wird bekannt ? und häufig bleibt es dann nicht bei dieser einen Unternehmung. Programmieren lässt sich ein solcher Ablauf sicherlich nicht, wir schaffen nur die Möglichkeit zu Kontakten. Die Intensität solch eines Gruppenerlebnisses ist nicht zuletzt abhängig von der Besucherzahl. Sicherlich lassen sich viele unserer Zielvorstellungen besser in einer Kleingruppe verwirklichen und doch schafft auch eine bestimmte Atmosphäre, z.B. die eines Lagerfeuers, das Gefühl des gemeinsamen Erlebens: Es wird gemeinsam gesungen, gespielt, gelacht und auch einfach innegehalten, geträumt und geschwiegen. Für uns war die Arbeit in diesem Jahr kein Neuland mehr, wir haben vieles aus den Vorjahren übernommen, verändert, weiterentwickelt. All das ist nur mit beidseitigem Engagement möglich. Das heißt: Wir sind angewiesen auf Kritik, aber auch auf Zuspruch, nicht zuletzt aber auf Mitarbeiter. Und hier gilt es insbesondere einmal Herrn Doose ein Dankeschön zu sagen, der bei Nachtwanderungen am Würstchenstand für Ihr leibliches Wohl gesorgt hat oder beim Klönschnack den Tee mit Köm oder Rum "versüßt" hat. Abschließend also noch einmal Dank allen, die unsere Arbeit unterstützt haben. Für uns war es eine sehr wichtige und schöne Zeit hier auf der Insel.

Josie Bey
Angelika Leuers



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