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Pellworm, den 05.02.2012 - 15:22 Uhr

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Date: 05.02.12
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Pellwormer Kindergarten e.V.

Aller Anfang war schwer (Eltern schufen den Kindergarten Pellworm)

Am 5. März 1973 fand im Anton Heimreich Haus eine Versammlung all der Eltern statt, die an der Gründung eines Kindergartens interessiert waren. Eingeladen hatte der damalige Pastor Hambruch. Die anwesenden Eltern standen dem Plan natürlich begeistert gegenüber. Ein Raum war immerhin vorhanden ? doch alles andere fehlte. Und das war nicht wenig. So wurde eine Sammelaktion besprochen, um Fehlendes zu beschaffen. Es fehlten Teppiche, kleine Stühlchen, auch Matratzen, Spielzeug und vieles mehr. So wurde zusammengesucht mit viel Eifer, der durch manche Kritik gedämpft wurde. Einige der Eltern mit größerer Landwirtschaft versprachen, zu den 2 Spielstunden, die zunächst zweimal in der Woche stattfinden sollten, 10 bis 15 Liter Milch zu spenden, damit die Kleinen in einer Zwischenpause ihr kleines Frühstück bereichern konnten. Acht Wochen eifriger Arbeit begannen, und knapp zwei Monate später fanden sich die Kinder zur ersten Spielstunde zusammen. Doch zum Hinbringen und Abholen der Kinder brauchten wir ein Fahrzeug. Nach einigen Verhandlungen mit Herrn Vollquardsen, der den Kindertransport übernahm, spürten wir wieder den Geldmangel. Da kam ein Segen aus heiterem Himmel: Frau Türk spendete, und es konnte manche Anschaffung gemacht werden. Immer mehr wurde es allen klar, nicht die Freude an der Sache allein würde ausreichen den Kindergarten am Leben zu erhalten. Neben allen Schwierigkeiten bedurfte es immer wieder des Geldes. Nur nicht den Mut verlieren! Umso bewundernswerter war es, dass unsere Vorsitzende, Frau Hannelore Friedrichsen, bis zum Oktober dieses Jahres über alle Widrigkeiten hinweg zum Wohl des ganzen wirkte. Unter ihrer Führung trafen sich alle vierzehn Tage die eifrigsten der Eltern, und es gab immer wieder neue Probleme zu lösen. Einmal im Monat kamen alle Eltern zusammen und es gab neben der Kritik auch genug Anregung. Immerhin waren ja auch 30 Kinder zu betreuen. Hierzu fand sich Frau Friedel Eggers bereit, und zu ihrer Unterstützung machten wir laufend Pläne für jene Mütter, die abwechselnd ihr zur Seite stehen sollten. Als im Frühjahr 1974 alles gut im Fluß war, wurde der Garten des Anton Heimreich Hauses hergerichtet, die Väter durften sich, kräftemäßig einmal ordentlich ausarbeiten, denn immerhin ist jahrelang an dem im Grunde sehr schönen Garten nichts mehr getan worden Die Geräte für den nun sauberen Garten konnten wir von der Kurverwaltung ausleihen. Immer wieder wurde von einem Neubau für den Kindergarten gesprochen, denn die Spielsachen, Matratzen und Teppiche mussten nach jeder Spielstunde auf den darüber liegenden Boden über eine Wendeltreppe getragen werden, und dieses war sehr zeitraubend und anstrengend zugleich. Aber es fehlte an Geld; Herr Alfred Dethlefsen unterstützte den Plan eines neuen Kindergartens sehr, aber auch unser Bürgermeister konnte das nötige Geld nicht herbeischaffen. Trotzdem ließen wir den Plan nicht ganz fallen, und im Dezember 1975 fanden die Verhandlungen für den Umbau der anderen Seite des Anton Heimreich Hauses (bis dahin wohnten die Freizeithelfer für den Sommer dort), ihren Abschluss. Endlich war es soweit; die Pellwormer Eltern hatten einen Kindergarten e.V. Mühevoll, aber lohnend für die Pionierarbeit der vergangenen drei Jahre, konnten sie als ordentlich betriebener Kindergarten am 15.5.76 in der neuer) Spielstube einziehen. Die Finanzierung war gesichert durch die Gemeinde, die Kirche und den Kreis Nordfriesland. Heute bekommt der Kindergarten einen Zuschuss von 12.000,?? DM vorn Kreis im Jahr, als wir anfingen, hatte uns die Gemeinde eine Unterstützung von 150,?? DM im Monat und die Kirche 2.000,? DM im Jahr bewilligt, die Eltern zahlten 10,? DM für jedes Kind im Kindergarten, denn Herr Vollquardsen und Frau Eggers mussten auch ihren Lohn für ihre Arbeit haben. Es war manchesmal sehr schwer allen gerecht zu werden. Wie froh waren wir, dass wir keine weiteren Unkosten zu tragen hatten! Daran hat sich bis heute nichts geändert. Es brauchten weder Miete, Strom noch Heizungskosten gezahlt werden. Heute können die Kleinen fünfmal in der Woche in ihre Spielstube, denn inzwischen spielt und lehrt eine Kindergärtnerin mit Unterstützung von Frau Eggers zum Wohle der Kinder. Frau Friedrichsen hat ihren Posten niedergelegt und an Frau Ilse Meyer abgegeben. Frau Friedrichsen hat sich sehr verdient gemacht um den Aufbau und die Weiterführung der Spielstube. Ich glaube, in aller Namen der Eltern zu sprechen, die ihre Kinder in der Spielstube hatten und haben: ein "Dankeschön" für fast 5 Jahre harte Arbeit!

H. L.




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